Mit Video | Wollte Neymar da Rot provozieren?

Mit Video | Wollte Neymar da Rot provozieren?

2. Juli 2018 0 Von Reiner Kuhn

Brasilien steht mit einem 2:0-Sieg gegen Mexiko im Viertelfinale der Fußball-WM. Neymar war quasi an allen Situationen beteiligt….

Leiter der Partie: Schiedsrichter Gianluca Rocchi. Er zückte auch das ein oder andere Mal Gelb an diesem Nachmittag.

Die erste Verwarnung sah der Mexikaner Edson Alvarez, als der Rechtsverteidiger Neymar beim Kampf um einen aufspringenden Ball unsanft abräumte. Ein ähnliches Foul fabrizierte der Brasilianer Felipe Luis nur wenige Minuten später. Vela konnte ein flaches Anspiel knapp vor Luís erreichen. Der Atlético-Akteur traf daraufhin nur noch die Knochen des Mexikaners, so dass auch er eine Verwarnung kassiert. Gut von Rocchi, auch für dieses Vergehen die gelbe Karte gezeigt zu haben. Stichwort Kartenausgleich.

Will Neymar da Rot provozieren?

Carlos Salcedo stieg Neymar weit in der gegnerischen Hälfte von hinten auf das Sprunggelenk und wurde durch den umsichtigen Referee Rocchi mit einer Gelben Karte bestraft. Ganz ohne Absicht war das meiner Meinung nach nicht. Da macht Neymar etwas zuviel daraus, aber sowas tut schon weh, wenn du nicht damit rechnest. Die Aktion vom Frankfurter ist schon sehr nah an Rot dran. Da muss man fast schon Glück sprechen. Da Gelb keine klare Fehlentscheidung ist, hat der Video-Assistent auch keinen Grund, einen Review vorzuschlagen. Kurz schief anschauen und klar machen, dass seine Einlage nichts bringt und eher zur Folge hat, dass es nur Gelb für ihn anstatt Rot für den Gegner bringt. Dann hört das ganz schnell auf, zumindest in dem Spiel. Mit sowas habe ich in solchen Situationen in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, zumindest dann, wenn es am Anfang oder in der Mitte des Spiels war. Umso mehr geschauspielert wurde, umso eher habe ich die Karten stecken lassen und das den Schauspielern auch klar gemacht. Die hören dann relativ schnell damit auf und verhalten sich anständig.

 

Fazit: Was mir bei Gianluca Rocchi auch schon beim Spanien-Portugal-Spiel aufgefallen ist: Sein Positionsspiel ist einzigartig. Er kommt sehr weit und tief in die Ecken. Es ist nur dann ein bisschen suboptimal, wenn die Mannschaften den schnellen Gegenangriff umschalten. Vielleicht macht das mehr Sinn bei Spielen mit Torrichtern in der Champions League. Es ist dennoch nicht verboten, so zu laufen, um den richtigen Bickwinkel zu haben. Man muss auf der Seite sein, um zwischen den Spielern zu stehen und nicht hinter den Spielern sein, um die Fouls zu erkennen.

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