Zorn: „Für den Tag X gewappnet“

Zorn: „Für den Tag X gewappnet“

6. Mai 2020 1 Von IG Schiedsrichter

Das Coronavirus hat auch die Fußballschiedsrichter Südbadens zu einer Zwangspause gezwungen. Wie die Schiedsrichter mit dieser Situation umgehen, dazu äußerte sich der Drittliga-Schiedsrichter und Zweitliga-Assistent Dr. Justus Zorn auf sbfv.de im Interview.

Red.: Wie gehst Du als Schiedsrichter mit dieser Situation um?

Justus Zorn: Vermutlich nicht sehr viel anders, als die meisten anderen Leute auch. Ich halte mich an die Kontaktbeschrnänkungen, bin aber auch froh, dass diese nicht so streng sind wie in Italien, Spanien oder Frankreich. So dürfen wir ja zum Glück raus und Sport treiben, was natürlich zum fit halten sehr wichtig ist. Denn der Tag X, an dem es wieder losgeht, kann ja sehr schnell kommen.

Red.: Wie hältst Du Dich aktuell fit?

Zorn: Wir haben seit Oktober letzten Jahres einen Athletik-Coach beim DFB. Auf Wunsch stellt er jedem einen individualisierten Trainingsplan zusammen mit täglich wechselnden Programmen (Ausdauer, High-Intensity, Sprints, Athletik & Kraft, etc.). Das Programm, welches für den jeweiligen Tag geplant ist, kann ich über eine App einsehen, die auch mit meiner Pulsuhr synchronisiert ist. Am Ende des Monats bekomme ich eine Auswertung. Das ist wirklich genial, denn es motiviert mich ungemein das tägliche Trainingspensum zu erfüllen. So bin ich fitnesstechnisch für den Tag X gewappnet.

Red.: Wie stehst Du in Kontakt mit den Schiedsrichtern-Kollegen?

Zorn: Hauptsächlich über WhatsApp und Telefon.

Red.: Was fehlt Dir am meisten?

Zorn: Ganz klar der physische Kontakt zu meinen Verwandten und Freunden, das Zusammensitzen, Umarmen, etc. Aber ich will nicht jammern. Ich habe ja selbst eine Familie mit Frau und Kind. Da bin ich zum Glück nicht allein. Generell geht es mir sehr gut. Man muss nur ein bisschen über seinen Tellerrand hinausschauen, da merkt man gleich: Schlimmer geht immer.

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