Ratgeber für die Wirtschaft

Ratgeber für die Wirtschaft

9. Juli 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Eigentlich hat er in der Verwaltung eine 65-Prozent-Stelle, auch um genügend Zeit für die Schiedsrichterei und Training zu haben. Diese war in Corona-Zeiten aber zur „150-Prozent-Stelle“ mutiert. Teilweise arbeitete Dingert sieben Tage pro Woche. Von beschaulichen Landleben war plötzlich keine Rede mehr.

Als das Kontaktverbot die Wirtschaft lähmte, mutierte Dingert zur Auskunft und zum Kummrkasten in einer Person. Die Sorgen, Nöte und Fragezeichen der Unternehmer un Selbständigen waren schließlich riesig. „Das Telefon hat ununterbrochen geklingelt und das E-Mail-Postfach ist übergelaufen„, berichtet er. Das änderte sich erst langsam in den Wochen als Deutschland wieder hochfuhr. „Als Lockerungen beschlossen wurden, kamen die Fragen, wen diese wann betreffen. Irgendwelche Anfragen tauchten immer auf.“

„Ich bin gern für die Leute da und versuche zu helfen, wo ich kann.“

Dingert gab Auskunft, war Ratgeber und Seelsorger. Tränen und Emotionen am Telefon musste er mit großer Empathie begegnen. „Ich bin gern für die Leute da und versuche zu helfen, wo ich kann.“ Viele Menschen, deren Existenz bedroht sei, kenne er perönlich. Und Emotionen zu begegnen, das kenne er ja vom Fußballplatz.

Auch wenn es wie in jeder Krise Profiteure gibt – eine Firma für Lebensverpackungen lief plötzlich auf Hochtouren -, war, war die Stimmung meist gedrückt. Was Dingert dennoch freut: Der Umgang der Menschen blieb verständnis-, und rücksichtsvoll, hilfsbereit. Der Krisenstab des Ordnungsamtes, dem Dingert auch angehörte, musste bei der Überprüfung der Einhaltung der Regeln nur selten eingreifen.

Obwohl er persönlich nicht unter Langeweile litt, vermisste Christian Dingert den Fußball. „Ich hielt mich mit Waldläufen und zu Hause fit und war froh, als zumindest der Sportplatz bei uns im Ort wieder geöffnet wurde.“

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