FC Bayern mit Elfer-Dusel gegen Augsburg zittern sich zum Derbysieg

FC Bayern mit Elfer-Dusel gegen Augsburg zittern sich zum Derbysieg

20. Januar 2021 0 Von IG Schiedsrichter

(red/ss) Der FC Bayern München hält mit dem knappen 1:0 Auswärtssieg im Derby gegen den FC Augsburg den 4-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzeiten RB Leipzig und ist Hinrundenmeister. Die Leipziger haben sich im Heimspiel gegen Union ebenfalls knapp mit 1:0 durchsetzen können. Überraschen konnte Arminia Bielefeld mit einem 3:0 Sieg gegen zuletzt starke Stuttgarter. Freiburg und Frankfurt trennten sich mit 2:2 unentschieden.

FC Augsburg – FC Bayern München 0:1 

Mit der Spielleitung wurde Bundesliga-Neuling Dr. Matthias Jöllenbeck aus Freiburg beauftragt. Ihm assistierten Christian Gittelmann und Rafael Foltyn. Als Vierter Offizieller fungierte Bundesliga-Schiedsrichter Florian Badstübner. In Köln beobachteten Tobias Stieler und Guido Kleve das Geschehen in der WWK-Arena.

Von: Simon Schmidt

In der 5. Minute ging Leon Goretzka im Augsburger Strafraum zu Boden. In der Ausholbewegung hatte ein Augsburger Verteidiger ihn unabsichtlich am Kehlkopf getroffen. Nach einer kurzen Behandlung ging es für den Münchner auch weiter. Jöllenbeck ließ weiterlaufen und auch VAR Tobias Stieler meldete sich nicht. Insgesamt eine vertretbare Entscheidung, da der Treffer in der normalen Bewegung passiert ist und Khedira Goretzka hinter sich nicht sehen konnte. Die Bayern machten von Beginn an viel Druck und kamen in sehr regelmäßigen Abständen vor das gegnerische Tor. In der 12. Minute zeigt Jöllenbeck dann auf den Punkt! Und das vollkommend zurecht! Hernandez bekam einen Ball halbhoch im Strafraum von Gnabry und spielte zuerst den Ball bevor es zum Zusammenschlag der Füße von ihm und Khedira in der Luft kam. Ein eindeutiger Strafstoß, den Jöllenbeck vollkommend korrekt ahndete. Lewandowski trat in gewohnter Manier an und verwandelte souverän zum 1:0. Rund drei Minute später foulte Khedira wieder Hernandez, dieses Mal im Mittelfeld. Auch hier traf Jöllenbeck die einzig richtige Entscheidung und sprach für das rücksichtslose Foulspiel die gelbe Karte aus. Die Bayern blieben die deutlich bessere Mannschaft und hatten daraufhin Chancen im Minutentakt. Besonders Thomas Müller und Robert Lewandowski hatten in den ersten 25 Minuten noch gute Möglichkeiten zu weiteren Toren. In der 26. Minute reklamierten die Augsburger Handspiel im Münchner Strafraum von Hernandez. Auch wenn der Münchner hier mit der Hand am Ball war, liegt klar kein strafbares Handspiel vor, der Ball kam aus wenigen Zentimetern sehr unerwartet von der Hacke Caligiuris und Hernandez berührt den Ball mit der Hand im völlig natürlich Abstützen in dieser Bewegung. Jöllenbeck ließ vollkommend korrekterweise weiterspielen und auch VAR Tobias Stieler empfahl kein On-Field-Review. Die Augsburger wurden daraufhin wieder etwas besser, die Bayern blieben aber dominant. Am Ende blieb es bei der 1:0 Führung für den Rekordmeister zur Pause.

In der zweiten Halbzeit waren die Bayern weiter das bessere Team und spielten auf das Augsburger Tor. In der 65. Minute hatte Lewandowski eine gute Chance auf das 2:0. Im letzten Moment versprang ihm aber der Ball. 10 Minuten später zeigte Jöllenbeck wieder auf den Punkt! Dieses Mal gab es einen Strafstoß für den FCA, weil Pavard den Ball im Bayern-Strafraum an den Arm bekam. Der Ball kam halbhoch in den Strafraum, der Arm des Franzosen war zwar sehr nah am Körper und die Handhaltung nicht wirklich unnatürlich, dennoch ging der Arm leicht in die Flugbahn des Balles. Insgesamt auch eine vertretbare Entscheidung. Alfred Finnbogason trat an und setzte den Ball an den rechten Pfosten! Riesen Glück für die Bayern, dass sie nicht den Ausgleich kassierte.

In der 80. Minute gab Jöllenbeck erst ein Foul am Augsburger Strafraum an Hernandez nicht, bevor eine sehr gute Torchance von Müller wegen einer angeblichen Abseitsstellung unterbunden wurde. Die Fahne von Gittelmann kam sehr früh und völlig fälschlicherweise. Müller war einen guten Meter hinter dem vorletzten Augsburger Abwehrspieler. In der 84. Minute gab es im Mittelfeld einen Zusammenprall zwischen Kimmich und Schiedsrichter Jöllenbeck, letzterer blieb standhaft ;). Die Augsburger investierten zum Ende hin mehr in die Partie und die Verhältnisse wurden deutlich ausgeglichener. In der vierminütigen Nachspielzeit hatte Caligiuri die Chance auf den Ausgleich per Kopf, verfehlte aber das Gehäuse von Manuel Neuer. Am Ende bleibt es beim insgesamt verdienten 1:0 Sieg der Bayern. Aber wie schon am vergangenen Sonntag bewahrte das Aluminium die Münchner vor dem späten Ausgleich.

Fazit: Eine rundum gelungene Leistung von Dr. Matthias Jöllenbeck in einem normal zu leitenden Spiel wurde der Bundesligaschiedsrichter auf Probe dennoch gefordert und entschied nahezu alles korrekt. Die Zweikampfbewertung passte und die Linie wurde über das ganze Spiel konsequent durchgesetzt. Beide Strafstoßentscheidungen waren vertretbar.

SC Freiburg 2:2 Eintracht Frankfurt (SR: Guido Winkmann)

Timothy Chandler ging im eigenen Strafraum ins Kopfballduell mit Ermedin Demirovic und hatte dabei die Hände auf den Rücken des Gegners gelegt. Für einen Strafstoß war das Schiedsrichter Guido Winkmann zu wenig und dieser Meinung kann man auch folgen, da von Chandler kein Impuls ausging.

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