Werner schießt Leipzig zum ersten Saisonsieg

Werner schießt Leipzig zum ersten Saisonsieg

27. August 2017 0 Von Reiner Kuhn

Der deutsche Nationalspieler Timo Werner hat Vizemeister RB Leipzig im Heimspiel gegen den SC Freiburg zum ersten Saisonsieg geführt. Beim 4:1 gegen die Breisgauer erzielte der Confed-Cup-Sieger nach der Pause einen Doppelpack.

Strafstoß oder nicht?
Leipzigs Jean-Kevin Augustin wird Marc-Oliver Kempf im Strafraum geschubst. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten lässt Schiedsrichter Dingert weiterlaufen.

In der 17. Minute eine knifflige Szene! Augustin hängte Kempf im Laufduell ab und suchte das Eins-gegen-Eins mit Freiburgs Torwart. Schwolow nahm Augustin den Ball im Strafraum ab, der Franzose fiel und krümmte sich vor Schmerzen. Der Videobeweis musste her, war da ein Foul im Spiel? DerKontakt war da, aber keine 100%ige Sache. Dingert legte sich in der Tatsachenentscheidung auf Weiterspielen fest, welches auch vom Video-Assistent bestätigt wurde. Deshalb war es aus meiner Sicht richtig nicht auf den Punkt zu zeigen.

Nur eine Minute später die nächste Elfmeter-Situation: 

Aber kein Srafstoß ist richtig! Kempf schob den jungen Franzosen leicht im Laufduell und dadurch geriet der Angreifer aus der Balance. Schwolows Einsatz ist dann fair. Insgesamt war das auch von Kempf zu wenig für einen Strafstoß.

In einer Phase wo die Partie etwas hitziger wurde, zeigte Christian Dingert binnen einer Minute zweimal Gelb. Zunächst erwischte es Willi Orban nach Foul an Haberer (59.). Auch Höfler holte sich den gelben Karton ab, weil er sich ein wenig zu lautstark beschwerte.

Nach einem möglichen Foul im Mittelfeld wurde der Videobeweis bemüht

Videobeweis beim Dauerduell Augustin gegen Kempf: Augustin setzte sich im Mittelfeld robust, aber regelkonform gegen Kempf durch und schickte dann auf der linken Seite Werner los. Der fand dann irgendwie eine Lücke zwischen dem Knie von Schwolow und dem linken Pfosten. Da sah der Torwart nicht gut aus, aber da war auch eine Menge Wumms hinter dem Abschluss. Es wurde noch kurz der Videobeweis wegen dem Einsatz von Augustin im Mittelfeld gegen Kempf herangezogen, aber dann zählte der Treffer. Eine nachvollziehbare Entcheidung. Solch handelsübliche Zweikämpfe gehören zum Spiel. Fußball ist schließlich ein Kontaktsport.

 Gelb/Rot für Höfler: Der Freiburger kam gegen Forsberg zu spät und sah die berechtigte „Ampelkarte“. Beim vermeintlichen Handspiel durch Emil Forsberg stand Dingert exzellent und ließ zurecht weiterspielen. Klar, die Hand ist draußen und die Körperfläche wurde vergrößert. Aber aus einem Meter. Da ist mir die Distanz zu kurz. Eine vertretbare Entscheidung!

Gut eingespieltes SR-Team, auch die Verbindung nach Köln funktionierte. Beim Videobeweis hat man dem ersten Gespür von Christian Dingert vertraut, da es keine glasklare Fehlentscheidungen waren.

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