Versuch der Erklärung zur Entscheidung in Mainz

Versuch der Erklärung zur Entscheidung in Mainz

29. April 2018 0 Von Reiner Kuhn

Alex Feuerherdt

Ich versuche das zunächst so zu beschreiben, wie ich es auch im Spieltempo wahrgenommen habe und bevor wieder die obligatorischen Reaktionen einsetzen, es ist nur ein Versuch der Erklärung, den Ablauf der Entscheidung ein bisschen nachzuvollziehen.

Eine Meinung – von Alexander Feuerherdt

Der erste Aufreger im Strafraum: Innerhalb kürzester Zeit ging erst Yoshinori Mutō und anschließend Alexander Hack im Zweikampf mit einem RB-Verteidiger zu Boden. Beide Male spielten die Sachsen in Person von Ilsanker und Orban jedoch den Ball. Zurecht ließ Schiri Bastian Dankert die Pfeife stecken. Auch aus Köln kam kein Veto.

Elfmeter für Mainz 05: Was zuvor noch zurecht nicht gepfiffen wurde, gab es wenig später nun doch den Strafstoß für die Hausherren. Muto drehte sich zentral an der Sechzehnerkante um die eigene Achse und wurde dabei vom ungeschickt eingreifenden Upamecano gelegt. Zunächst aus meiner Sicht eine korrekte Entscheidung von Schiri Bastian Dankert (Video).

Eigentlich besteht die Szene aus zwei Zweikämpfen: Klostermann/Muto außerhalb und Upamecano/Muto innerhalb des Strafraums. Offenbar hat Video-Schiedsrichter Wolfgang Stark es nicht als „klar und offensichtlich“ falsch eingeschätzt, Upamecanos Einsatz als Foul zu werten.

Ich persönlich denke, dass es auf der Grundlage dieser Bilder, Muto vor allem freiwillig gefallen ist und selbst ein Freistoß nicht erforderlich gewesen wäre. Es mag aber sein, dass der Wolfgang Stark noch andere Perspektiven angesehen hatte und danach zum Schluss gekommen ist: Eher kein Elfer, aber auch nicht so „klar und offensichtlich“ falsch, dass ich eingreifen müsste.

In der 52. Minute bekam Poulsen im Kopfballduell mit Stefan Bell im Sechzehner der Mainzer unglücklich den Ellenbogen des FSV-Innenverteidigers ins Gesicht und blieb mit Schmerzen liegen. Dankert schaltete den Viedeoschiedsrichter ein und ging in die Review Arrea. Keine Karte! Kein Elfmeter!

IG-Schiedsrichter: Dankert ließ die Partie weiterlaufen und das ging aus meiner Sicht auch in Ordnung. Bell ließ sich in dieser Szene kaum Absicht unterstellen. Eine Ausholbewegung des Mainzer Defensivmanns war nicht zu erkennen. Der Ellenbogen im Luftduell war eher eine natürliche Armhaltung. Bei jedem Kopfballduell geht der Arm mit hoch. Ich hätte es auch weiterlaufen lassen.

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