Leipzig gewinnt Drama in der Schlussphase

Leipzig gewinnt Drama in der Schlussphase

13. August 2020 0 Von IG Schiedsrichter

RB Leipzig steht nach einer kämpferischen starken Leistung gegen Atletico Madrid verdient im Halbfinale der Champions League. Leipzigs Traum geht weiter.

Nach einem Eckball in der 13. Minute hätten die Colchoneros gerne einen Elfmeter gehabt, weil Gulácsi im Strafraum im Kampf um den Ball minimal berührt und aus dem Tritt gebracht hatte. Die Situation wurde vom Video-Assistent überprüft, der aber zum Ergebnis kam, dass das nicht genug für einen Strafstoß war bzw. hier sehr wahrscheinlich Marciniak Wahrnehmung auf die Situation hatte. Auch wenn es nur ein minimaler unabsichtlicher Treffer war, der Tritt war im Strafraum und somit hätte es hier für mich Strafstoß geben müssen. Auch ein unabsichtliches Foulspiel ist ein Elfmeter. Möglicherweise kamen sie auch zu der Erkenntnis, dass zu viel daraus gemacht wurde. Knifflige Situation. Allerdings hatte der Schiedsrichter eine Linie an den Tag gelegt die sehr großzügig ausgelegt wurde. Da war es ihn sehr wahrscheinlich nicht genug für einen Elfmeter.

In der 25. Minute hätte auch Leipzig gerne einen Elfmeter, weil Madrids Savić die Pille an der Strafraumkante aus kurzer Distanz an den angelegten Arm gehämmert bekam. Hier lieb die Pfeife von Szymon Marciniak völlig zu recht stumm.

Mit der ersten Chance nach der Pause ging RB in Front. Die Bullen setzten sich am gegnerischen Strafraum fest und ließen das Leder im Stile einer Handballmannschaft um die Box zirkulieren. Laimer schickte dann Sabitzer rechts raus, der halbhoch nach innen gab. Dani Olmo lief ein und verwertete die wuchtige Hereingabe per Kopf stark und unhaltbar für Oblak ins lange Eck.

Die erste Gelbe Karte der Partie gab es tatsächlich für eine Schwalbe. Renan Lodi ging im Strafraum an Upamecano und sank dann wie vom Blitz getroffen. Klarer Fall für den erfahrenen Referee aus Polen.

Zwanzig Minuten vor dem Ende gab es Elfmeter für Madrid. João Félix ließ sein riesiges Talent mal aufblitzen zog nach Doppelpass mit Marcos Llorente in den Strafraum und konnte dort von Lukas Klostermann nur mit einer strafbaren Grätsche aufgehalten werden. Klarer Elfmeter und Gelb für Klostermann. João Félix verwandelte zum 1:1-Ausgleich.

Fazit: Szymon Marcinak blieb seiner jederzeit berechenbaren Linie treu und hielt so den Spielfluß aufrecht. Der erste nicht gegebene Strafstoß gegen die Leipziger aufgrund seiner Linie vertretbar weiterlaufen zu lassen. Ansonsten nahm er auch beruhigenden Einfluss auf die Akteure, auch die Gelben Karten

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