Gräfe: „Will Videobeweis nicht haben“

Gräfe: „Will Videobeweis nicht haben“

21. April 2019 1 Von Redaktionsmitglied

Am heutigen Sonntagmorgen war DFB-Schiedsrichter Manuel Gräfe zu Gast bei Thomas Helmer im Sport 1-Doppelpass. Bereits zu Beginn der Sendung wurde klar, wie beliebt Gräfe ist. Augsburgs Manager Stefan Reuter sagte glücklich ,,Selten steht man so entspannt neben einem Schiedsrichter.“ Das zeigt, welchen Stellenwert Gräfe bei den Vereinen hat.

Gräfe, der gestern die Partie FC Augsburg – VfB Stuttgart (6:0) pfiff, war sehr verwundert, dass vom VfB kaum Gegenwehr kam. Für ihn als Schiedsrichter war es ein sehr ruhiges Spiel und er hatte nicht viel zu tun. Gräfe meint auch, dass beim VfB die Köpfe sehr früh runter hingen, was nicht gerade für viel Selbstbewusstsein spricht.

Thema Videobeweis: Hilft der Videobeweis dem Schiedsrichter weiter? So lautet die Frage die im Raum steht. Gräfe meinte, dass es beim Videobeweis bei räumlichen Dingen wie Abseits, Ball im Aus, Foul außerhalb/innerhalb immer helfen wird aber gerade bei Bewertungen ist es oft Personen abhängig und genau in diesem Bereich gilt es an der Schraube zu drehen.
Vor allem beim Abseits ist der Videobeweis das Herzstück. Da gilt es einfach dem Keller zu vertrauen, denn mit der kalibrierten Linie kann das Thema Abseits zu 100 % aufgelöst werden. Am liebsten will Gräfe den Videobeweis gar nicht haben, denn wenn er ihn benötigt, dann hat er sich wohl klar geirrt. Gräfe schwärmt auch von seinen Assistenten Guido Kleve und Markus Sinn, die diese Saison eien exzellente Leistung abliefern.

Stefan Reuter meint, dass es von Vorteil wäre, wenn nur ältere Kollegen nach ihrer Karriere den Job des VA übernehmen, damit nicht jede Woche jemand anderes im Keller sitzt. Gräfe kontert, dass das unglaublich viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Zum Thema Zeit hat Gräfe auch eine klare Meinung. Oftmals ist dieser eine Kontakt erst in der siebten oder achten Kameraperspektive erkennbar und dann dauert das nun mal auch eine Minute oder länger. Solange am Ende die richtige Entscheidung getroffen wird sollte das verkraftbar sein.

Elfmeter Schalke – Hoffenheim:Manuel Gräfe hat darüber mit Schiedsrichter Christian Dingert gesprochen. Dingert meinte, dass er einen leichten Kontakt sieht und ein Teil Fußballverständnis ist. Genau deshalb, weil eben ein kleiner Kontakt da war, ist das kein Fall für den Videobeweis, da man da sicher mehrere Kameraeinstellungen benötigt.

Elfmeter Gladbach – Leipzig:Hermann geht nicht zum Ball sondern nur zum Gegner. Deshalb reicht ein Kontakt aus und der Elfmeter ist absolut korrekt.

Elfmeter Mainz – Düsseldorf:Schiedsrichter Markus Schmidt hatte das Handspiel nicht gesehen. Deshalb muss der Videobeweis hier eingreifen. Bei Sachen Bewertung muss der VA eingreifen, damit Schmidt als SR sich die Sachen anschauen kann und sich seine eigene Meinung bilden kann. Am Ende war der Elfer absolut richtig.

Für Experte Stefan Effenberg gibt es nur Lob für Gräfe. Auch aufgrund seiner Größe kann er in hitzigen Momenten oft das ganze ruhiger halten als einer der zierlich und klein ist. Da ist der Respekt der Spieler meist größer.

Thema Challenges:Gräfe findet das super. Leider gibt es das FIFA Formular aktuell nicht her. Aber in paar Jahren sollte darüber nachgedacht werden. Da sollte der Fußball Werbung von anderen Sportarten abschauen.

Thema Transparenz:Die Zuschauer sollten klarer darüber informiert werden, damit auch wirklich jeder weiß um was es geht und damit die Zuschauer nicht ratlos da rum sitzen und nicht wissen was Sache ist.

Schiedsrichter mit dem Mikrofon ausstatten:Auch das findet er super. Es geht um Transparenz und das wäre da auch sehr hilfreich. Jedoch wäre der Aufwand dafür sehr schwierig. Es würde sogar genügen, wenn auf der Stadionleinwand erkennbar wird, was genau untersucht wird und die Szene den Zuschauern gezeigt wird.

Elfmeter Schalke – Hoffenheim: Manuel Gräfe hat darüber mit Schiedsrichter Christian Dingert gesprochen. Dingert meinte, dass er einen leichten Kontakt sieht und ein Teil Fußballverständnis ist. Genau deshalb, weil eben ein kleiner Kontakt da war, ist das kein Fall für den Videobeweis, da man da sicher mehrere Kameraeinstellungen benötigt.

Gelb/Rote Karte für Bremen: Wenn du schon Gelb hast darfst du so nicht rein gehen. Mit dem Ellenbogen kannst du viel Schaden anrichten. Wenn du dir Platz verschaffen willst = Gelb, wenn du ausholst = Rot. Korrekte Entscheidung von Tobias Welz. Der Spieler hat sich zudem auch nicht wirklich beschwert.

Elfmeter Gladbach – Leipzig: Herrmann geht nicht zum Ball sondern nur zum Gegner. Deshalb reicht ein Kontakt aus und der Elfmeter ist absolut korrekt.

Elfmeter Mainz – Düsseldorf: Schiedsrichter Markus Schmidt hatte das Handspiel nicht gesehen. Deshalb muss der Videobeweis hier eingreifen. Bei Sachen Bewertung muss der VA eingreifen, damit Schmidt als SR sich die Sachen anschauen kann und sich seine eigene Meinung bilden kann. Am Ende war der Elfer absolut richtig.

Auch sprach er sich gegen eine Abschaffung der strikten Altersgrenze mit 47 aus. Es ist doch egal, ob ich 5,99 Sekunden oder 6,00 laufe. Das wichtigste ist, dass die Leistung auf dem Platz stimme.

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