Kein Sieger im Derby – Dresden schlägt den FCM im Klassiker – Rot in Verl und Düsseldorf

Kein Sieger im Derby – Dresden schlägt den FCM im Klassiker – Rot in Verl und Düsseldorf

10. Oktober 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Im Südwest-Derby führte lange Zeit der SV Waldhof Mannheim, doch den Roten Teufeln gelang in Schlussphase der verdiente Ausgleich. Dynamo Dresden schlug durch einen Treffer von Yannick Stark die Blau-Weißen im Elb-Clasico und feiert den zweiten Saisonsieg. Hansa gelang in Unterzahl der Sieg gegen Verl, Uerdingens Fridolin sah auch die Rote Karte.

1.FC Kaiserslautern 1:1 SV Waldhof Mannheim (SR: Florian Badstübner)

Im mit Spannung erwarteten Süd West-Derby erwischte der heimische 1.FC Kaiserslautern einen ganz schwachen Start. Joseph Boyamba traf nach erst sieben gespielten Minuten zum 0:1.

Trotz eines sehr nervösen und hektischen Beginns beider Mannschaften konnte Bundesligaaufsteiger Florian Badstübner die Partie mit einer sehr reifen Spielleitung ruhig halten. Er war sehr präsent und musste gerade einmal zwei Fouls in den ersten 15 Minuten ahnden. Nach einer halben Stunde langte in Person von Lauterns Tim Rieder der erste Akteur etwas heftiger zu. Eine Ermahnung war angemessen. Die gelbe Karte holte sich Rieder wenig später dann nach einem taktischen Rempler gegen Martinovic. Eine Ansprache hätte allerdings auch dem durch einige Fouls auffälligen Walfhof-Kapitän Max Christiansen gut getan.

Nach der Pause kam das bis dahin schwache Kaiserslautern mit ganz anderem Biss aus der Kabine und erspielte sich einige Chancen. Doch diese Phase währte nicht lange, Waldhof nahm den Rhythmus durch geschickte Wechsel schnell raus. Doch der Druck auf die Lauterer im Derby vor heimischem Publikum etwas zu holen, wurde größer. Auch an der Seitenlinie wurde es lauter. Nach einem Ausflug zu Assistent Roman Potemkin holte sich Trainer Jeff Saibene die verdiente Gelbe Karte ab. Doch das Anlaufen der Lauterer brachte Erfolg: Marlon Ritter belohnte den 1.FCK nach 77 Minuten für eine engagierte zweite Halbzeit und traf zum 1:1. Kurz darauf hielt Hikmet Ciftci seinen Gegner im Konter fest und erhielt eine Verwarnung. Eine Verwarnung mit leicht dunkler Färbung erhielt Daniel Hanslik. Vor der Mannheimer Bank rauschte er mit Intensität in Gouaida hinein und erhielt von die Gelbe Karte. Eine gut verkaufte Verwarnung und schnelle Präsenz hielten die Situation hier ruhig. Ganz haarig wurde es in der Nachspielzeit, als Costly alleine auf dem Weg zum Tor gelegt wurde, doch Assistent Maximilian Riedel die Fahne oben hatte. Sehr knappe, aber korrekte Entscheidung! Am Ende mussten sich beide Kontrahenten mit einem intensiven Remis zufrieden geben.

Fazit: Schiedsrichter Florian Badstübner hatte alles im Griff, war immer präsent und entschied die wichtigen Situationen korrekt.

SG Dynamo Dresden 1:0 1. FC Magdeburg (SR: Robert Schröder)

Philipp Hossiner wurde tief angespielt und kam im Zweikampf mit Müller vor dem Strafraum zu Fall. Die TV-Bilder können es nicht genau aufkläre, aber ein leichter Kontakt war wohl da, aber das reichte Schiedsrichter Schröder nicht für einen Freistoß, zumal der Dresdner bei dem vermeintlichen Kontakt schon im fallen war. Das regte Hossiner ziemlich auf, der ansonsten frei durch gewesen wäre. Die Schiedsrichter sind angehalten, kritische Situationen die zu Toren führen können, weiterlaufen zu lassen und deshalb war Schröder der Kontakt an Hossiner zu wenig für einen Freistoß aus.

Sportclub Verl 2:3 FC Hansa Rostock (SR: Patrick Hanslbauer)

In der 30. Minute gab es Elfmeter für Rostock. Bahn startete in den Strafraum und wurde von Philipp Sander am Oberkörper gegriffen. Das brachte den Mittelfeldspieler zu Fall. Eine ganz schwierige und harte Entscheidung, aber für uns ein korrekt gegebener Strafstoß. Die Berührung ist im vollen Lauf und da reicht eben der kleine Kontakt durchaus aus. Vergleicht man das jetzt mit mit der Situation in Dresden, würde das wahrscheinlich bei einem Bundesliga-Schiedsrichter nicht für ein Foul reichen, dennoch ein vertretbarer Strafstoß.

Die Gäste ab der 57. Minute in Unterzahl. Damian Roßbach stieg an der Mittelbach überhart in einen Zweikampf, mit beiden Beinen voraus von hinten in die Füße. Harter aber vertretbarer Platzverweis. Das er da den Ball spielen will und die Trefferfläche der Fuß (unterhalb Knöchel) spielt gar keine Rolle mehr. Roßbach hat überhaupt keine Chance auf den Ball und springt voll mit gestreckten Bein in den Mann und nimmt die Verletzung in Kauf.

KFC Uerdingen 1:1 FC Bayern München II (SR: Lukas Benen)

Uerdingen in der Schlussoffensive in Unterzahl. Jamal Musiala enteilte an der rechten Außenbahn und Fridolin Wagner trat dem Münchner in die Hacken. Der Unparteiische zückte glatt Rot – eine Fehlentscheidung. Die Gelbe Karte hätte es da auch getan. Das ist ein Paradebeispiel für Gelb

Türkgücü München 0:0 SV Wehen Wiesbaden (SR: Alexander Sather)

 

TSV 1860 München 4:1 VfB Lübeck (SR: Tobias Reichel)

 

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