Dresden sorgt für Pokalüberraschung gegen Hamburg – Arminia im zweifachen Pech

Dresden sorgt für Pokalüberraschung gegen Hamburg – Arminia im zweifachen Pech

14. September 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Der SG Dynamo Dresden gelingt in der 1. Runde des DFB-Pokals die Überraschung schlechthin. Die Sachsen schlugen den Hamburger SV in der regulären Spielzeit mit Vier zu Eins. Die Hanseaten streichen früh die Pokalsegel. Eine andere Überraschung gab es in Essen wo der Regionalligist gegen Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld 1:0 gewann, die Arminen hatten jedoch kein Schiriglück. Hannover gab sich in Würzburg keine Blöße.

SG Dynamo Dresden 4:1 Hamburger SV (SR: Florian Badstübner)

Mit der Spielleitung wurde der Bundesliga-Neuling Florian Badstübner aus Windsbach (Bayern) beauftragt. In assistierten Markus Schüller und Christian Bandurski. Vierter Offizieller war Martin Speckner.

Die Partie startet fulminant. In der 3. Minute ging der Außenseiter Dresden in Führung durch Stark, der einen Konter vollendete. Daraufhin war die Partie sehr ausgeglichen, der HSV kam mit Hunt in der 9. Minute zu einer guten Chance, aber Dynamo blieb bissig. Die 10 000 Zuschauer brachten Stimmung in das Rudolf-Harbig Stadion. Erst Recht als der Schuss von Daferner in der 11. Minute am Innenpfosten des Gästetores landete. Kurz darauf machten sie das 2:0 durch Becker, dessen Schuss aus spitzem Winkel David entscheidend abfälschte. Im Vorfeld des Angriffs gab es einen harten Zweikampf von einem Dresdner Spieler, hier blieb der Schiedsrichter seiner Linie treu und ließ weiterlaufen, eine vertretbare Entscheidung. Schiedsrichter Badstübner ließ sehr viel laufen in den ersten Minuten. In der 23. Minute sah Löwe korrekterweise die gelbe Karte nach einem rücksichtslosen Foulspiel. Daraufhin ließ Dresden ein bisschen nach, der HSV konnte aber zahlreiche Torchancen nicht nutzen. Badstübner blieb seiner Linie treu und setzte mehr auf die persönliche Ermahnung. Mit dem 2:0 ging es nach 45 Minuten in die Kabinen.

Nach der Pause waren beide Mannschaften sehr motiviert, was immer wieder für Fouls sorgte. Der HSV ist spielerisch eigentlich das bessere Team, Hinterseer hatte die Chance zum 2:1, nutzte diese aber nicht, sodass die brutal effektiven Dresdner mit einem Schuss aus 20 Metern ins kurze Eck durch Daferner das 3:0 machten. Kurz darauf sieht Kittel Gelb wegen eines harten Zweikampfs von hinten. Erst hält er den Spieler und trifft ihn leicht hinten, dann stellt er ihm wenige Meter später endgültig das Bein, auch das eine vollkommend richtige Verwarnung. Dem HSV fehlte nun der Glaube an die Sensation, was Dresden auch spielerisch weiter Anteile gab. In der Schlussphase wurde die Partie wieder intensiver. 10 Minuten vor Schluss gab es eine Rudelbildung die Badstübner mit seinem SRA 1 Markus Schüller gut mit zwei Verwarnungen für Wood (HSV) und Knipping (Dresden) löste. In der 87. Minute sah Paul Will Gelb für ein Foulspiel. Kurz darauf nutzte der HSV mal eine seiner vielen Chancen Onana köpfte zum 3:1 ein. In der Nachspielzeit sieht der Dresdner Sohm korrekterweise Gelb. In der letzten Minute der Nachspielzeit gibt Badstübner Elfmeter für Dynamo Dresden nach einem Handspiel von Leistner der eine Flanke von der linken Seite im Strafraum mit der Hand spielt. Reflexartig zieht er den Arm von hinten vor den Körper, der Elfmeter war korrekt. Sebastian Mai verwandelte links unten.
Am Ende gelingt Dynamo Dresden dank eines guten Auftrittes und einer brutalen Effektivität vor dem gegnerischen Tor die Sensation im DFB-Pokal.

Fazit: Top-Leistung von Badstübner! Der Bundesliga-Aufsteiger zeigt wieso er aufgestiegen ist mtit einer konsequent weiten Linie, bei der er ein zeitweise schwerer zu leitendes Spiel immer unter Kontrolle behielt. Der Strafstoß in der Nachspielzeit war ebenso korrekt.

 

Die weiteren Ergebnisse:

  • Rot-Weiß Essen 1:0 DSC Armina Bielefeld (SR: Harm Osmers)

In der 7. Minute eine knifflige Situation: Fabian Klos kam nach einer Flanke von rechts im Strafraum zum Kopfball und wurde dabei von Plechaty mit einem unbedachten Einsteigen abgeräumt. Der Unparteiische ließ weiterlaufen und verwehrte zu Unrecht den Strafstoß. Glück für Essen. Das hätte Elfmeter geben müssen! Da hätte der Videobeweis geholfen….

in der 69. Minute wieder eine heikle Elfmetersituation: Hartel kam im Strafraum zum Abschluss und erwischte Engelmann an der Hand – bei ausgefahrenen und abgespreizten Arm. Erneut ließ der Unparteiische zu Unrecht weiterlaufen. Das hätte für Arminia den zweiten Elfmeter geben müssen.

Abgesehen von den zwei nicht gegebenen Elfmetern war es eine gute Leistung vom Schiedsrichterspann die das ohne große Hektik über die Bühne brachten.

  • FC Würzburger Kickers 2:3 Hannover 96 (SR: Patrick Alt)

Berechtigter Strafstoß zum 2:3 in der Schlussphase.

 

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