Mainzer Schiedsrichter darf nicht mehr Bundesliga pfeifen

Mainzer Schiedsrichter darf nicht mehr Bundesliga pfeifen

10. Juli 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Wie der Deutsche Fußball-Bund bekannt gab, darf Dr. Robert Kampka aus Mainz ab der kommenden Bundesliga-Saison keine Spiele der 1. Bundesliga mehr pfeifen. 

Der 38-jährige Mainzer, der in der gerade abgelaufenen Bundesliga-Saison sechs Partien pfiff, gehört 2020/21 dem Schiedsrichter-Aufgebot der 2. Bundesliga an. „Auch wenn Dr. Robert Kampka nicht mehr zum Aufgebot der Bundesliga-Schiedsrichter/innen gehört, bleibt er dem Elitebereich als Schiedsrichter der 2. Bundesliga erhalten”, so der Sportliche Leiter Elite-Schiedsrichter des DFB, Lutz Michael Fröhlich. Eine konkrete Begründung für Kampkas Degradierung nannte der DFB nicht und auch wir haben noch keine gehört. Die Kommission legt es sich halt so zurecht, wie sie es brauchen. Es sind zumindest keine Argumente, die für Andere nicht auch gelten würden.

Von einer Degradierung und einem Abstieg eines Bundesliga-Schiedsrichters machte der DFB bisher erst einmal Gebrauch. Nämlich nach der Saison 2016/17 als Markus Wingenbach, der von der Schiedsrichterliste gestrichen wurde und später seine Karriere beendete. Dr. Robert Kampka leitete in der vergangenen 6 Spiele im Oberhaus und konnte dort einen kicker-Notendurchschnitt von 3,41 erzielen.

Für Kampka rückt der 29-jährige Florian Badstübner aus Windsbach als Schiedsrichter in die 1. Liga auf, wobei er wäre so oder so aufgestiegen, spätestens im nächsten Jahr, wenn mit Manuel Gräfe (Berlin), Markus Schmidt (Stuttgart) und Guido Winkmann (Kerken) drei große erfahrene Schiedsrichter wegen Erreichen der Altersgrenze von 47 Jahren aufhören müssen. In ein paar Jahren wird „Badi“ sicher auch mal FIFA-Schiedsrichter.

Der in Görlitz geborene Sachse ist Bundeswehr-Truppenarzt und lebt seit 2002 in Mainz. „Mainz ist für mich letztlich zu einem Stück Heimat geworden“, sagt Kampka in einem älteren Interview. Im Alter von 14 Jahren kam bei Kampka Interesse auf, Fußballspiele zu leiten. Mit 17 Jahre durfte Kampka dann in der Bezirksliga pfeifen. Durch kontinuierlich gute Leistungen stieg der Mainzer schließlich immer weiter auf, ehe er 2016 Spiele der 1. Fußball-Bundesliga leiten durfte.

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