Videobeweis mit Licht und Schatten

Videobeweis mit Licht und Schatten

28. Oktober 2018 0 Von Redaktionsmitglied

Am Samstag gab es beim Videobeweis wieder etwas Aufregung. In Dortmund gab der Schiedsrichter einen Elfmeter der korrekterweise vom Video-Assistent reviviert wurde, während in Mainz ein Tor zurückgenommen wurde was nicht klar und offensichtlich war und in Hannover wurde ein Handspiel mit Hilfe des Video-Assistenten korrekt geahndet.  Insgesamt bleibt feststellen, dass der Videobeweis im Vergleich zu letzter Saison schon wesentlich besser funktioniert. Ausreiser wird es dennoch immer geben.

FSV Mainz 05 1:2 FC Bayern München (SR: Harm Osmers, Hannover)

Der Ball zappelte im Netz, aber es zählte nicht. ⚠️ Kimmichs Flanke aus dem rechten Halbfeld landete beim Luftduell zwischen Lewandowski und Bell. Der Abpraller kam zu Gnabry, der sich mit viel Dusel irgendwie durchsetzen konnte und von der linken Torauslinie an den Fünfer zurückflankte. Thiago hatte sich hier gelöst und schob aus der Luft mit dem linken Fuß im Stile eines Mittelstürmers ein. Die Gäste jubelten, doch Schiri Osmers nahm den Videobeweis in Anspruch und bekam vom VAR Felix Zwayer gesagt, dass es ein Foul von Lewandowski gab. Tatsächlich hielt der Angreifer das Bein gegen Malong drüber. Der ging daraufhin zu Boden. Wohl die richtige Entscheidung. Fraglich nur, ob es sich tatsächlich um eine klare offensichtliche! Fehlentscheidung handelt. Wohl eher nein. Daher ist dies hier eine disktutable Entscheidung nach Videobeweis.

Hannover 96 1:2 FC Augsburg (SR: Dr. Robert Kampka, Mainz)

61. Minute: Elfmeter für Augsburg!✅  Handspiel von Haraguchi, die Augsburger forderten Elfmeter. Kampka hatte zunächst nicht gepfiffen, nun schaute er sich die Bilder an und entschied richtigerweise auf Handelfmeter. Haraguchi sah zusätzlich noch Gelb. Eine bittere Pille für Hannover, die Distanz war wirklich extrem kurz. Aber die Regelauslegung ist eindeutig, das war Hand.

Borussia Dortmund 2:2 Hertha BSC (SR: Sascha Stegemann, Niederkassel)

Der Signal Iduna Park bejubelte die vermeintliche Führung, doch wegen einer durch den Video-Assistenten Perl erkannten Abseitsstellung wurde Sanchos Hackentor zurückgenommen. Vorlagengeber Reus hatte vor seinem Querpass von der linken Grundlinie auf den jungen Engländer, der am ersten Pfosten hervorragend mit der Ferse vollendete, knapp in der verbotenen Zone gestanden. Entscheidung korrekt. 

Riesen Glück hatte Sascha Stegemann, dass es den Videobeweis gab, als er fälschlicherweise auf Elfmeter entschied. Das Foul war einen Meter vor dem Strafraum, sodass der Freistoß letztlich mit Videobeweis die richtige Entscheidung war.

TSG Hoffenheim 4:0 VfB Stuttgart (SR: Frank Willenborg, Osnabrück)
8. Minute: Rote Karte   Insúa hatte Kadeřábek mit dem gestreckten linken Bein im Gesicht getroffen. Während der Tscheche behandelt wurde, schaute sich Schiedsrichter Willenborg nach Kontakt mit dem Video-Assistenten die Szene in der Review-Area an. Daraufhin verwies er Insúa mit der Roten Karte des Feldes.

35. Minute: Gelb statt Rot ⚠️ Ascacibar verpasste den Ball im Zweikampf mit Grillitsch im Mittelkreis deutlich und stieg dem Österreicher dann noch auf den rechten Knöchel. Während Grillitsch mit Schmerzen am Boden liegen blieb, wurde Ascacíbar mit einer Verwarnung bestraft. Diskutabel, hätte Rot sein können.

Ergebnis nach dem 9. Spieltag:

3x ✅ korrekt
2x ⚠️ diskutabel
0x.   falsch
0x  ⁉️ fehlender Videobeweis

Ergebnis nach der gesamten Saison:

25x  korrekt
4x ⚠️ diskutabel
1x ❌ falsch
3x ⁉️ fehlender Videobeweis

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