Schiri – schau Dir das bitte nochmal an!

Schiri – schau Dir das bitte nochmal an!

16. Februar 2019 0 Von IG Schiedsrichter

An diesem Nachmittag hatten sich die Referees auch wieder mit der unterschiedlich bewerteten Auslegung der Handspielthematik auseinanderzusetzen. Während auf Schalke noch die Pfeife stumm blieb, schaltete sich in Wolfsburg zurecht der Video-Assistent ein. Unsere Analyse am Samstagnachmittag:

Elfmeter in Stuttgart! In der 14. Minute entschied Felix Zwayer auf strafbares Handspiel im Sechzehner. Nachdem Gomez Orban zwar aus kürzester Distanz innerhalb des Sechzehners an den weit ausgestreckten rechten Arm geköpft hat, schaute sich Referee Zwayer die Szene nach Absprache mit dem Video-Assistenten noch einmal selbst in der Review-Arena an und der Unparteiische entschied dann auf Handelfmeter. Und für mich ist das ein Strafstoß der auch zu 100%ig klar und auch keine Interpretationsfrage ist. Wenn ich mit seitlich so weit ausgebreiteten Armen den Ball an den Arm bekomme, dann sollte das schon auch ein Handelfmeter zur Folge haben. Da ist die kurze Distanz auch egal.

Daniel Siebert war bei der Partie Hoffenheim gegen Hannover gleichmal so richtig gefordert. Beim 2.0 durch Ishak Belfodil, schaute man sich in Köln die Situation nochmal lange an. Letztlich zählte der Treffer aber doch.
Es blieb noch immer komplett offen was durch den Videobeweis kontrolliert wurde. Dass Belfodil bei der Hereingabe nicht im Abseits stand ist anhand der Fernsehbilder nämlich relativ klar zu erkennen.

In der 32. Minute gab es auch beim Spiel Schalke gegen Freiburg einen Videobeweis. Nach einem fälligen Freistoß wurde im Strafraum Handspiel reklamiert. Willenborg kommunizierte mit den Kollegen. Hier ist die Situation nicht so ganz eindeutig wie zuvor in Stuttgart. Zwar ist die Distanz auch sehr kurz, aber weil Kübler mit der Hand aktiv zum Ball ging, hätte es aus meiner Sicht den Strafstoß geben müssen. Die Referees sahen keinen Grund für einen Eingriff wohl deshalb, weil nicht klar und offensichtlich falsch, denn die Distanz zu kurz, kann man der Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters folgen.

Rote Karte in Gelsenkirchen! Kurz vor Ablauf der ersten 45 Minuten leistete sich der Schalker Suat Serdar ein völlig überflüssiges Foulspiel.
Der Mittelfeldmann wollte einen hoppelnden Ball mit den Stollen wegspielen, traf aber mit offener Sohle und gestreckten Bein das Bein von Mike Frantz. Da konnte er sich über Rot keineswegs beschweren. Hier sprechen alle Faktoren für den Feldverweis. Aufgrund der Härte des Foulspiels ohne Chance auf den Ball die richtige Entscheidung.

Neun Minuten vor Ende der Partie gab es Handelfmeter für Freiburg. Bei einer Flanke von Günter grätschte Mascarell mit angelegtem Arm dazwischen. Referee Frank Willenborg entschied sofort auf Strafstoß, schaute sich nun aber doch die Bilder an. Laut den Bildern ist die Rücknahme des Handelfmeters für mich nicht nachvollziehbar. Wenn jemand in Torwartmanier so reingrätscht, so sagen es die Regularien, hätte es dann hier gute Gründe für den zweiten Handelfmeter gegeben. Auch für mich wäre dieser nachvollziehbar gewesen. Die Rücknahme des Elfmeters daher eine Fehlentscheidung. Es hätte beim Elfmeter bleiben sollen.

Elfmeter in Wolfsburg! Unmittelbar nach dem Volley bekam Gbamin die Kugel an den Arm. Dieser bewegte sich schon in Richtung des Balles. Zunächst ließ der Schiedsrichter weiterlaufen, bekam dann aber ein Hinweis von VAR Benjamin Brand. Während auf Schalke bei einer ähnlichen Situation der Pfiff noch ausblieb, gab man hier auch völlig zurecht den Strafstoß. Kann man geben, diesen Strafstoß.

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