Vom Videobeweis überrascht

Vom Videobeweis überrascht

8. Februar 2020 0 Von IG Schiedsrichter

In den letzten Wochen ging es fast jeden Spieltag um die neue Anweisung, heute ging es bei den wenigen Entscheidungen um die technischen Hilfsmittel. Gott Lob den Videobeweis! Unsere Einordnung zu den Entscheidungen der Bundesliga:

VfL Wolfsburg 1:1 Fortuna Düsseldorf (SR: Tobias Stieler)

Aufregung gab es in Wolfsburg kurz nach der Pause. Bei einem Freistoß des VfL ging Morales noch vor der Ausführung zu Boden. Der Video-Assistent griff ein. In der Wiederholung wurde deutlich, dass Pongračić Morales mit dem linken Ellenbogen mit ordentlich Wucht am Kinn getroffen hat. Was in realer Geschwindigkeit für das Schiedsrichterteam nicht erkennbar, deckte der Video-Beweis auf. Eine völlig unnötige Aktion des Innenverteidigers. Der Platzverweis ging absolut in Ordnung – Bravo Herr Stieler, Bravo! Nach letzter Woche war Stieler heute ein sehr souveräner Leiter.

SV Werder Bremen 0:2 1. FC Union Berlin (SR: Daniel Schlager)

Marius Bülter machte ihn rein! Die Eisernen schlugen erneut mit einem Konter zu und sind durch Bülters Tor ganz nah vom Auswärtssieg in Bremen entfernt. Bülter bediente von der linken Seite Andersson, der zunächst aus kurzer Distanz an Pavlenka scheiterte. Danach erhielt er den Ball zurück und traf von ganz links, nahezu aus unmöglichen Winkel zum 0:2. Moissander wollte noch auf der Linie retten, war aber erst hinter der Linie an der Pille. Die Torlinientechnik bestätigte die Entscheidung vom Assistenten.

Hertha BSC Berlin 1:3 1. FSV Mainz 05 (SR: Martin Petersen)

Platzverweis in Berlin: Wolf wollte im Mittelfeld den Ball verteidigen, schaute nach hinten und traf Onisiwo mit dem Ellenbogen im Gesicht. Dafür zückte Petersen Gelb/Rot. Das war kein aktiver Schlag und somit auch keine Tätlichkeit. Wenn ich aber im Zweikampf mit ausgebreiteten Armen einen Gegner im Gesicht treffe, ist das ein rücksichtsloser Armeinsatz und somit die Gelbe Karte. Bei Gelb/Rot greift der VAR ohnehin nicht ein.

Elfmeter für Mainz: Nach einem langen Schlag blieb Quaison clever weg, während Onisiwo sich den Ball schnappte und in den Sechzehner eindrang. Halblinks kam Boyata angerutscht und holte Onisiwo rustikal von den Beinen.

Share This: