Unerlaubtes Betreten des Spielfeld: Das sagt die Regel

Unerlaubtes Betreten des Spielfeld: Das sagt die Regel

25. November 2018 0 Von IG Schiedsrichter

Die spielentscheidene Szene in der 50. Minute. Eintracht-Abräumer Godmer Mabouba musste nach einem Zweikampf kurz behandelt werden und verließ im Anschluss an die Behandlung regelgerecht den Platz. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf: Statt auf die Geste des Unparteiischen Jan Dennemärker zum Wiedereintritt zu warten, betrat Mabouba den Rasen ohne die Einwilligung des Schiedsrichters wieder. Weil er das aber nicht von Seitenlinie aus tat, sondern stattdessen über die Torauslinie im Sechzehner auf das Feld zurückkehrte, gab es für den Verstoß statt eines indirekten Freistoßes Elfmeter für die Gastgeber. Zu allem Überfluss sah Mabouba auch noch Gelb/Rot. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fritsch zum Ausgleich.

Schiedsrichter Jan Dennemärker äußert sich wie folgt: „Also prinzipiell ist das richtig was sie schreiben, allerdings hat der Spieler für mich einen Eingriff ins Spiel dargestellt, was dann ein direkter Freistoß am Ort des Vergehens ist, und das ist dann ein Elfmeter. Aber ob der wirklich ins Spiel eingreift ist halt die Frage, Ball war doch noch bisschen weg.

Dazu besagt das Regelwerk/Regeländerung 2017/18: „Wenn ein Spieler der die Erlaubnis des Schiedsrichters benötigt, um das Spielfeld erneut zu betreten zu dürfen, das Spielfeld ohne die Erlaubnis de Schiedsrichters erneut betritt, muss der Schiedsrichter:

  • das Spielunterbrechen (nicht unmittelbar, wenn der Spieler nicht ins Spiel eingreift oder einen Spieloffiziellen beeinträchtigt oder wenn ein Vorteil gespielt werden kann),
  • den Spieler wegen unerlaubten Betreten des Spielfeldes verwarnen,

Wenn der Schiedsrichter das piel unterbricht, wird das Spiel:

  • mit einem direkten Freistoß an der Stelle fortgesetzt, an der der Spieler in das Spiel eingegriffen hat;
  • mit einem indirekten Freistoß an der Stelle fortgesetzt, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Unterbrechung befand, wenn der Spieler nicht in das Spielfeld eingegriffen hat.

Ein Spieler, der eine Begrenzungslinie als Teil der Spielbewegung überschreitet, begeht keinen Verstoß.

Zu beachten ist, dass bei laufenden Spiel nur auf Zeichen des Schiedsrichters wieder eingetreten werden darf, wenn das Spiel unterbrochen ist, auch von der Torlinie.

Konsequenz: Betreten  ohne Erlaubnis = Gelb, Spielfortsetzung mit einem indirekten Freistoß aber nur, wenn er nicht eingreift/beeinflusst. Tut er dies wie auch immer, denn direkter Freistoß bzw. Strafstoß.

Puh, also mit dem Wort "kurios" ist die spielentscheidende Szene aus unserem Duell mit Tabellenführer TuS Rot-Weiß…

Gepostet von SV Eintracht Trier 05 am Sonntag, 25. November 2018

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