Schiedsrichter setzen Linie um

Schiedsrichter setzen Linie um

2. Februar 2020 7 Von IG Schiedsrichter

Auch an diesem Spieltag war zu beobachten, dass die Schiedsrichter die auferlegte Anweisung vom DFB immer mehr konsequenter umsetzen. 29 Gelbe Karte (davon 2x Gelb/Rot und eine für den Trainer) allein am Samstag, eine ungewöhnlich hohe Zahl.

Es braucht sich auch keiner zu beschweren, denn die Linie ist klar kommuniziert worden. Wer den Ball nach Pfiff wegwirft um eine Spielfortsetzung zu verhindern, kriegt eben wegen unsportlichen Zeitspiels Gelb, wer besonders gestenreich Entscheidungen durch Armbewegungen, abwinken, abplaudieren oder ähnlichem kommentiert, kriegt eben Gelb. Wer die Coachingszone mehrere Meter verlässt, kriegt Gelb. Absolut richtiges Vorgehen der Schiedsrichter!

Neue Schiri-Anweisung: Dafür soll es ab der Rückrunde Gelb geben!

Es muss keiner überrascht sein

Es gab vorher eine klare Ansage vom DFB Unsportlichkeiten und Abwinken rigoros mit Gelb zu bestrafen. Dies wurde für alle klar kommuniziert. Der DFB ist da auch in der Verantwortung für die Sicherheit der Amateur-Schiedsrichter, denn Profis haben eine Vorbildwirkung gegenüber den Amateuren und was die machen, sehen wir nächsten Sonntag in der Kreisliga. Es braucht sich da auch keiner zu beschweren, das was beispielsweise Plea da gemacht hat, ist schlicht respektloses unsportliches Verhalten.

Fingerspitzengefühl gibt es nicht

Und die Kommentare von Lothar Matthäus oder Kai Dittmann in der Diskussion sind absolut unpassend! Abfällige, unsportliche Handbewegungen gegen den Schiedsrichter ist mit Gelb zu bestrafen. Das stand schon immer so im Regelwerk nur es wurde noch nie so richtig umgesetzt. Das hat auch nichts mit dem immer so viel zitierten Fingerspitzengefühl zu tun, denn das gibt es im Regelwerk nicht. Dahinter versteckt man sich wenn man eingesteht etwas falsch gemacht zu haben und das verharmlosen möchte. Wenn es die Spieler dem Schiedsrichter nicht so offensichtlich anbieten würden, müssten die Spielleiter darauf gar nicht reagieren. Vielleicht sollten einige TV- Nörgler und facebook-Dauerreklamierer mal ein Spiel in der Kreisliga selber pfeifen, um Verständnis für die Ansage vom DFB zu bekommen.

Die zur Rückrunde geltende neue Anweisung ist auch keine neue Regel. Bisher wurde es nur noch nie so konsequent umgesetzt. Die Hoffnung ist, wenn es in den Profiligen – die als Vorbild dienen soll – besser wird oder aufhört, auch an der Basis wird, einfacher Spiele zu leiten.

Direkt am ersten Rückrunden-Spieltag haben es einige Schiedsrichter verpasst, klar dem Einhalt zu gebieten und haben Felix Brych mit seiner Gelb/Roten Karte für Niklas Moisander im Stich gelassen. Alleine Sascha Stegemann hätte konsequenterweise allen vier Hoffenheimer Gelb zeigen müssen, als diese ihn anbrüllten und nicht nur einem. Daran müssen ALLE noch arbeiten und den jetzt eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Diese Linie muss weiter durchgezogen werden, da hat Robert Kempter am ersten Zweitliga-Spieltag den Anfang gemacht, am letzten Spieltag war schon eine deutliche Erhöhung der Verwarnungen zu sehen und gestern wurde es schon konsequenter umgesetzt. Dann fliegen halt jetzt jeden Spieltag ein paar runter.

… dann spielt halt mal neun gegen neun!

Das Vorgehen jedenfalls ist eine riesen Chance für den Fußball, jetzt muss es jeder konsequent umsetzen und da sind wir auf einem guten Weg.

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