Forsberg schießt Schweden zum Sieg

Forsberg schießt Schweden zum Sieg

3. Juli 2018 0 Von Reiner Kuhn

Dank Emil Forsberg von RB Leipzig stellen die unbekümmerten Schweden weiter die Fußballwelt auf den Kopf. Für die Schweden – in der Weltrangliste als 24. deutlich hinter der Schweiz (6.) geführt – ist es der erste Viertelfinaleinzug seit der WM 194 in den USA.

28. Minute: Ein nicht ahndendes Handspiel im Strafraum beging der Schwede Augustinsson als er einen Flankenball aus kurzer Distanz an den Arm bekam, allerdings hier eine normale Handhaltung sodass es ohne Folgen blieb.

30. Minute: Mikael Lustig griff gegen Josip Drmić zum taktischen Foul und ging zu Boden. Skomina zückte sofort die Gelbe Karte. Sowohl Mikael Lustig als auch Janne Andersson an der Seitenlinie protestierten heftig, immerhin war es Lustigs erstes Foul in dieser Partie und im Gegensatz zu den taktischen Vergehen auf der anderen Seite gab es eine Karte. Die Karte ist in Ordnung, weil er einen vielversprechenden Angriff s aber natürlich, wenn man auf Behramis Situation zurückblickt, ist diese dann doch noch vermeidbar. Dann lieber für beide Vergehen keine Karte und die Einstiegskarte für härtere Vergehen aufsparen. Sieht sonst ungleich in der Zweikampfbewertung aus. Die Schiedsrichter müssen/sollten mit Personalstrafen auch die  Balance erhalten.

Kurz vor der Halbzeit pfiff er ein Handspiel ab und gab einen Freistoß. Zwar sprang der Ball an den Arm aber die FIFA will keine Tore von Spielern, die den Ball mit dem eigenen Arm spielen. Wenn der Verteidiger handspielt keine Strafe, tut es der Angreifer, ist es ein Freistoß (Strafstoß). Auch weisungsgemäß richtig entschieden.

49. Minute: Kurios: Forsberg blieb an Skomina hängen, schnappte sich aber wieder den Ball und umdribbelt den Unparteiischen, der zur Seite auswich. Nichts weltbewegendes, aber ich musste lachen. 😉

54. Minute: Bei Shakiris halten gab er den Vorteil und zeigte keine Gelbe Karte, aber auch hier aus meiner Sicht korrekt. Nach Vorteil kann man keine Verwarnung zeigen. Vorsicht ist nur angesagt wenn dadurch ein vielversprechender Gegenangriff gestoppt wurde, dann wäre Gelb obligatorisch.

61. Minute: Valon Behrami holte sich die Gelbe Karte nach einem vergleichsweise harmlosen Zweikampf gegen Emil Forsberg ab. Da der Schweizer aber schon im ersten Durchgang die letzte Ermahnung kassiert hatte, war da nun auchder Karton fällig. Dies hatte Skomina dem Spieler auch gezeigt, dass es wegen der Anzahl der Fouls des gleichen Spielers die Verwarnung gab (anhaltende Vergehen).

68. Minute: Granit Xhaka räumte Victor Claesson um und sah dafür die Gelbe Karte. Korrekt.

90. Minute: Elfmeter für Schweden) Schweden konterte mustergültig. Martin Olsson lief frei auf das Tor zu. Michael Lang tat dem Schweden in die Hacken und schob den Arm in den Rücken. Was in der normalen Spielgeschwindkeit kaum ersichtlich war, korrigierte der Videobeweis.  Mit dem Videobeweis wurde der Elfmeter überprüft.Während die Rote Karte gegen Michael Lang klar ist, wurde überprüft, ob das Foul außerhalb oder innerhalb des Strafraums war. Der Elfmeter wurde zurückgenommen! Es gab nur Freistoß für die Schweden. Aber das wird ihnen egal sein können. Die Nachspielzeit ist abgelaufen.

In den bisherigen Achtelfinalspielen gab es auch keine Korrekturen durch den Video-Assistenten. Es gab Kontrollen, im Hintergrund aber eben keinen klaren offensichtlichen Fehler, dies war dann heute der erste klare Fehler nach Betrachtung der Zeitlupenbilder.  Das ist eine ausgezeichnete Sache. Dieses Niveau der Schiedsrichter in der K.o.-Phase ist ziemlich hoch. aber wir müssen bedenken, dass in den meisten Spielen sich die Spieler auch sehr diszipliert verhielten und nicht übermäßig groß hart eingestiegen sind. Einige Schiedsrichter hatten aber auch viel Arbeit.

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