Unnötiges Gelb/Rot für Plea bei Freiburg-Sieg gegen Gladbach

Unnötiges Gelb/Rot für Plea bei Freiburg-Sieg gegen Gladbach

5. Juni 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Borussia Mönchengladbach verliert nach überlegener ersten Halbzeit beim SC Freiburg in Unterzahl mit 0:1. Der SC mit dem ersten Dreier nach dem Re-Start. Das ist ein herber Dämpfer für Gladbach.

Den Einstieg in die persönlichen Strafen setzt der Schiedsrichter nach einer Viertelstunde. Waldschmidt räumte im Mittelfeld bei erhöhten Tempo ab und handelte sich die erste Verwarnung ein. Wenig später die nächste Gelbe für Gladbachs Pléa. Der Gladbacher war mit einer Entscheidung des Unparteiischen nicht einverstanden und kickte den Ball weg. Dieses Vergehen zog aufgrund der verschärften Rückrundenanweisung eine Verwarnung nach sich, sein Trainer war entsprechend sauer…

Die Streich-Truppe fast ausschließlich nur hinterher und konnte sich nur am bisher noch ausgeglichenen Zwischenstand aufrichten. Der erste Sie nach der Corona-Pause ist so ein weiter. Lukas Kübler sah in der Folge nach einer unsauberen Grätsche gegen Stindl nachträglich die nächste Verwarnung. Nach einer Ablage Pléas wollte Herrmann aus mittigen acht Metern unten links einschieben. Neuhaus verlängerte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie, hatte aber bei Abgabe von Herrmanns Schuss jedoch klar im Abseits gestanden.

In der Folge hielt die Rose-Truppe ihre Dominanz, ging das Match in Freiburg wie eine Heimpartie an. Ihr mangelte es nur noch an einem Fünkchen Zielstrebigkeit im offensiven Felddrittel. Nach einem Zweikampf mit Bensebaini musste Höler auf dem Rasen, scheinbar am Knie behandelt werden. Dann ging’s weiter: Nach einer Kopfballverlängerung durch Thuram zog Stindl aus mittigen 23 Metern mit dem rechten Spann ab, doch der Ex-Hannoveraner jagte das Leder weit über den Kasten.

Dann die nächste Großchance: Stindl leitete ein hohes Anspiel am Elfmeterpunkt mit der Stirn in den Lauf des Ex-Düsseldorfers weiter, der den herauslaufenden Schwolow aus vier Metern per Lupfer überwinden wollte. Die Kugel segelte jedoch knapp über den Querbalken. Dann wurde es wieder farbig, die erwischte es Freiburgs Koch. Er zog Neuhaus unweit der Strafraumgrenze zu Boden und kassierte die Gelbe Karte wegen unterbinden eines aussichtsreichen Angriffs – absolut korrekt. Lars Stindl wollte den Freistoß in der halbhohen rechten Ecke unterbringen, doch blieb der Schuss des Gästekapitäns in der Mauer hängen. Vor der Pause sah noch Stefan Lainer nach einem unsportlichen Foulspiel nachträglich, als er Grifo im Angriff umgerissen hatte.

Die Freiburger kamen mit dem zweiten Durchgang besser aus den Katakomben: Der aufgerückte Abwehrmann feuerte einen aufspringenden Ball aus mittigen 20 Metern mit dem rechten Spann in Richtung linker Ecke. Er verfehlte den Pfosten nur knapp; Sommer wäre wohl chancenlos gewesen.
Und dann mach 60 Minuten stach Joker Petersen nach Augebblicken auf dem Rasen. Grifos Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld erwischte die Gästeabwehr in ihrem Rücken. Petersen nickte aus gut acht Metern unten rechts ein – er traf nach 67 Sekunden im Spiel. Trotz des sehr dominanten Auftritts rannten die Fohlen nach einer Stunde also einem Rückstand hinterher. Stindl feuerte nach Neuhaus‘ Ablage aus gut 16 Metern nur knapp am rechten Winkel vorbei.
Der Streich-Truppe ist nun das gewachsene Selbstvertrauen durch den Treffer deutlich anzumerken. Mit einem Sieg würde Freiburg auf einen Zähler an die internationalen Ränge heranrücken.

Nach 67. Minuten der Aufreger der Partie! Die Fohlen mussten fortan in Unterzahl weitermachen! Der wegen Ballwegschalgens bereits verwarnte Pléa stieg Höfler nach einem Ballverlust auf den Fuß und kassierte die Ampelkarte. Auch der Sportdirektor der Gäste muss den Innenraum verlassen: Wegen Meckerns zeigte ihm Schiedsrichter Schmidt die Rote Karte.
Ist die Elf vom Niederrhein in der Lage, in Unterzahl noch einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen? Nach einem sehr dominanten Auftritt in den ersten 55 Minuten lief danach alles gegen die Gäste.

Fazit: Markus Schmidt lieferte eine fast immer stimmige Spielleitung ab. Gelbwürdige Vergehen wurden konsequent bestraft, aber trotzdem war immer ein körperbetontes Spiel möglich. Nicklige Situationen wurden mit kleinen, cleveren Pfiffen gut gelöst, wobei man die Erfahrung von Schmidt deutlich merkte.

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