Mark Clattenburgs 5-Punkte-Plan zur Verbesserung des VAR

Mark Clattenburgs 5-Punkte-Plan zur Verbesserung des VAR

1. Januar 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Ex-FIFA-Schiedsrichter Mark Clattenburg schlägt Änderungen beim Videobeweis vor.

Offenbar sehen einige Akteure dringenden Handlungsbedarf. So hat jüngst der frühere FIFA-Schiedsrichter Mark Clattenburg in der britischen Zeitung „Daily Mail“ weitergehende Anpassungen skizziert. Clattenburg schlägt in seiner Kolumne konkret fünf Änderungen vor. Er plädiert aber auch dafür, den Videobeweis beizubehalten. Er betrachtet ihn als Entwicklungsprojekt.

Hier sind die fünf Vorschläge des früheren Spitzenschiedsrichters: 

  • Die Abseitsentscheidung soll von Var-Entscheidungen ausgeschlossen und wieder wie früher nur von den Schiedsrichtern auf dem Feld beurteilt werden. Clattenburg argumentiert, dass Zentimeterentscheidungen aufgrund der (unzuverlässigen) kallibierten Linie gegen die Natur des Sports seien. Zudem sei die Warterei damit beendet und Spieler müssten sofort, ob das Tor zählt oder nicht.
  • Die Regel, nur bei einer klaren und eindeutigen Fehlentscheidung einzugreifen, muss dringend verbessert werden (Tore, Strafstöße und Platzverweise werden grundsätzlich immer überprüft). Es ist weiterhin unklar, wann eine solche Situation vorliegt. Ist ein leichter, aber übersehender Rempler bei der Entstehung eines Tores nun eine klare Fehlentscheidung oder liegt liegt sie allein im Ermessenspielraums des Schiedrichters auf dem Platz?
  • Jedes Team soll zwei Challenges pro Spiel erhalten. Wenn aus Sicht einer Mannschaft eine strittige Entscheidung vorliegt, sollte man die Überprüfung durch den Var fordern können, falls das nicht automatisch geschieht.
  • Die Schiedsrichter sollen die Monitore am Spielfeldrand häufiger nutzen – und das auch aus eigener Initiative, wenn sie bei einer Entscheidung unsicher sind. In der Bundesliga nutzen die Schiris den Monitor schon viel öfter.
  • Das Gespräch zwischen Schiedsrichter und Var soll über Mikrofone ins Stadion übertragen werden, wenn beispielsweise am Monitor eine Szene beurteilt wird. So erhöht sich die Transparenz für die Entscheidungen.

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