RB vermöbelt den VfB

RB vermöbelt den VfB

20. August 2021 4 Von Simon Schmidt

Im zweiten Freitagsspiel der neuen Bundesligasaison hat RB Leipzig nach der Auftaktniederlage gegen Mainz den VfB Stuttgart zuhause mit 4:0 geschlagen. Die Tore für RB erzielten Szoboszlai (38. und 52.), Forsberg (46.) und Silva per Strafstoß (65.). Schiedsrichter Badstübner lieferte insgesamt einen runden Auftritt ab, auch wenn der Handelfmeter diskutabel war.

Die Partie leitete Florian Badstübner aus Windsbach. In seinem 11. Bundesligaspiel assistierten ihm Markus Schüller und Philipp Hüwe. Als Vierter Offizieller wurde Christof Wünsch eingeteilt. Guido Winkmann beobachtete als Videoassistent das Geschehen in der Red Bull Arena. Er wurde in Kölner VAC von Markus Häcker unterstützt.

Die Partie startete sehr ausgeglichen. Schiedsrichter Badstübner hatte in der Anfangsphase mit dem Spiel keine Probleme, in der 13. Minute sorgte sein Headset aber für eine kurze Unterbrechung. Der Stecker vom Headset hatte sich aus dem Sender gelöst. Assistent Philipp Hüwe half aus und konnte die Sache schnell wieder in Ordnung bringen. Die erste richtig gute Chance hatte RB in der 16. Minute durch Nkunku, der aus 7 Meter gut auf das Stuttgarter Tor schoss. Stuttgarts Torwart Müller konnte klasse parieren lenkte den Ball aber direkt auf den Kopf von Forsberg, der aber nicht wirklich gezielt köpfen kann. Der Ball sprang von seinem Kopf ins Toraus. In der 29. Minute forderte RB Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Mavropanos und einem eigenen Stürmer im Stuttgarter Strafraum. Mavropanos ging der der Grätsche ein großes Risiko, traf aber zuerst deutlich den Ball bevor er mit dem RB Stürmer kollidierte. Badstübner ließ weiterlaufen und lag damit vollkommend richtig. VAR Winkmann bestätigte die Entscheidung kurz darauf. Nach einer VfB-Chance in der 33. Minute treffen 5 Minuten später die Leipziger zum 1:0. Dominik Szoboszlai sorgte mit einem tollen Schuss aus 20 Metern ins lange Eck für die insgesamt doch verdiente Führung für RB vor der Pause.

Nach der Halbzeit legten die Leipziger direkt einen richtigen Blitzstart hin. Mit dem Anstoß kombinierten sie sich innerhalb von 16 Sekunden durch bis Forsberg aus wenigen Metern das 2:0 machte. Damit stand der VfB erstmal mit dem Rücken zur Wand. Das zeigte sich wenige Minuten spätestens mit dem 3:0 für RB. Wieder ist es Dominik Szoboszlai, der einen Freistoß aus guten 35 Metern direkt aufs Tor bringt. Mehrere Spieler kamen mit dem Kopf nicht mehr an den Ball und so schlug die wohl gedachte Flanke ohne weitere Berührung im rechten Eck ein. VfB-Keeper Müller konnte nur noch zuschauen. Nachdem sich die Partie zunächst etwas beruhigte, zeigte Florian Badstübner in der 63. Minute auf den Punkt. Der Grund war ein Handspiel von Marc Oliver Kempf. Der streckte den Arm zunächst weit zur Seite aus, um einen Gegenspieler auf Distanz zu halten und zog ihn dann als der Ball kam zum Körper. Ob hier wirklich die Absicht bestand den Ball zu spielen, bleibt ein Rätsel. In jedem Fall wurde die Körperfläche unnatürlich vergrößert, das später Heranziehen an den Körper kann man als Bewegung zum Ball auslegen. Diskutabel ist hier sicherlich, dass der Ball wohl noch leicht vom Körper an den Arm sprang. Die spricht wieder gegen ein strafbares Handspiel.

VAR Guido Winkmann überprüfte die Szene und griff am Ende nicht ein. Der DFB kommunizierte die Begründung „unnatürlich Vergrößerung der Körperfläche“. Es ist eine diskutable Szene, weil es sowohl Argumente für ein strafbares Handspiel als auch dagegen gibt. Am Ende bleibt es eine noch vertretbare Entscheidung im Ermessensspielraum des Schiedsrichters, bei der der VAR nicht eingreifen soll. Silva trat zum Strafstoß an und verwandelte souverän zum 4:0. Kempf sah für das Handspiel noch die gelbe Karte, die ist bei einem Pfiff folgerichtig, da ein Torschuss dadurch aufgehalten wurde. 4 Minuten später sah Philipp Förster die nächste Verwarnung für ein rücksichtsloses Foulspiel an Simakan. Wiederrum 3 Minuten später zeigte Schiedsrichter Badstübner Mavropanos die gelbe Karte ebenfalls für ein rücksichtsloses Foulspiel. Dieses Mal traf es Emil Forsberg. Alle drei Verwarnungen waren korrekt. Danach passierte nicht mehr viel, Badstübner pfiff nach 90 Minuten pünktlich ab.

Fazit: In einem zunächst ruhigen-, später durchaus intensiveren Bundesligaspiel lieferte Florian Badstübner einmal mehr einen souveränen Auftritt ab. Die Zweikampfbewertung passte über die gesamte Partie hinweg, die Akzeptanz für seine Entscheidungen hatte er stets bei allen Beteiligten. Der Strafstoß ist zwar diskutabel, am Ende jedoch noch vertretbar durch die Vergrößerung der Körperfläche.

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