Steinhaus-Webb wechselt nach England

Steinhaus-Webb wechselt nach England

9. August 2021 3 Von IG Schiedsrichter

Schiri-Überraschung wenige Tage vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison!

Bibiana Steinhaus-Webb verlässt den DFB und Deutschland, wechselt in die englische FA. Dort wird sie ab Mitte August „Women’s Select Group Director im PGMOL-Team“ – also Leiterin der Abteilung Schiedsrichter für die beiden höchsten englischen Frauenligen, der Women’s Super League und der Women’s Championsship.

Bibiana Steinhaus-Webb: „Der englische Fußball setzt neue Maßstäbe auch im internationalen Vergleich. Ich freue mich darauf, Prozesse anzustoßen, Rahmenbedingungen für Unparteiische mitzugestalten und meine Expertise einzubringen.“

Sie betont: „Es ist mir ein Anliegen, auch für Frauen und Mädchen im Fußball gleiche Chancen zu schaffen.“

Dass ihr das Thema am Herzen liegt, ist bekannt. In einem Konzeptpapier der Initiative „Fußball kann mehr“, das im Mai dieses Jahres öffentlich wurde, fordern sie und acht weitere Frauen aus dem Bereich Fußball mehr Mitsprache im Fußball und Gleichberechtigung.

Steinhaus-Webb: „Für die Initiative werde ich mich auch weiterhin einsetzen.“ Bereits vor einem Jahr hatte sie ihre Karriere auf dem Platz überraschend beendet. Dem DFB, sowie der Uefa und der Fifa, stand sie aber weiterhin als Video-Assistentin zur Verfügung. Jetzt steht fest: Der deutsche Fußball muss von nun an ohne die Schiedsrichterin planen, die bis zuletzt nie eine Rote Karte gezeigt hatte.

Und zum Abschied – was zu dem Zeitpunkt jedoch niemand außer ihr selbst wusste – wurde ihr noch ein letztes großes Spiel geschenkt. Bibiana Steinhaus-Webbs allerletzter Einsatz: Videoassistentin im olympischen Fußballfinale der Frauen (Schweden – Kanada, 3:4 n. E.).

Steinhaus-Webb: „Meine Karriere mit dem olympischen Finale in Tokio abschließen zu dürfen, war mir eine ganz besondere Ehre.“

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