Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

5. August 2018 0 Von Redaktionsmitglied

Schiedsrichter haben es nicht leicht. sie müssen 22 Spieler im Auge behalten und haben keine Zeitlupe. Wir nehmen zwei Szenen des 2. Spieltages der 3. Liga und eines aus der Regionalliga Nordost noch einmal unter die Lupe. 🔍

Nach einem Handspiel von Torben Rehfeldt im Strafraum reklamierten die Hachinger auf Handspiel und wollten einen Elfmeter haben. Schiedsrichter Thorben Siewer gab ihn nicht.

IG-Schiedsrichter: Wenn man hier das Handspiel ahndet, ist die Verwarnung zwingend, da hier ein Torschuss vorliegt. Ich denke, dass man das pfeifen kann, da die Position des Arms mehr als unnatürlich ist. Zwar dreht sich der Spieler weg, aber er zieht den Arm nicht an seinen Körper. Im letzten Moment bewegt er die Hand auch noch zum Ball, sodass man summa sumarum durchaus von einer Strafbarkeit sprechen kann (Im Video ab 2:15 Minute).
Nach einem gestreckten Bein von Rankovic ließ Schiedsrichter Dr. Robert Kampka weiterlaufen. (im Video ab 1:08 Std.)
IG-Schiedsrichter: Hier wird eindeutig der Ball gespielt. Ein hartes, aber faires Einsteigen. Gut gesehen vom Schiedsrichter.  In der Zeitlupe sieht man, wie er den Ball wegspitzelte. Es wird nur der Ball gespielt. Man pfeift das in der echten Geschwindigkeit vielleicht, weil man nicht erkennt, dass der Ball gespielt wird. Aber regeltechnisch wäre ein Freistoß hier falsch.
Beim 0:0 von Drittligaabsteiger Rot-Weiß Erfurt gegen den VfB Auerbach erkannte Schiedsrichter Rasmus Jessen ein Offensivspieler und pfiff ein Tor der Erfurter ab (im Video ab 0:18).
IG-Schiedsrichter: Der Arm des Spielers ist zwar draußen, aber hier ist beim besten Willen kein wirklicher Stoß oder ein Schieben erkennbar. Der Verteidiger lässt sich im Rahmen des Körperkontakts möglicherweise fallen. Möglich wäre aber auch, dass er aufgrund der Bewegung zum Ball und des Zweikampfes mit dem Angreifer unabsichtlich fällt. Allerdings ist hier kein strafbares Verhalten des Angreifers erkennbar, weshalb die Aberkennung des Treffers hier eine falsche Entscheidung darstellt.

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