Starker Osmers ohne VAR-Unterstützung

Starker Osmers ohne VAR-Unterstützung

16. Juni 2020 0 Von IG Schiedsrichter

(red/fs/ss) Der FC Bayern München ist Deutscher Meister! Mit einem 1:0 Sieg in Bremen können die Münchner nicht mehr von den Verfolgern eingeholt werden. Davies trat in der 19. Minute nach und sorgte für Aufreger und in Freiburg griff der VAR korrekterweise ein.

 

SV Werder Bremen – FC Bayern München (SR: Harm Osmers)

Der FC Bayern machte im Spiel gegen Werder Bremen durch einen knappen 1:0-Sieg die achte Meisterschaft in Folge perfekt. In der ersten Hälfte gab es gleich eine sehr diskutable Szene. Leonardo Bittencourt bearbeitete Alphonso Davies und erobert. Hier kann man auf Foulspiel entscheiden. Das Spiel lief aber weiter. Daraufhin unterbrach Davies die Bewegung, wechselte das Standbein und trat Bittencourt in die Beine. Osmers zeigte Davies hierfür die gelbe Karte. Im Spiel soweit verständlich und da sich Osmers nach dem eigentlichen Zweikampf weggedreht hat auch absolut kein Vorwurf an ihn. Die bessere Wahl wäre hier allerdings die rote Karte gewesen! Aufgrund der unterbrochenen Bewegung und dem Standbeinwechsel vor dem gezielten Tritt ist das für uns eine Tätlichkeit. Da sich Harm Osmers vom Zweikampf abgewendet hat und hier auch absolut nichts gegen einen klaren Fehler spricht, ist eigentlich der Anwendungsbereich des VAR eröffnet! Unverständlich, warum kein Eingriff von Christian Dingert in Köln erfolgte!
Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde Bayern besser und kombinierte sich zu vielen Chancen. Hier Kompliment an Assistent Robert Kempter, der zwei sehr knappe und anspruchsvolle Abseitspositionen, wie auch beispielsweise bei der Bayern-Führung korrekt bewertete.

Kurz nach der Pause sah Maximilian Eggestein für einen Ellenbogeneinsatz die gelbe Karte.

In der 79. Minute brachte Kingsley Coman seinen verwarnten Kollegen Alphonso Davies mit einem Fehlpass in Bedrängnis. Dieser löste das Problem, indem er den Bremer Konter regelwidrig sperrte. Für dieses taktische Foul zeigte ihm Osmers zu recht die gelb-rote Karte.
In der Schlussphase stiegen Bremens Sebastian Langkamp und Bayerns Joshua Kimmich noch einmal hart ein und wurde verwarnt.

Fazit: Insgesamt machte Harm Osmers fast alles richtig und zeigte eigentlich eine gute Leistung. Nur bei der Tätlichkeit von Davies blieb ihn die Unterstützung durch den Video-Assistenten leider verwehrt.

 

SC Freiburg – Herta BSC (SR: Tobias Stieler)

Nach einer sehr ruhigen ersten Halbzeit nahm die Partie nach der Pause Fahrt auf. Zunächst landete der Ball im Kasten von SC-Schlussmann Schwolow, Lukebakio erzielte die Führung für Herta, dachten alle. Doch dann schaltete sich VAR Tobias Welz aufgrund eines Foulspiels vor der Torerzielung ein. Stieler ging raus an den Monitor und entschied nach ein paar Bildern schnell auf Foul und nahm damit den Treffer zurück. Die vollkommend richtige Entscheidung! Darida stieg im Zweikampf gegen Schmid hart ein und traf nur den Gegenspieler, es gab sogar noch die Verwarnung für den Berliner. In der 61. Minute machte dann Grifo mit einem herrlichen Freistoß das 1:0 für den SC. 3 Minuten später zeigte Schiedsrichter Stieler auf den Punkt. Robin Koch foulte Pekarik klar im Strafraum, Ibisevic verwandelte links unten. Dadurch kam die Herta wieder besser in die Partie und hatte durchaus Chancen auf die Führung. Den Treffer machten dann aber die Freiburger durch Petersen, der einen Fehler von Darida am Herta-Strafraum eiskalt ausnutzte. Am Ende nimmt Freiburg den Heimsieg mit und darf weiter auf Platz 7 hoffen.

Fazit: Stieler mit einer guten Spielleitung in einer ereignisreichen 2. Halbzeit. Der Strafstoßpfiff war richtig, der vermeintliche Führungstreffer der Herta wurde korrekt in Zusammenarbeit mit Videoschiedsrichter Tobias Welz aberkannt.

 

Union Berlin – SC Paderborn (SR: Bibiana Steinhaus)

Bibiana Steinhaus hatte an der Alten Försterei eine ganz ruhige Partie ohne Aufreger zu leiten. Machte das aber sehr gut. Union konnte den Tabellenachtzehnten mit 1:0 durch ein Eigentor von Zolinski in der 27. Minute besiegen. Damit ist der Klassenerhalt für die Unionen gesichert, während Paderborn absteigt und die nächste Saison wieder in der 2. Bundesliga spielen wird.

 

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