Eine Fehlentscheidung, die fassungslos macht

Eine Fehlentscheidung, die fassungslos macht

24. April 2022 8 Von Reiner Kuhn

Warum der Schiri-Stress bei RB Leipzig gegen Union Berlin sprachlos macht!

Nachdem Gießelmann in der 59. Minute aus kurzer Distanz scheiterte, wurde der Union-Linksverteidiger von Mukiele klar am Knie im Leipziger Strafraum getroffen. Schiedsrichter Daniel Schlager ließ erst weiterspielen, schaute sich die Szene dann nochmal an und gab den Strafstoß nach zig Wiederholungen am Monitor trotzdem nicht!

Verweigerte den Berlinern nach Review einen klaren Strafstoß: Schiedsrichter Daniel Schlager.

Das ging im normalen Ablauf sehr schnell, für den Schiedsrichter nicht wahrzunehmen. Das man das Foul nicht erkennt, kann passieren. Aber wenn er vorm Bildschirm steht, sich die Szene gefühlt 30 Mal in Dauerschleife ansieht und das Foul dann immer noch nicht erkennt – da fehlen einem die Worte.

Der Leipziger spielt nicht den Ball, sondern trifft mit der Sohle nur das Knie vom Gegner. Das ist ein klarer Strafstoß.  Vermutlich hat sich Schlager gegen den Strafstoß entschieden, weil Mukiele den Blick nah hinten abwendet und er den Treffer nicht wollte. Aber das spielt absolut keine Rolle. Auch ein unabsichtliches Foulspiel ist strafbar.

Fahrlässiges Foulspiel. Hätte Elfmeter geben müssen.

Lutz Wagner (DFB-Lehrwart)

Das sieht auch Union-Trainer Urs Fischer so. Der Trainer tobte an der Seitenlinie und musste vom vieretn Offiziellen mehrfach beruhigt werden. Schon am Mittwoch im Pokal-Halbfinale hatte RB eine strittige Entscheidung für sich ausgelegt bekommen.

Der Ärger über die Fehlentscheidung beruhigte sich dann nach der Berliner Führung, weil Super-Joker Sven Michel nur 21 Sekunden nach seiner Einwechslung zum Ausgleich trifft und nur drei Minuten später die Siegtreffer auf den ebenfalls eingewechselten per Hacke traumhaft vorlegt.

Der bisherige Spieltag war aus Schiedsrichtersicht auf jedem zweiten Platz desolat. Entscheidende gravierende Fehlentscheidung wurden getroffen bzw. wie in München vom VAR nicht ausreichend korrigiert. Nach mehreren Perspektiven ist das schon ein Elfmeter. Klare offensichtliche Fehlentscheidung ist halt hier immer die Frage. Aber nach den Eingriffen unter der Woche bin ich schon auch hier bei Ja (klare Fehlentscheidung).

Hätte Elfmeter geben müssen. Trifft erst den Gegner, dann den Ball.

Lutz-Michael Fröhlich (Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter)

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