Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen | 19. Spieltag – 3. Liga

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen | 19. Spieltag – 3. Liga

17. Dezember 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Mit den Roten Karten für Klaus Gjsalula, Maximilian Beister und Wagner +++ dem Tor für Münster +++ dem verweigerten Strafstoß für Magdeburg und  den Handspielen vor den beiden Toren für Lautern. Am 

SC Preußen Münster 2:0 1. FC Magdeburg (SR: Robert Kampka)

Rote Karte für Jürgen Gjsasula: Ein Katastrophen-Fehlpass weit an Gjsalua vorbei fand den Weg fand den Weg geradewegs in die Beine von Dadashov. Der hatte 20 Meter vor dem Tor nur noch Morten Behrens vor sich doch Gjsasula haute ihn einfach um. Als letzter Mann sah er konsequenterweise die Rote Karte wegen Notbremse. Zwar traf er mit der Fußspitze noch den Ball, aber mit der Wucht, gestreckten Bein und offener Sohle ist das ein Foul und damit auch Rot. Wenn jemand so von der Seite mit beiden Beinen grätscht, ist das kein Ballspielen sondern ein Balltreffen. Die Torchance wurde ja trotzdem vereitelt. Eine aus meiner Sicht völlig richtige Entscheidung!

Toooor für Münster: Dadashov startete im Rücken der Innenverteidigung gut durch und bekam von Brandenburger den Steilpass in den Fuß. Aus halbrechter Position legte er den Ball 12 Meter vor dem Tor eiskalt ins linke Eck. Beim Abspiel hatte Ernst auf der anderen Seite des Spielfelds das Abseits aufhoben, weshalb es auch hier die richtige Entscheidung ist.

Beim Einsatz von Wagner gegen einen Magdeburger entschied Dr. Robert Kampka nicht auf Strafstoß. Und das ist zumindest strittig. Es ist schwer zu sehen, aber tendenziell ein Foul für mich und ein Strafstoß, da sich bei der Grätsche wo man denken könnte, er spielt den Ball, dieser aber sich nicht bewegt. Aber es ist sicher keine Fehlentscheidung, ein Elfmeter den man geben könnte aber nicht müsste. In der einen anderen Zeitlupe aus Sicht des Schiedsrichters sieht es nach Ball gespielt aus von der Hintertorkamera schon wieder nach Strafstoß, da sich nicht erkennen ließ, ob sich der Ball durch die Grätsche nun bewegt. Allerdings durchaus glücklich für Münster weil Kampka hier nicht auf Strafstoß entscheidet.

Wagner bekam die zweite Gelbe Karte, weil er, nachdem er seinem Gegenspieler einfach nicht hinterher kam, ununterbrochen am Trikot festhielt. Hätte er ihn nur kurz gehalten, hätte es Kampka nicht gemacht, so ist es absolut nachvollziehbar (TV-Bilder).

FC Bayern München II 1:3 1. FC Kaiserslautern (SR: Katrin Rafalski)

1:2 für Kaiserslautern: Der Ball landete etwas zufällig beim eingewechselten Skarlatidis, der mit Ball am Fuß in Richtung FCB-Abwehrkette lief und dann für Kühlwetter durchsteckte. Der Offensivmann der Gäste war halblinks auf und davon und überwand Früchtl im Bayern-Tor mit einem Linksschuss souverän. Die Gastgeber protestierten im Anschluss bei Schiedsrichterin Rafalski, weil sie vor dem Treffer ein strafwürdiges Handspiel von Röser gesehen haben wollten. Das Tor zählt aber, wohl zurecht. Wenn ein Handspiel UNMIITELBAR vor der Torerzielung, sollte man das abpfeifen, sonst ist es richtig. Unmittelbar heißt hier, wenn es DIREKT danach zum Torschuss kommt. Hier wurde der Ball nochmal gepasst und somit kann man hier nicht von unmittelbar sprechen. Gleiche Situation war vor dem 3:1 für Kaiserslautern: Der Ball sprang bei der Ballannahme der Torvorlagengeber an die Hand. Aber auch hier wurde der Ball er geflankt bevor er zum Torerfolg verwandelt wurde. Daher auch kein kein ahnungswürdiges strafbares Handspiel (TV-Bilder).

FC Ingolstadt 2:2 TSV 1860 München (SR: Tobias Reichel)

Nach einem langen Ball auf Kutschke konte dieser frei in den Sechzehner laufen un legte rüber zu Eckert. Der versuchte es mit dem Lupfer über Hiller und tatsächlich sprang der Ball von der Unterkante der Latte auf die Linie. Beister rutschte völlig übermotiviert mit hohem Tempo, gestreckten Bein in den Abpraller herein und traf Berzel mit offener Sohle. Das er da den Ball spielen wollte kann man ihm zu Gute halten, aber den trifft er nicht und deswegen musste er vom Platz. Ein völlig berechtigter Platzverweis! (TV-Bilder)

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