Handspielanalyse aus Berlin und Schalke – Regelverstoß in Paderborn

Handspielanalyse aus Berlin und Schalke – Regelverstoß in Paderborn

9. November 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Unsere Analyse mit den Highlightszenen aus den Samstagnachmittagsspielen der Bundesliga hat es in sich. Unter anderem mit einem dicken Klops in Paderborn. 

SC Paderborn 0:1 FC Augsburg (SR: Marco Fritz)

Bereits in der 5. Minute gab es Strafstoß in Paderborn: Mamba wollte zum Ball und kam nach Frambergers Rettungsversuch zu Fall. Fritz zeigte auf den Punkt. Standesgemäß wurde der Strafstoß von Video-Schiedsrichter Markus Schmidt geprüft, doch auch er hatte zurecht keine Einwände. Framberger kommt zu spät, die Berührung ist da, der Augsburger wartet zwar auch auf den Kontakt aber die Berührung ist da.

Wenn aus dem Spiel nichts ging, dann halt per Standard! Nachdem Richter von Gjasula gefoult worden war, gab es einen Freistoß aus halbrechter Position, den Max ganz stark in die Maschen hob. Allerdings lag hier ein Regelverstoß vor, denn laut neuer Regel darf ein Angreifer nicht mehr in der Mauer stehen -> 1 Meter Abstand bei mindestens drei Spielern in der Mauer

Hertha BSC 2:4 RB Leipzig (Sören Storks)

Der Regeltext

Videobeweis: Handelfmeter für Leipzig wenige Minuten, nachdem die Hertha in Führung ging. Karim Rekik sprang im Strafraum in die Luft um die Hereingabe irgendwie abfangen zu können. Doch dabei war sein linker Arm zu weit vom Körper abgespreizt und genau da dran flog der Ball. Schiedsrichter Storks zeigte auf den Punkt. Gemäß Regelwerk ist dieser Pfiff mehr als nur vertretbar, er ist schlicht und ergreifend richtig. Die Distanz ist sehr kurz, aber Rekik verbreitet hier eindeutig seine Körperfläche.

Etwa 15 Minuten vor dem Ende floss in diesem Traditionsduell auch noch Blut. Niklas Stark floß das Blut nur so aus der Nase, nachdem er unglücklich von Konrad Laimer im Gesicht getroffen wurde. Eine Hereingabe in den Leipziger Strafraum sorgte wieder für Diskussionen. Berlins Stürmer bekam den Arm von Konrad Leimer ins Gesicht. Reicht das für einen Elfmeter? Schwierig, da wird es wahrscheinlich auf die Wahrnehmung von Schiedsrichter Storks ankommen. Wie hat er es gesehen und bewertet? Im Mittelfeld wird das abgepfiffen, im Strafraum eher nicht. Jedoch erfuhr man kurz darauf noch, dass der Ball scheinbar an dem Arm war. Dazu haben wir noch keine Bilder gesehen, wir versuchen jedoch etwas nach zu reichen.

FC Schalke 3:3 04 Fortuna Düsseldorf (SR: Robert Hartmann)

Nach einem Pass durch Bodzek spielte Hennings vom linken Flügel scharf vor den königsblauen Kasten. Oczipka klärte vor dem langen Pfosten vor dem lauernden Gießelmann. Der fällige Eckstoß führte möglicherweise zu einem Strafstoß! Nach der Ausführung von rechts nickte Adams aus mittigen zwölf Metern gegen McKennies linken Arm, der weit über seiner Schulter ist. Hartmann hatte dies zwar nicht gesehen. In der Folge ging er raus und bemühte den Videobeweis und diesmal gab es nicht den Hauch von Zweifel. Nach einer Düsseldorfer Ecke hatte Weston McKennie seinen linken Arm deutlich über Schulterhöhe und das nach neuer Regel ein Strafstoß. Robert Hartmann erkannte dies erst nicht und zeigte nach Sichtung der Bilder vollkommen zurecht auf den Punkt.

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