Schmährufe- und plakate in Dortmund und München gegen Dietmar Hopp

Schmährufe- und plakate in Dortmund und München gegen Dietmar Hopp

29. Februar 2020 0 Von IG Schiedsrichter

Der FC Bayern schlug die Kraichgauer deutlich auch in der Höhe verdient mit 6:0, der BVB schlug zu Hause tapfer kämpfende Freiburger mit 1:0. Fans verschiedener Lager hingegen, sorgten für einen neuerlichen Eklat. Unsere Einschätzungen der gesehenen Situationen aus der Sky Buli-Konferenz:

FC Augsburg 2:3 Borussia Mönchengladbach (SR: Markus Schmidt)

Ein Standard führte zur ersten Torannäherung für Augsburg. Max servierte, im Strafraum konnte Jedvaj das Leder nicht kontrollieren und es gab Beschwerden, dass Thuram mit dem Arm am Ball gewesen sei. In Person von VA Martin Pertersen wurde in Köln lange drauf geschaut und letztlich gab es richtigerweise keinen Strafstoß für Augsburg. Es war kein absichtliches und somit kein strafbares Handspiel, Thuram bekam den Ball einfach nur an den Arm.

Lass dich auswechseln sonst muss ich es machen

Nach fünfundzwanzig gespielten Minuten wandelte der bereits verwarnte Lichtsteiner auf schmalem Grat, indem er Bensebaini in einem Luftduell ohne Chance auf den Ball unsanft abräumte. Schiedsrichter Markus Schmidt erteilte dem Schweizer die letzte Ermahnung. Nach der Gelben Karte nach 35 Sekunde und nach so einem unmotivierten Einsteigen, musste der Augsburger fortan ganz vorsichtig sein. Da hat der Unparteiische sein Ermessen in Sachen weiteres Spielmanagement ausgelegtund Lichtsteiner nicht mit Gelb/Rot vom Platz geschickt. Die Ansage war deutlich: „Noch einmal und du fliegst vom Platz“. Sein Trainer nahm ihn dann zur Pause aus dem Spiel.

Borussia Dortmund 1:0 SC Freiburg (SR: Robert Hartmann)

Von der Dortmunder Südtribüne kamen mal wieder Schmähgesänge in Richtung Hoffenheims Mäzien Dietmar Hopp. Daraufhin unterbrach Schiri Hartmann die Partie und ließ mitteilen, dass er die Partie abbricht, wenn sich das fortsetzt.

TSG Hoffenheim 0:6 FC Bayern München München (SR: Christian Dingert)

Auch hier gibt es im Gäste-Fanblock geschmacklose Banner gegen Dietmar Hopp. Hansi Flick, David Alaba und Joshua Kimmich sind vollkommen zurecht stinksauer und versuchten die Situation zu entschärfen, Karlheinz Rummenigge suchte die Nähe zu Hopp um ihn zu beruhigen. Christian Dingert tat das einig richtige und hat die Partie sofort unterbrochen. Eine Gala der Bayern erhält einen dunklen Fleck. Es kann und darf nicht sein, dass sowas in einem Stadion passiert. Aber auch hier, der Großteil der großartigen Bayern-Fanfamilie stellte sich gegen diese ein paar hirnlosen Idioten, die dafür gesorgt haben, dass dieses Plakat ganz schnell wieder eingerollt wurde. Diese Reaktion ist toll. Als zum zweiten Mal ein derartiges Plakat ausgerollt wurde, schickte Dingert beide Teams in die Katakomben und drohte mit sofortigen Spielabbruch, wenn sich das noch einmal wiederholt. Traurig, dass wenige bescheuerte Leute mit solch dämlichen Aktionen dem Fußball schaden! Die weiteren Minuten wurden nur noch verbracht, um die Zeit herunterzuspielen.

Wenn Funktionäre des Fußballs als „Hurensohn“ beschimpft wird, ist das inakzeptabel und hat nichts mit Respekt zu tun. Wir Schiedsrichter fordern Respekt vor uns ein, dann können wir auch dafür sorgen, dass sich die Fans und Mannschaften gegenseitig respektieren. Das war hier wieder nicht der Fall, und deswegen haben die Schiedsrichter hier unterbrochen und im Wiederholungsfall mit Spielababbruch gedroht. Die Verantwortlichen der beiden beteiligten Teams haben dann reagiert und es konnte nach kurzer Zeit weitergehen.

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