Gladbach siegt in Köln – BVB schlägt Freiburg deutlich

Gladbach siegt in Köln – BVB schlägt Freiburg deutlich

3. Oktober 2020 1 Von IG Schiedsrichter

(red) In der Konferenz des 3. Spieltags kann sich Gladbach im Derby gegen den FC Köln durchsetzen, Bremen siegt knapp mit 1:0 gegen den Aufsteiger Bielefeld. Dortmund gewinnt souverän gegen den SC Freiburg, während Leverkusen in Stuttgart Punkte liegen lässt. Hoffenheim verliert nach dem Bayern-Sieg letzte Woche heute mit 2:1 in Frankfurt. 

FC Köln 3:1 Borussia Mönchengladbach (SR: Marco Fritz)

Mit der Spielleitung im Derby wurde Marco Fritz aus Korb beauftragt. Ihm assistierten wie gewohnt Dominik Schaaf und Marcel Pelgrim. Vierter Offizieller war Martin Petersen. Als VAR wurden Tobias Welz und Sascha Thielert eingeteilt.

In der 4. Minute hatte Gladbach die erste gute Chance durch Hofmann, der aber an Horn scheiterte. Die Borussia war in den ersten Minuten deutlich besser. 10 Minuten später konnte Plea das 1:0 machen, Horn war hier ohne Chancen. Das sah kurz darauf anders aus, als nach einem Eckball  Lainer am kurzen Pfosten gut zum Kopfball kam und Horn den Kopball ins kurze Eck nicht mehr parieren konnte. Hier sah der Kölner Schlussmann nicht gut aus. Mit dem 2:0 wachte der FC spät auf und hatte wiederum nur eine Minute später die riesen Chance auf den Anschlusstreffer durch Andersson. Sommer verlor den Ball im eigenen Strafraum, der Schuss des Kölners landete nur am linken Pfosten. Für Fritz waren es ruhige erste Minuten im Derby. Nach einer halben Stunde sahen Ehizibue (Köln) und Bensebaini (Gladbach) Gelb für eine Rudelbildung, die Fritz gut auflöste und ahndete. Die dritte Verwarnung der Partie sah 5 Minuten später Rexhbecaj, der sich verschätzte und in den Gladbacher Schlussmann Sommer mit angewinkelten Beinen reinrutschte. Bis zur Pause holte sich Köln Spielanteile zurück, konnte aber dennoch nicht den Anschlusstreffer machen.

Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Gladbach die Möglichkeit zum 3:0, Horn konnte gerade noch die vorzeitige Entscheidung verhindern. Gladbach war auch zu Beginn der 2. Halbzeit besser. In der 53. Minute musste Fritz Gladbachs Trainer Rose an der Seitenlinie ermahnen, dieser hatte zuvor ein Wortgefecht mit dem 4. Offiziellen Martin Petersen geführt. 2 Minuten später zeigt Fritz auf den Punkt. Ehizibue hatte Thuram im Kölner Strafraum zu Fall gebracht und traf dabei nicht den Ball. Lars Stindl verwandelte daraufhin den Elfmeter souverän zum 3:0. Bei einem so ungeschickten Einsteigen darf sich Ehizibue nicht beschweren, ob man für so einen leichten Kontakt aber Elfmeter pfeifen muss, ist die andere Frage. Sicher jedoch nichts für ein mögliches Review durch den VAR, da keine klare Fehlentscheidung und Fritz die korrekte Wahrnehmung aus guter Position hatte. Jedenfalls war das Spiel mit dem 3:0 entschieden, Gladbach schaltete ein bisschen runter. Die Kölner hatten daraufhin mehr Anteil und kamen in der 84. Minute zum Anschlusstreffer durch Rexhbecaj. Am Ende blieb es aber beim verdienten 3:1 Sieg für die Borussia.

Fazit: Fritz mit einer guten Leistung in einem insgesamt dankbaren Derby. Den Strafstoß konnte man geben.

 

VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 1:1 (SR: Robert Hartmann)

Das erste Tor des Nachmittags erzielte früh Bayer 04. Eine Ecke spielte Kerem Demirbay flach auf Florian Wirtz. Der flankte hoch in den Strafraum und am zweiten Pfosten köpfte Neuzugang Patrik Schick zur Führung in die rechte Torecke ein. Ein guter Start für die Werkself!

Ein Freistoß von der linken Seite brachte Philipp Klement butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Saša Kalajdžić höher sprang als alle anderen und gezielt einköpfte.

Karim Bellarabi war mit seiner Gelben Karte gut bedient. Sein „Nasenkneifer“ bei Roberto Massimo musste definitiv nicht sein, nach er mit dem Stuttgarter aneinandergeriet. Da ließ Robert Hartmann Gnade vor Recht ergehen. Der Schiedsrichter hatte an diesem Nachmittag viel zu tun und lag meist richtig.

