Schiri Stieler behält bei Nervenschlacht kühlen Kopf

Schiri Stieler behält bei Nervenschlacht kühlen Kopf

30. Mai 2021 0 Von IG Schiedsrichter

Der FC Ingolstadt hat im dritten Relegationsanlauf den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Der VfL Osnabrück legte im Rückspiel los, wie die Feuerwehr und waren in Sachen Chancenverwertung brutal effektiv. Schnell führten die Lila-Weißen durch einen Doppelschlag von Marc Heider 2:0, doch noch vor der Pause traf Bilbija zum 2:1. Damit war das Spiel aufgrund des 3:0-Erfolgs im Hinspiel entschieden. Nichts anderes als Ergebniskosmetik gelang  Amenyido in der Schlussphase. 

Für das Relegations-Rückspiel in Osnabrück hat der Deutscher Fußball-Bund mit Tobias Stieler einen Hamburger FIFA-Schiedsrichter an die Bremer Brücke beordert, dass von Tobias Stieler angeführt wird. Bisher hat der 39-Jährige acht Partien mit Osnabrücker Beteiligung geleitet, dabei war das letzte Aufeinandertreffen, vor etwa einem Jahr, wobei die Bilanz mit vier Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden leicht positiv ist. Stielers Assistenten waren Christian Gittelmann und Sascha Thielert, sowie der Vierte Patrick Ittrich. Video-Assistenten sind Tobias Welz und Mark Borsch.

Von: Felix Stark

Der VfL Osnabrück stand im Rückspiel der Relegation zur 2.Liga gegen den FC Ingolstadt 04 von Beginn an unter dem Druck, eine 0:3 Hinspielniederlage aufholen zu müssen. Dieses Unterfangen begann aus Sicht der Gastgeber denkbar vielversprechend: Björn Paulsen ließ Marc Heider davonlaufen, der aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob.
Es folgte intensiveres Dagegenhalten der Gäste, welches sich in vielen Foulspielen auf beiden Seiten zeigte. Schiedsrichter Tobias Stieler war sofort gefordert und zeigte vor allem, wie auch der vierte Offizielle Patrick Ittrich, ein hohes Maß an Kommunikation.

Doch Osnabrück zeigte sich enorm effektiv: Heider zog nach einem Abpraller einfach ab und traf perfekt platziert gegen die Laufrichtung von FCI-Torwart Fabijan Buntic. Die erste gelbe Karte holte sich Etienne Amenyido, nachdem er Robin Krauße böse auf den Fuß trat. Richtige Entscheidung! Aus dem nichts schlugen dann plötzlich die Gäste zu: Stefan Kutschke flankte zu Filip Bilbija, dessen Kopfball sich noch abgefälscht zum 2:1 ins Tor senkte.
Auch Ludovit Reiss trat Krauße auf den Fuß und verdiente sich die Verwarnung. Es folgte ein hitziges Wortduell zwischen Reiss und Marcel Gaus folgte und es kochten kurz ein paar Emotionen hoch. Unter Mithilfe der Assistenten beruhigte sich das Geschehen allerdings schnell wieder.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Osnabrück schnell wieder zu einer Großchance, aber Heider scheiterte am glänzend reagierenden Buntic. Krauße erhielt dann die nächste gelbe Karte, da er nach dem Pfiff gegen Heider etwas nachhakte. In der Folge tat sich nicht mehr allzu viel. Der VfL war weiter bemüht, tat sich aber äußerst schwer, gegen die tief stehenden Gäste zu Chancen zu kommen. Am zähesten kamen die Gastgeber noch durch einen Freistoß von Sebastian Kern, der den Pfosten traf. Zehn Minuten vor Schluss keimte noch einmal Hoffnung auf, als Amenyido einen Schuss perfekt platziert zum 3:1 ins Eck setzte. Zu Recht wurde dann Sebastian Müller verwarnt, der Dennis Eckert-Ayensa auf den Fuß stieg. Hart an der Grenze wandelte der Osnabrücker Reiss bei einem hohen Bein, es passte aber zur großzügigen Linie von Stieler, auf die zweite gelbe Karte zu verzichten. Mit einer feinen Einzelaktion hätte Merlin Röhl beinahe alles klargemacht, traf aber nur die Latte. Beim 3:1 blieb es dann auch, sodass der FC Ingolstadt 04 den Aufstieg in die 2.Liga feiern konnte.

Fazit: Schiedsrichter Tobias Stieler fand ein gutes Maß und erledigte seine Aufgaben im Zweifel lieber durch zielführende Kommunikation, als durch die Menge an Karten. So konnte der Referee eine gute Leistung zeigen!

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