Schiedsrichter sind auch nur Menschen

Schiedsrichter sind auch nur Menschen

7. April 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Bei aller Aufregung am Samstagnachmittag rund um den Schiedsrichter und Video-Assistenten bei drei Situation, wo auch falsch entschieden wurde, sollte immer daran gedacht werden.

Schiedsrichter sind auch nur Menschen.

Auch darf man nicht vergessen, es wurde mit dem „Video-Beweis“ schon eine eine Reihe von richtigen Entscheidungen getroffen. Bis zum 26. Spieltag wurden 60 korrekte Entscheidungen getroffen. Dem gegenüber stehen 7 disktutable und 0 Fehlentscheidungen mit Videobeweis.

Das Tor in Stuttgart, ob eine Abseitsposition vorlag und ob die Video-Assistenten eine kalibrierte Linie hatten, bedarf noch einer Aufklärung.

Das war kein Abseits. Der hintere Nürnberger hebt es auf. Keine Ahnung was da fast jeder mit Abseits hat. Folglich hat hier der Video-Assistent korrekt entschieden.

Schalke gegen Frankfurt: Warum Sascha Stegemann den klaren Elfmeter nicht für Frankfurt gab, dafür haben wir keine Erklärung. Wenn man oben stößt und unten trifft dann ist es ein 100iger Elfmeter. Für alle gestern eingesetzten Video-Assistenten war es Foul, nur nicht für den Schiedsrichter. Er schaut sich die Bilder an und entscheidet. Stegemann wollte da keinen Elfmeter. Er sieht ein Halten und ahndet es nicht. Das ist keine „Graubereichs-Entscheidung“ sondern eine Fehlentscheidung. Der in der Theorie positive Videobeweis wird aufgrund teilweise katastrophaler Umsetzung in der Auslegung ins Absurdum geführt.

Aber bei aller Kritik an den Schiedsrichtern. Das traurigste an der Situation ist, dass man niemanden mehr einen Fehler zugesteht. Ob mit oder ohne Video-Assistent. Das sind alles nur Menschen und jeder macht mal einen Fehler. Wenn die Spieler alle fehlerfrei wären, hätten die Schalker mehr Punkte. Das Verhalten ist insgesamt wieder respektlos. Im kritisieren sind alle ganz groß, es gibt selten Lob für die Schiedsrichter, leider. Die guten Entscheidungen werden viel zu selten genannt. Die Fehler der Spieler und Trainer bei den Spielen, werden meist unter den Tisch gekehrt.

Beim Handspiel in der Nachspielzeit mussten folgende Dinge geklärt werden: Kam der Ball von der Schulter? Liegt dadurch keine Strafbarkeit vor? Foulspiel zuvor im Strafraum vom Frankfurter?

Das grundsätzlich eine Straffreiheit vorliegt, wenn der Ball von der Schulter kommt, ist so nicht richtig. Wenn er sich den Ball selber an den Arm schießt oder der Ball vom Körper an die normal gehaltene Hand prallt, dann kann es keine Absicht sein. Und dann ist egal, ob er erst an der Schulter, Brust oder sonst wo war. Aber wenn er mit unnatürlicher Armhaltung zum Ball geht, die Arme weit vom Körper sind, dann nimmt man in Kauf an der Hand getroffen zu werden.

Und das Stoßen vom Frankfurter ist ja wohl gar nichts. Das ist Bundesliga-Alltag. Der Schalker beschwerte sich auch nicht über das Stoßen, sondern sagt immer, er habe den Ball an die Schulter bekommen bei angelegeten Arm. Rein regeltechnisch kann und darf es aber über dieses Handspiel nun wirklich keine zwei Meinungen geben.

Folglich hat Sascha Stegemann in der einen Szene nach Videobeweis falsch und in der anderen richtig entschieden.

Handspiel in Leverkusen: Weiser kommt aus der Bewegung, keine aktive Bewegung der Hand zum Ball. Klar ist die Hand draußen. Aber für mich ist das kein Elfmeter und nichts für den Video-Assistenten. Dann schon eher der in Wolfsburg.

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