Medikamente für kranke Menschen

Medikamente für kranke Menschen

10. Juli 2020 0 Von IG Schiedsrichter

„Jeden Tag kann jemand vor dir stehen, der Corona hat“, weiß Dr. Riem Hussein aus Bad Harzburg. Keine Plattitüde. Denn die FIFA-Schiedsrichterin hat jeden Tag mit kranken zu tun.

In Pandemie-Zeiten ist das schwierig – für Hussein aber kein Grund, ihren Beruf in der Apotheke im Kurzentrum  Bad Harzburg zu verteufeln. Die beteibt sie gemeinsam mit ihren Geschwistern Dr. Fadwa Natour und Dr. Fadi Hussein. „Ich arbeite Vollzeit, kriege alles hautnah mit.“ Das ist auch nötig, denn seit dem Ausbruch von Corona ist mehr u tun. „Ich bin direkt am Kunden, im vollem Einsatz. Natürlich ist das auch ein Risiko. Ich habe zum Glück so viel zu tun, dass ich nicht darüber nachdenken kann.„. Außerdem: „Der Job muss ja auch gemacht werden – gerade in diesen Zeiten.

Riem Hussein sagt aber auch: „Ich erlebe meinen Alltag jetzt mit Einschränkungen – Abstand, Maskenpflicht. Manche trauen sich auch nicht mehr her, weil sie Angst haben, sich anzustecken. Das ist schon ein komisches Gefühl.“

Um sich selbst macht sie sich aber keine Sorgen: „Ich habe keine Angst, mich anzustecken. Ich bin fit, in relativ jungem Alter. Eine Ansteckung mit Corona würde ich wahrscheinlich besser verkraften können als ältere Menschen. Aber ich möchte das Virus natürlich auch nicht verbreiten und damit andere Mitmenschen gefährden.

Auch die Kunden hätten sich angepasst, hat die Apothekerin festgestellt: „Früher haben viele Leute beim Husten und Niesen keine Rücksicht auf ihre Mitmenschen genommen und keine Schutzmaßnahmen ergriffen. Jetzt machen sich die Leute mehr Gedanken, nehmen bewusster bestimmte Prozesse wahr.

Und der Sport? „Der DFB hat uns in der Trainingsplanung sehr gut unterstützt. Ich fühle mich sehr fit und war jederzeit bereit, wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.“ Ende Mai war es für die Unparteiische schließlich so weit und Riem Hussein  leitete nach langer Pause wieder mal ein Spiel in der Frauen-Bundesliga.

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