Schiedsrichter wird attackiert und bricht Spiel ab

Schiedsrichter wird attackiert und bricht Spiel ab

21. Dezember 2021 0 Von IG Schiedsrichter

Bei einem Amateurfussballspiel in Dortmund soll der Schiedsrichter angegriffen worden sein, sodass das Spiel abgebrochen werden musste. Unterschiedlich bewerteten die Mannschaften die Szene.

Die Kreisligapartie musste am vergangenen Sonntag in Dortmund in der 85. Minute abgebrochen werden. Denn: Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, soll Joshua Mmegwa, der Schiedsrichter der Partie, zwischen dem FC Brüninghausen III und Genclerbirligi Hörde in der Kreisliga C2 attackiert worden sein.

Demnach habe es beim Stand von 4:4 kurz vor Schluss einen Elfmeter für Brünninghausen und Rot für Genclerbirligi gegeben, woraufhin es zu Tumulten gekommen sei. Zuvor habe der Schiedsrichter bereits drei weitere Platzverweise für das Team von Hörde verteilt.

Schiedsrichter flüchtet in Vereinsheim

Ein Spieler von Genclerbirligi hat den Schiedsrichter angespuckt und geschlagen. Er hat sich bedroht gefühlt„, so der Trainer des FCB III, Torben Sievers. „Wir haben den Schiri dann zur Sicherheit im Vereinsheim bei uns eingeschlossen.“ Außerdem habe der Schiedsrichter die Polizei gerufen, weil er sich bedroht gefühlt habe.

Der Co-Trainer von Genclerbirligi, Haluk Cekirdek, sieht das anders: „So schlimm war es auch nicht. Mein Spieler hat den Schiedsrichter leicht geschubst, es hat keiner geschlagen.“ Trotzdem habe der Spieler einen Fehler begangen, eine Sperre werde er konsequent absitzen müssen, wird Cekirdek im Bericht zitiert.

Doch das war offenbar nicht der einzige Aufreger in der Partie: Die Gäste sollen dem FCB III Bestechung des Schiedsrichters vorgeworfen haben. Die Gastgeber hingegen sprechen von übertriebener Härte der Mannschaft aus Hörde. Die wiederum sollen nach eigener Aussage als „Scheiss Türken“ beleidigt worden sein, woraufhin – laut Aussage des FCB III – die Gäste das Vereinsheim hätten stürmen wollen. Genclerbirligi wies dies zurück.

Als die Polizei am Sportplatz antraf, hatte sich die Lage bereits wieder beruhigt. „Als die Kollegen erschienen sind, waren die Gäste nicht mehr vor Ort“, so ein Pressesprecher der Polizei zu den „Ruhr Nachrichten“. „Ein Hörder Spieler soll den Schiedsrichter auf die Schulter geboxt und bespuckt haben.“ Gegen ihn wurde demnach ein Strafantrag wegen Körperverletzung und Beleidigung gestellt.

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