 

Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim 2:1 (SR: Manuel Gräfe)

Im tabellarischen Topspiel spielt von Beginn an ausschließlich die SGE, aber die TSG traf. Einmal mehr war es der überragende Andrej Kramarić, der nach Zuspiel von Baumgartner mit einer Körpertäuschung gleich drei Frankfurter stehen ließ, aus 14 Metern das lange Eck anvisierte und das Leder ins linke obere Eck zauberte. Was für ein Tor!

Der Ausgleichstreffer hatte sich angebahnt. Dost machte ein wunderschönes Zuber-Zuspiel im Sechzehner fest und wartete lange mit dem Abschluss. Fast sah es aus, als zögere er zu lange. Sein Zuspiel auf den langen Pfosten kam dennoch an. Kamada und Hinteregger sprinteten zum Ball, hielten beide den Fuß hin und drückten das Leder fast schon gemeinschaftlich über die Linie. Der Treffer wurde letztlich dem Japaner zugeschrieben, dessen rechter Fuß noch knapp vor dem linken Schlappen seines Mannschaftskameraden am Ball war. Ein verdienter Ausgleich.

Wenig später erwischte Grillitsch Rode im Zentrum übel und sah dafür die verdiente Gelbe Karte. Doch dann hatte Frankfurts Grillitsch Glück, der ein eigentlich taktisches Foul beging. Der Österreicher hatte allerdings schon die Gelbe Karte. Schiedsrichter Gräfe ließ zum Ärger der Frankfurter, die protestierten, die Ampelkarte stecken.

Etwa 20 Minuten vor dem Ende drehte die Eintracht das Spiel und ging nach absolut sensationeller zweiter Halbzeit mit 2:1 in Führung. Kamada ließ gleich drei Gegenspieler stehen, fand Silva, der von Akpoguma in letzter Sekunde am Einschuss gehindert wurde, das Leder aber am Boden liegend irgendwie rüber zu Bas Dost gestochert wurde. Der Niederländer musste das Spielgerät nur noch aus wenigen Zentimetern über die Torlinie drücken und knallte es wuchtig in die Maschen. Die Hessen belohnten sich für eine unglaubliche Leistungssteigerung.

 

SV Werder Bremen – DSC Arminia Bielefeld 1:0 (SR: Robert Schröder)

Bremen ging in Front – oder auch nicht!? Sargent wurde kurz vor dem Strafraum vom am Boden liegenden Pieper aufgehalten. Der Abpraller des Zweikampfs flog ans rechte Fünfereck, wo Bittencourt aus kurzer Distanz einnetzte. Allerdings entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits. Nach Absprache mit VAR Markus Schmidt wurde dies bestätigt. Das war hauchdünn. Der Bremer lag wohl mit der Schulter in der verbotenen Zone.

Wie knapp das Ganze war, wurde daran deutlich, dass die Überprüfung beinahe 3 Minuten andauerte. Schiedsrichter Schröder zeigte einem Bremer auch mit den Fingern an, wie eng das war.

Kurz drauf machten Augustinsson doch sein Ding. Augustinsson verlagerte das Geschehen schön von halblinks nach rechts in die Box. Dort machte sich Mbom ganz lang und gab volley perfekt an den Elfmeterpunkt. Hier hatte Bittencourt viel Zeit, konnte den Ball annehmen und unten links ins Eck eischweißen. Stark von allen Beteiligten.

Fünf Minuten vor der Pause die erste Gelbe Karte im Spiel. Marco Friedl spielte den Ball und erwischte dann wohl auch noch Soukou. Der Unparteiische zückt Gelb, was definitiv eine Fehlentscheidung darstellt. Friedl grätschte in Soukou und traf den Bielefelder am Fuß. Freistoß ja, aber Gelb ist sehr fragwürdig.

Um ein Haar der Ausgleich in der Nachspielzeit! Der Bielefelder van der Horn spielte zwar den Ball, allerdings mit offener Sohle voraus. Schiedsrichter Schröder gab den Treffer korrekterweise nicht und entschied auf Freistoß für Bremen. Dennoch Glück für Werder.

 

Borussia Dortmund – SC Freiburg 4:0 (SR: Guido Winkmann)

Der erste gelungene Angriff saß! Marco Reus klaute Höfler den Ball und dann ging es ganz schnell. Reyna steckte durch auf den startenden Håland. Der Norweger schloß von links im Strafraum ab, tunnelte Lienhart und traf ins lange Eck.

Nach der Pause legte der BVB nach. Reyna brachte eine Ecke von rechts weit in den Strafraum. Can löst sich von Schmid und nickte das Ding perfekt rechts oben ein.

Mit seinem dritten Saisontreffer nach drei Spielen traf Dortmunds Erling Håland nach 66. Minuten zur Vorentscheidung.

Reyna auf Håland zum Zweiten! Freiburg ist eigentlich in der gegnerischen Hälfte am Ball. Doch ein Rückpass kam zu ungenau und Reyna spritzte dazwischen. Der 17-Jährige schickte Håland erneut links in den Strafraum und der Neuner schweißte das Ding über Müller hinweg ins kurze Eck. In der Nachspielzeit machte Passlack noch das 4:0 auf gute Vorarbeit von Haaland. Der BVB konterte hier den SC perfekt aus.

 

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