Keine Widerrede erwünscht: Schiedsrichter entsorgt

Keine Widerrede erwünscht: Schiedsrichter entsorgt

12. September 2019 5 Von IG Schiedsrichter

Nachdem sich Schiedsrichter Mario Meier (Name von der Redaktion geändert) im Saarland, gegen das Vorgehen des saarländischen Fußballverbands alle Spiele abzusagen, stellte und gegen die generelle Absage seinen Unmut in der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) äußerte, wurden an ihn alle bisherigen Spielaufträge zurückgezogen.

Als der Schiedsrichter dies sah, hatte er seinen Obmann Alfons Fries angerufen und um Auskunft gebeten und nachgefragt, warum er keine Spiele mehr hat. Völlig unverhohlen erwiderte Fries, wegen des Interviews in der SZ.

Hier wird versucht einen Schiedsrichter mundtot zu machen. Wir leben in einem freien Staat und da werde ich meine Meinung äußern dürfen. Ich werde den Kampf gegen uns Schiedsrichter nicht aufgeben. Seit dem Spiel in Merzig-Brotdorf, (wo ein Schiedsrichter bei einem C-Jugendspiel von einem Vater zusammengeschlagen wurde) wurde vom Verband bzw. Verbands Schiedsrichter-Ausschuss nur geredet aber nichts entscheidendes passiert. Das etwas passiert, dafür werde ich kämpfen und es wird sich was ändern“ , gibt sich Meier zuversichtlich.

Das ist der beste Beweis, dass man keine Widerrede will und sich fügen soll. Wenn einer aufmuckt, wird er entsorgt.

Über diesen Streik im Saarland und den Rauswurf des Kollegen berichtet am Samstag, 14. September die „SR-Sportarena“ ab 17:30 Uhr im Fernsehen.

Share This: