Gedanken eines Schiedsrichters

Gedanken eines Schiedsrichters

7. August 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Drauß‘ vom Fußballplatz da komm ich her, ich kann euch sagen, es ging hoch her.

Allüberall am Spielfeldrand,
sah ich 100 Experten mit drohender Hand.

Und als ich so schnitt zur Halbzeit ging,
da rief’s mich mit lauter Stimme an:

„Eye Schiri!“ „Du blöder Gesell.
hebe die Beine und spute dich schnell:

der Schiriraum ist aufgetan,
lauf schnell, sonst tut man dir was an.“

Laut schimpfend über das
was bisher geschehen,
tobten die Spieler und ließen sich gehen.

„Du Blinder!, du Blödmann!
du schwarze Sau!
Du verstehst nichts von Fußball,
bist stolz wie ein Pfau.“

In seinem Halbzeitkämmerlein
fragt man sich jetzt, wie kann das sein?

Vielen verstehen nicht den Sinn des Spieles,
vergessen die Fairness
und sonst noch Vieles.

Man fühlt sich alleine, dem Aufgeben nah,
doch schon geht es weiter
mit dem selben Trara.

Und das jede Woche, Jahren und jahraus,
das hält die stärkste Natur ja nicht aus.

Man sollte das Kind beim Namen nennen,
die Leistung des Schiris ist anzuerkennen!

Wo kämen wir hin,
wenn wir sie nicht hätten
der Sport wäre tot,
es gäbe nichts zu wetten.

Drum merkt euch doch alle,
ihr lieben Leut‘
wir brauchen die Schiris
seit gestern und heut.

Akzeptiert ihre Leistung
bei Freund und bei Feind,
dann pfeifen sie wieder
Euch allen zur Freud.

Drauß* vom Fußballplatz da komm ich her, ich kann euch sagen, es ging hoch her.

[Guido von Dongen]

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