Schiri Dingert hat das sehr gut gemacht

Schiri Dingert hat das sehr gut gemacht

1. März 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Vorneweg: Am Samstag gab es keine durch Review korrigierte Entscheidung, was definitiv für die Schiedsrichter spricht, doch dann benahmen sich einige Möchtegern-Fußballfans aufs Übelste daneben. Was Dietmar Hopp geleistet, ist ein Vorbild, ein absoluter Ehrenmann.

In seiner Heimat ist er ein Held, weil er unglaublich für das Allgemeinwohl dort tut, in Kitas, Altenheimen und viele andere soziale Einrichtungen hat er investiert. Einen solchen Mann so zu beleidigen, ist wirklich unverantwortlich. Bei Vorfällen dieser Art muss rigoros durchgegriffen werden.

Das hat Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle), beim 6:0 der Bayern in Hoffenheim, sehr gut gemacht. Er hat sich an den von der UEFA vorgegebenen „Drei-Stufen-Plan“ gehalten. Erst gab es eine Unterbrechung mit Stadiondurchsage, dann wurden die Spieler in die Katakomben geholt. Der nächste Schritt wäre der Spielabbruch gewesen.

Drei-Punkte-Plan

  • Sollten seitens der Zuschauer rassistische Äußerungen getätigt werden, muss der Zuschauer eine Durchsage des Zuschauers veranlassen, indem die Zuschauer dazu aufgefordert, die Beleidigungen zu unterlassen.

Auf dem Sportplatz sieht das so aus, dass der Schiedsrichter zum Kapitän geht und dieser muss zum PLatzordner gehen, der dafür sorgt, dass die Zuschauer beruhigt werden. Wenn das nichts bringt:

  • Das hier eine Spielunterbrechung passiert. Laut UEFA soll hier eine zehnminütige Spielunterbrechung veranschlagt, wo die Teams in die Kabinen gehen müssen. Das ist das letzte Warnsignal vor dem dritten Schritt;
  • Dann muss das Spiel abgebrochen werden, sollte es auch hier nicht aufhören.

Vom Platz gehen und nicht mehr weiterspielen

Dieses Zeichen hätte auch der FC Bayern setzen können. Die Vereine hätten sagen können: „Dietmar Hopp ist Freund des FC Bayern und wir lassen es nicht zu, dass Freunde so beleidigt werden.“

Und dann von sich aus vom Feld zu gehen. Das wäre ein absolutes Ausrufezeichen gewesen. So gab es dieses in der deutschen Fußballgeschichte sicherlich ein einmaliges Ballgeschiebe.

Aber dann hätten die Bayern auf drei Punkte verzichtet, die am Schluss vielleicht die Meisterschaft wegen solcher hirnloser Idioten entscheiden. Es ist also nicht nur eine Moral- sondern womöglich auch eine Geldfrage.

Wir müssen gegen diese Chaoten aufstehen!

Ein Kommentar: Lieber DFB, ich bitte um eine hohe Geldstrafe für den FC Bayern , das sie bitte den „Tätern“ übers Gericht in Rechnung stellen. Das Geld soll aber bitte einer Einrichtung für sozial benachteiligte Kinder gestiftet werden. Im Wiederholungsfall Räumung der Tribüne bevor das Spiel fortgesetzt wird! Beim BVB ist wohl bei einigen armen Irren Hopfen und Malz verloren. Jetzt könnte man sagen „Es sind ja nur wenige Idioten“ , da ich aber heute selbst dort im Stadion war sehe ich das realistisch. Der Schiedsrichter hat zu Recht das Spiel unterbrochen und per Lautsprecherdurchsage (begleitet von vielen Pfiffen) darauf hingewiesen, dass er das Spiel abbrechen wird, wenn diese Schmährufe nicht unterbleiben, nachdem Hopp per Schmähgesänge besungen wurde. Antwort der Südtribüne: „Ihr macht euch lächerlich, ihr macht euch lächerlich, ihr macht ihr macht euch lächerlich!“ Und das nicht durch einige wenige Idioten, sondern lautstark aus tausenden von Kehlen. Diesem folgten provokativ „Hurensohn Gesänge auf Herrn Hopp“. Keiner, aber nicht ein einziger Fan quittierte dies mit einem Pfiff. Keine Reaktion der Fans wie in Münster, stattdessen allumher nur Sprüche wie lächerlich das vom Schiri sei und das Fußball bald keinen Spaß mehr mache.

Stimmt! Mit solchen Idioten wie euch auf der Tribüne macht es keinen Spaß! Rivalitäten gab es immer schon, aber wenn es persönlich gegen jemanden geht, der vielleicht umstritten ist, aber auch viele soziale Projekte unterstützt. Da sind wir an einem Punkt wo man sagen muss „Ja bitte bleibt weg! Wir verzichten auf Euch!“ . Auch wenn jetzt wieder das Mimimi kommen wird: Es kann hier, aufgrund der zwei Bestrafungen die der BVB genau wegen identischer Sachen schon bekommen hat, nur eine Strafe geben: Mit der leeren Südtribüne kennt man sich ja schon aus! Ja es trifft sicherlich auch falsche, aber diese haben auch nichts dagegen unternommen, dass es rüber kam das es missbilligt wird.

Und in München kann es nur heißen, dass die „Schikeria“ aus dem Fanclubverband ausgeschlossen wird und alle Mitglieder ihre Dauerkarten abgeben müssen! Auf solche Leute kann der Fußball und ganz sicher auch die Vereine verzichten!

Ich hoffe für den nächsten Spieltag auf eine Reaktion ALLER Profivereine . Eine Ansprache der Cluboffiziellen beider Vereine vor dem Spiel mit der Ankündigung dass man auf solche „Fans“ gern verzichtet und man konsequent gegen diese vorgehen wird. Und dann bitte auch Handeln und nicht Heucheln!

Ja, ihr dürft andere Meinungen haben, akzeptiere ich, bringt aber dem Fussball nichts mehr. Ich will den guten alten Fussball zurück.. mit Rivalität , mit bissigen Fangesängen, mit Emotionen .. aber immer mit dem letzten Tacken Respekt.

Ich habe fertig!

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