Lewandowskis Rekordtreffer – Hartmann verliert die Linie

Lewandowskis Rekordtreffer – Hartmann verliert die Linie

15. Januar 2022 0 Von Simon Schmidt

Beim Auswärtsspiel in Köln konnten die Bayern souverän unter anderem durch drei Treffer von Lewandowski gewinnen. Für den Polen waren es die Bundesligatreffer 298 bis 300. Nur Gerd Müller konnte mehr Tore erzielen. Hertha BSC und Wolfsburg trennten sich Unentschieden, wobei beide Teams mit der Linie des Schiedsrichters haderten. Die Negativserie des VfBs hält auch gegen RB Leipzig stand. Die Stuttgarter verloren mit 0:2 zuhause. Union Berlin konnte im Spiel um die Champions League-Plätze gegen die TSG Hoffenheim knapp gewinnen. Mainz gewann gegen Bochum 1:0.

1. FC Köln – FC Bayern München 0:4

Die Partie wurde geleitet von Tobias Welz aus Wiesbaden. Ihm assistierten Dr. Martin Thomsen und Rafael Foltyn. Vierter Offizieller war Robert Kempter. Als VAR in Köln saß Benjamin Brand. Er wurde unterstützt von Felix-Benjamin Schwermer.

In der 9. Minute traf Lewandowski für die Bayern auf Vorarbeit von Thomas Müller. Doch Assistent Dr. Martin Thomsen hob die Fahne, Welz entschied zunächst auf Abseits. Doch Torschütze Lewandowski stand beim Pass auf ihn nicht näher zur Torlinie als der vorletzte Kölner Spieler, sodass die Entscheidung von VAR Benjamin Brand schnell korrigiert wurde. Der Treffer zählte dank VAR-Intervention.

Nach einer halben Stunde lag der Ball nach einem Schuss von Mark Uth im Tor von Bayern-Keeper Manuel Neuer. Das Schiedsrichtergespann gab den vermeintlichen Anschlusstreffer des FCs. Doch dieses mal lag der andere Assistent Rafael Foltyn falsch. VAR Brand korrigierte die Abseitsentscheidung. Es blieb beim 0:2.

Beim 0:4 durch Lewandowski lag Assistent Foltyn richtig. Lewandowski stand beim Zuspiel von Sane nicht im Abseits. VAR Brand konnte die Entscheidung des Gespanns dieses Mal bestätigen.

VfB Stuttgart – RB Leipzig 0:2

Der neue FIFA-Schiedsrichter Daniel Schlager aus Hügelsheim bekam die erste Chance das neue Abzeichen zu zeigen. Er setzte den verletzten Patrick Ittrich aus Hamburg, der ursprünglich die Partie leiten sollte. Eine Muskelverletzung zwingt Ittrich jedoch zur Pause. Das Gespann wurde nicht komplett umgeteilt. Sascha Thielert und Robert Wessel unterstützten Schlager an den Linien. Dr. Robin Braun wurde als Vierter Offizieller eingeteilt. FIFA-Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover beobachtete das Geschehen vor dem Monitor mit Thorsten Schiffner.

Schiedsrichter Schlager wurde früh gefordert, als der Stuttgarter Verteidiger Mavropanos eine Flanke von Nkunku von der linken Seite in den Strafraum mit dem Arm blockte. Dabei war der Arm weit draußen und ging auch vor der Flanke raus. Am Ende liegt hier deutlich eine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche vor, die Schlager auf dem Platz richtig bewertete und auf Strafstoß entschied. VAR Osmers bestätigte die Entscheidung aus Köln. Andre Silva trat für RB an und verwandelte sicher ins rechte Eck zum 0:1.

Nach einer knappen Stunde kommt es hier zu einer vergleichbaren Szene wie in Wolfsburg, als Tidibi im Leipziger Strafraum von Orban zu Fall gebracht wird. Der Leipziger Verteidiger ging hier ebenfalls sehr plump vor. Es gab am Körper als auch am Fuß einen deutlichen Kontakt. Auch hier ist Strafstoß sicherlich die bessere Entscheidungen. Solche Szenen liegen immer im Ermessensspielraum des Schiedsrichters, sodass der VAR hier laut Protokoll kein On-Field-Review empfehlen soll, wenn Schlager die Szene auf dem Feld wahrgenommen hat.

VfL Wolfsburg – Hertha BSC 0:0 (SR: Robert Hartman)

Bei einem Laufduell zwischen Steffen und Torunarigha kam der Wolfsburger ballführende Spieler im Berliner Strafraum zu Ball. Der Berliner Verteidiger brachte ihn durch einen Kontakt am linken Fuß recht plump zu Fall. Schiedsrichter Hartmann ließ weiterlaufen und auch VAR Schröder meldete sich nicht. Für mich ist das eher ein Beinstellen und damit ein Foul als keines. Für den VAR ist hier sicherlich die Eingriffsschwelle hoch, da Hartmann die Szene wohl wahrgenommen und auf dem Platz bewertet hat. Bei solchen Aktionen besteht immer ein gewisser Ermessensspielraum des Schiedsrichters.

Zwei Minuten vor der Pause stand Hartmann wieder im Fokus, als Hertha BSC nach einem Eckball ins Wolfsburger Tor traf. Stark verlängerte die Ecke per Kopf unhaltbar ins lange Eck. Doch der Bundesliga-Schiedsrichter aus Wangen entschied auf „Stürmerfoul“ und direkten Freistoß für Wolfsburg statt Tor Hertha BSC und Anstoß. Der Grund: ein Schieben vom Berliner Ekkelenkamp gegen Roussillon im Vorfeld. Eine sehr kleinliche Entscheidung, die natürlich voll im Ermessensspielraum des Schiedsrichters liegt. Dennoch wäre hier Weiterspielen sicherlich die bessere Entscheidung gewesen. Insgesamt ist die Linie von Hartmann in der ersten Halbzeit zu kritisieren. Der VAR Günter Perl konnte hier wohl sowieso nicht eingreifen, da der Schiedsrichter vorher abpfiff.

1. FSV Mainz 05 – VfL Bochum 1:0 (SR: Frank Willenborg)

Schiedsrichter Willenborg entschied nach einer halben Stunde auf Foulelfmeter für die Gäste. Der Mainzer Verteidiger Bell lief den Bochumer Angreifer Polter ein eigenen Strafraum um und kam deutlich zu spät. Absolut vertretbare Entscheidung von Willenborg hier auf Elfmeter zu entscheiden. Der Gefoulte trat selbst an und das Schicksal schlug wieder zu. Polters Elfmeter war zu schwach geschossen und Zentner konnte den zu leichten Schuss ins rechte Eck fangen.

1. FC Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (SR: Martin Petersen)

In dieser Partie gab es keine spielentscheidenden strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen.

 


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