Wo war hier der Videobeweis?

Wo war hier der Videobeweis?

29. November 2020 2 Von IG Schiedsrichter

Nanu, war das etwa ein Lerneffekt für den unverhofften Bundesliga-Debütanten Arne Arnink? Das Plädoyer von Thorsten Kinhöfer für eine einheitliche Linie beim Videobeweis.

Wie häufig sieht man, dass Spieler zu Boden gehen, dass sie motzen und lamentieren, um den Referee zu verunsichern. Gestern wurden die Entscheidungen fast immer klaglos akzeptiert.

Viele Spieler standen einfach wieder auf, wenn sie zu Boden gegangen waren. Kein Gerolle, kein Gejammer – prima. Und: Es wurden Elfmeter klaglos akzeptiert, weil sie eindeutig waren. Ist ja auch keine Selbstverständlichkeit. Zum Beispiel der Strafstoß von Union gegen Frankfurt.

Nur beim Videobeweis wurde gestern kein einheitliches Maß angelegt.  

Zwei Szenen sind dem ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in Erinnerung geblieben: Zum einen Stuttgarts Zupfer ohne Chance auf den Ball am Arm von Manuel Neuer (Foto rechts) und zum anderen die Situation vor dem ersten Tor der Kölner gegen Dortmund. Da sprang ein Kölner BVB-Stürmer Erlin Haaland in den Rücken, als der gerade klären wollte.

Beides sind klassische Szenen für den Videobeweis. Doch nur bei den Bayern nahm der Schiedsrichter die Hilfe an und erkannte das Stuttgarter Tor ab. Beim BVB blieb es beim FC-Treffer, ohne Hinweis von Video-Assistent Marco Fritz. Hier muss in Zukunft eine einheitliche Vorgehensweise angesetzt werden.

Lesen Sie weiter unsere Einschätzungen zu den Spielen der Samstags-Konferenz:

Doppeldebüt bei den Bundesligaschiedsrichtern

(Quelle: Print-Ausgabe der Bild am Sonntag).

 

 

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