Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

18. April 2018 0 Von Reiner Kuhn

Und auch im Nacholspiel Jena vs. Magdeburg standen der Schiedsrichter im Mittelpunkt. Er muss 22 Spieler im Auge behalten und hat keine Zeitlupe für strittige Szenen. Wir nehmen die drei Elfmeter noch einmal unter die Lupe. 🔍

Nach einer Viertelstunde stand Winter-Neuzugang Costly im Mittelpunkt. Nachdem er in den Strafraum eingedrungen war, traf ihn Kühne leicht am Rücken. Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte auf den Punkt. Türpitz traf an, scheiterte mit seinem unplatzierten Versuch aber zunächst an Coppens. Der Nachschuss des 26-Jährigen fand aber aus kurzer Distanz sein Ziel (im Video ab 0:40).

IG-Schiedsrichter: Strafstoß korrekt. Hier ist eindeutig ein Schubser zu erkennen, der zwar nicht übermäßig hart, aber aufgrund des Tempos ausreichend für den Fall ist. Über eine Verwarnung hätte man hier aufgrund der recht guten Torchance ebenfalls nachdenken können.

In der 24. Minute zeigte Schiedsrichter Reichel erneut auf den Punkt. Wieder war es Costly, der diesmal nach einem wuchtigen Schuss von Hammann, den FCC-Schlussmann Coppens parierte, von Cros gehalten wurde. Erneut übernahm Türpitz die Verantwortung und traf diesmal im ersten Anlauf sicher zum 2:0 (im Video ab 1:40).

IG-Schiedsrichter: Strafstoß korrekt. Hier wird der Magdeburger kurz gehalten und kommt unmittelbar danach zu Fall. Ob der Spieler hätte fallen müssen, kann nicht geklärt werden, jedoch ist das Halten hier hauptsächlich.

In der 60. Minute zeigte Tobias Reichel zum dritten Mal nach einem Foul an Costly auf den Elfmeterpunkt. Diesmal hatte der eingewechselte Pannewitz den FCM-Offensivmann umgestoßen. Wieder trat Türpitz an und traf erneut per Direktschuss ins linke Eck (im Video ab 4:15).

IG-Schiedsrichter: Korrekte Entscheidung. Auch hier hat Reichel wieder ein gutes Auge gehabt: Der Jenaer kommt hier klar zu spät, will eigentlich den Ball spielen und rempelt stattdessen den mittlerweile vorbeilaufenden Gegenspieler. Auch hier hätte man über eine Verwarnung nachdenken können, allerdings ist der Strafstoß an sich auch schon ausreichend.

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