Platzverweis für den einzig verwarnten Mainzer das Highlight

Platzverweis für den einzig verwarnten Mainzer das Highlight

19. Oktober 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Der FC Bayern und RB Leipzig lassen Punkte liegen. Die Augsburger Schwaben holten nach frühen Rückstand 2:1-Bayernführung spät noch ein 2:2 +++ Leipzig holte in einem intensiven aber spielerisch wenig überzeugenden Gipfeltreffen nur einen Punkt gegen Wolfsburg und Düsseldorf hat im Kellerduell gegen Mainz 1:0 gewonnen und diese hinter sich gelassen. Unsere Analyse aus den gesehenen  wenigen Situationen der Bundesliga-Konferenz mit Felix Zwayer – dem besten Mann!

Fortuna Düsseldorf 1:0 1. FSV Mainz 05 (SR: Felix Zwayer)

Am linken Flügel ließ er mit einem Move Boëtius und Stefan Juste stehen und zog nach innen. Sein Schlenzer aus 20 Meter wurde abgefälscht und landete auf dem Tordach. Bevor die Ecke ausgeführt wurde noch kurz Video-Assistent Bastian Dankert herangezogen. Ein vermeintliches Handspiel wurde geprüft. War schon okay, nicht auf Handelfmeter zu entscheiden. Der Oberarm war da angelegt, der Unterarm ging raus. Das ist eine Grenzsituation und da kommt es auf die Wahrnehmung des Schiedsrichters an.

Kurz vor der Pause sah der mit einer einzigen Ver bereits verwarnte Edimilson Fernandes nach wiederholtem Foulspiel die Gelb/Rote Karte. Fernandes hatte den Fuß viel zu weit oben und erwischte Zimmermann mit der offenen Sohle. Völlig zurecht flog er vom Platz, auch das er da nur Gelb sah, passte aus meiner Sicht. Er kommt da viel zu spät. In diesem Mittelfeldbereich ein völlig unnötiges und hartes Einsteigen.

Es war ein wie erwartet hart umkämpftes Kellerduell was hier Felix Zwayer zu leiten hatte. Für das machte er es im Wesentlichen ganz gut und hatte alles im Griff. Der beste Schiedsrichter an diesem Nachmittag. Nur bei einer Eckballentscheidung lag das Gespann wohl daneben. Shit happens – kann passieren!

FC Augsburg 2:2 FC Bayern München (SR: Daniel Siebert)

Eine ganz enge Kiste in der 20. Minute: Niederlechner lief alleine auf Manuel Neuer zu. Dabei verfolgte ihn Hernández, im Strafraum kam der Augsburger zu Fall. Der Kontakt war da, für einen Strafstoß reichte das aber beileibe nicht. Da wäre ein zeitiger Abschluss die bessere Wahl gewesen.

Beide Mannschaften pressten offensiv; dadurch kam das ein oder andere Tackling zu spät. doch der Berliner Referee Daniel Siebert hatte alles im Griff. Auch der Rempler von Joshua Kimmich gegen Vargas als taktisches Foulspiel und somit mit Gelb zu bestrafen war in Ordnung.

RB Leipzig 1:1 VfL Wolfsburg (SR: Deniz Aytekin)

Das Topspiel begann gleich mit einer rüden Grätsche. Knapp hinter der Mittellinie sprintete Timo Werner los und konnte von Guilavogui nur per Grätsche gestoppt werden. Der Kapitän der Wölfe erwischete den Nationalspieler von der Seite und räumte ihn damit ordentlich ab. Deniz Aytekin ging angesichts der Brisanz da auch gar kein Risiko und verwarnte den „Leitwolf“ früh im Spiel. Guter Einstieg in die Personalstrafen, damit wussten alle, wie hier der Hase läuft. Die Wolfsburger kassierten in Hälfte eins noch zweimal Gelb. Aytekin musste aufpassen, dass er da nicht zu ungleich agierte. Das Spiel war nicht so gut wie erwartet. Viele Aktionen im Mittelfeld, kaum guter Kombinationen, viele Zweikämpfe aber kaum spielerische Glanzpunkte. Das Tor von Timo Werner nach einem langen Ball einfach. Dementsprechend hatte Deniz Aytekin mit seinem Gespann wenig Mühe und ohne jegliche Probleme, die Gelben Karten waren alle gerechtfertigt, keine strittigen Situationen. Ein einfach zu leitendes Spiel in Leipzig.

Share This: