Fröhlich: Schiedsrichter muss es sich ansehen

Fröhlich: Schiedsrichter muss es sich ansehen

25. August 2019 4 Von IG Schiedsrichter

Am zweiten Spieltag gab es wieder jede Menge Aufreger. Im Fokus der Schiedsrichter im Brennpunkt und das leidige Thema Handspiel. So zum Beispiel in Hoffenheim, in Bremen wurde der Ausgleich zum 2:2 aberkannt und auch beim Aufsteiger in Paderborn wurde mehrmals eingegriffen und diskutiert. Auch beim Topspiel auf Schalke war eine Menge Aufregung. Geht der Ball an die Hand, Absicht ja oder Nein waren immer die entscheidenden Fragen. Steffen Baumgart brachte ein Vorteil auf die Palme und bekam als erster Bundesliga-Coach Gelb.

Im Sport 1 Doppelpass wurde Schiriboss Lutz-Michael Fröhlich zugeschalten. Er musste die Fragen beantwortet was Deutschland auf der Seele brannte: Wie soll es denn gehandhabt werden, Herr Fröhlich?

Hoffenheim – Bremen: Das ist grundsätzlich zu trennen mit den anderen Situation, denn die Regeländerung sieht vor, dass keine Tore mehr zählen, die unmittelbar davor mit der Hand gespielt worden sind. Egal ob Absicht oder nicht. der Schiedsrichter hat da kein Ermessensspielraum gehabt, genau wie letzte Woche bei Union gegen Leipzig und der ähnlich vergleichbaren Situation.

Schalke gegen Bayern und Paderborn gegen Freiburg: Da ist es erstmal so, bei dem Handspiel des Paderborner Spielers der zum Elfmeter für Freiburg führte, war es eine Abwehraktion und der Arm oberhalb der Schulterlinie mit klarer Orientierung zum Ball deswegen der Elfmeter in Ordnung.

Das Handspiel von Pavard und Perisic ist laut Meinung des DFB als kritisch zu bewerten. Für den Schiedsrichter schwierig aufzulösen, da Pavard keine klare Orientierung zum Ball hat. Marco Fritz ist in der verzwickten Situation, dass der Arm weit vom Körper abgespreizt ist, aber die Frage ist auch (der zweite Aspekt im Regelwerk), ob es eine unnatürliche Bewegung war. In der Drehbewegung ist der Spieler ohne Orientierung zum Ball, dann kann man dafür Verständnis haben, dass der Schiedsrichter diesen Vorgang am Ende als nicht strafbar einordnete.

Man kann es keinen recht machen

Im letzten Jahr bei Leverkusen gegen Leipzig beim Handspiel von Wendell haben sich alle darüber aufgeregt, dass der Schiedsrichter Strafstoß gegeben hat, hier ist die Situation wieder anders, dass der Schiedsrichter keinen Strafstoß gegeben hat.

Die Situation von Perisic ist der kritischste Fall der beiden Situationen, weil hier die Bewegung des Spielers zum Ball geschaffen ist, bei Pavard nicht ganz so, allerdings hatte der Schiedsrichter bei Perisic selber eine sehr gute Sicht auf die Situation, was für die Wahrnehmung spricht. Da muss man sich die die Tonspur aus Köln anhören. In der Überzeugungskraft für die Außenwirkung wäre es besser gewesen, wenn der Schiedsrichter sich beide Situationen nochmal angesehen hätte.

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