Video | Elfmeter für Düsseldorf?

Video | Elfmeter für Düsseldorf?

15. Dezember 2018 0 Von IG Schiedsrichter

Eigentlich gab es während der Bundesliga-Konferenz nur Aufregung in Düsseldorf, sodass wir uns nahezu auf dieses Spiel beschränkten.

Zunächst verweigerte Harm Osmers den Fortunen einen Handelfmeter und später ließ er bei einem Kontakt am Strafraum laufen.

Fortuna Düsseldorf 2:0 SC Freíburg (SR: Harm Osmers, Hannover)

5. Minute:  Usami machte sich auf dem Weg ins Zentrum.  Gulde legte ihn 19 Meter vor dem Kasten. Eine Freistoßposition wie gemalt. Kevin Stöger trat den fälligen Freistoß in die Mauer, das Spielgerät landete am Oberarm von Lukas Kübler. Die Fortunen reklamieren, Harm Osmers winkte sofort ab. Hätte er mal lieber genauer hingeschaut. Der Regeltext spricht hier von einem absichtlichen Handspiel. Hier hätte der Schiedsrichter auf den Punkt zeigen müssen, sodass eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters hier vorliegt. Der Video-Assistent Günter Perl schritt wohl nicht ein, weil der Schiedsrichter die Wahrnehmung hatte. Wenn es der Schiedsrichter sieht, ist die Wahrnehmung da und dann ist die Eingriffsschwelle extrem hoch.

Wobei man sicherlich leidenschaftlich darüber streiten kann, ob die auf dem Feld getroffene Entscheidungen nicht doch so klar und offensichtlich falsch war, dass ein VAR-Eingriff in jedem Fall sinnvoll gewesen wäre.  Wenn wirklich jedes Kriterium erfüllt ist, wie hier, dann ist das eigentlich auch eine Schwarz-Weiß-Entscheidung. Alles eine Frage der Eingriffsschwelle. Bei (teilweise) fehlender Wahrnehmung ist die Eingriffsschwelle der VAR sehr viel niedriger und eine Intervention bereits dann geboten, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der Referee bei voller Wahrnehmung anders entschieden hätte. So entsteht dann gelegentlich der Eindruck, dass die Linie bei den Eingriffen fehlt. Ist vielleicht gar nicht so, sondern vor allem davon abhängig, wie viel der Schiedsrichter wahrgenommen hat.

In der 63. Minute wieder Aufregung im Gästestrafraum, Raman fiel nach Kontakt mit Kübler in den Sechzehner. Der Videoreferee schaltete sich kurz ein, allerdings fand der Kontakt bereits außerhalb statt. Hätte, wenn dann, Freistoß geben können, doch bei diesen greift der Video-Assistent nicht ein.

TSG Hoffenheim 0:0 Borussia Mönchengladbach (SR: Benjamin Cortus, Röthenbach)

Lang holte über seine rechte Seite einen Eckball heraus, da Posch seine flache Hereingabe vor Neuhaus ins rechte Toraus klärte. Hazards Ausführung landete auf Elvedis Kopf. Der Schweizer produzierte aus gut sieben Metern eine Bogenlampe in Richtung langer Ecke, die auf Baumanns Kasten landet. Die Heimfans bejubelten das Führungstor, doch nach Kontakt mit dem Video-Assistenten nahm Schiedsrichter Cortus den Treffer zurück. Aus meiner Sicht korrekt. Das ist keine neue Spielsituation mehr, da der Ball lediglich abgefälscht wurde.

Die Endstände.

 

 

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