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Überzeugte auch im nächsten Spiel: Sven Jablonski!

Sven Jablonski überzeugt in der Champions League – erfahrener UEFA-Beobachter Lannoy schaute genau hin

Der deutsche FIFA-Schiedsrichter Sven Jablonski hat bei seinem dritten Champions-League-Einsatz der Saison eine souveräne Vorstellung abgeliefert. Beim Duell zwischen Como 1907 und Manchester United überzeugte der Bremer mit einer ruhigen, unaufgeregten Spielleitung. Besonders interessant: Mit Stéphane Lannoy beobachtete ein ehemaliger französischer Weltklasse-Schiedsrichter die Leistung des Deutschen.

Ruhige Spielleitung ohne große Aufregung

Es war ein Champions-League-Abend, an dem sich Sven Jablonski weitgehend aus den Schlagzeilen heraushalten konnte. Der 36-jährige FIFA-Schiedsrichter leitete die Begegnung zwischen Como 1907 und Manchester United mit der nötigen Ruhe und einer klaren Linie.

Insgesamt sprach Jablonski vier Gelbe Karten aus, drei gegen Manchester United und eine gegen Como. Weder ein Platzverweis noch ein Strafstoß waren erforderlich.

Besonders positiv fiel auf, dass der Deutsche das Spiel laufen ließ, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Er griff ein, wenn es notwendig war, verzichtete aber auf unnötige Unterbrechungen. Eine Spielleitung, wie sie sich die UEFA auf internationalem Spitzenniveau wünscht.

Strafstoßforderung von Como korrekt zurückgewiesen

Eine der wenigen diskussionswürdigen Situationen ereignete sich im Strafraum von Manchester United. Nach einem Zweikampf ging Comos Martin Baturina zu Boden und forderte einen Strafstoß.

Jablonski hatte eine gute Position und ließ die Begegnung ohne Zögern weiterlaufen. Die Wiederholung zeigte den entscheidenden Ballkontakt: Der Verteidiger erreichte mit seinem weit ausgestreckten Bein zunächst den Ball, der anschließend in Richtung seiner Grätsche zur Seite sprang.

Ein darüber hinausgehendes strafbares Einsteigen war nicht zu erkennen. Die Entscheidung, keinen Strafstoß zu verhängen, war damit korrekt. Auch der Video-Assistent sah keinen Anlass für einen Eingriff.

Gerade in solchen Situationen kommt es auf eine gute Positionierung, eine klare Wahrnehmung und die nötige Entschlossenheit an. Jablonski bewies hier ein gutes Gespür für die Situation.

Stéphane Lannoy – ein Beobachter mit internationalem Renommee

Besonders interessant war die Besetzung des UEFA-Schiedsrichterbeobachters. Mit Stéphane Lannoy nahm ein ehemaliger französischer Spitzenschiedsrichter die Leistung des Deutschen unter die Lupe.

Der heute 57-Jährige gehörte über viele Jahre zur internationalen Schiedsrichterelite. Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika war er ebenso im Einsatz wie bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Dort leitete er unter anderem das Halbfinale zwischen Deutschland und Italien.

Nach seiner aktiven Laufbahn übernahm Lannoy verschiedene Aufgaben im Schiedsrichterwesen, unter anderem in Frankreich und Griechenland.

Seine Erfahrung macht ihn zu einem fachlich hoch angesehenen Beobachter. Lannoy weiß aus eigener Erfahrung, welche Anforderungen an Schiedsrichter bei internationalen Spitzenbegegnungen gestellt werden.

Für Jablonski dürfte seine Einschätzung deshalb von besonderem Interesse sein.

Schon zuvor von Vladimir Šajn beobachtet

Bemerkenswert ist auch, dass Jablonski bereits bei einem vorherigen internationalen Einsatz mit Vladimir Šajn einen weiteren renommierten UEFA-Beobachter an seiner Seite hatte.

Der Slowene zählt zu den erfahrenen Persönlichkeiten im europäischen Schiedsrichterwesen.

Die wiederholte Beobachtung durch international erfahrene Fachleute unterstreicht die Bedeutung dieser Einsätze für Jablonskis weitere Entwicklung. Daraus lässt sich allerdings noch keine konkrete Entscheidung der UEFA über seine künftige Einstufung ableiten.

Die Beobachtungsberichte fließen in die interne Leistungsbewertung ein. Dabei werden nicht nur einzelne Entscheidungen beurteilt, sondern insbesondere die gesamte Spielkontrolle, das Stellungsspiel, die Persönlichkeit, die Zweikampfbewertung und die Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichterteam.

Blickrichtung EURO 2028 – Jablonski sammelt Argumente

Für den deutschen Schiedsrichter könnte die laufende internationale Saison eine wichtige Rolle spielen.

Mit Daniel Siebert und Felix Zwayer verfügt der DFB weiterhin über zwei international etablierte Unparteiische. Dahinter hat sich Sven Jablonski zunehmend als ernst zu nehmender Kandidat für größere Aufgaben positioniert.

Gerade mit Blick auf die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien und Irland dürfte die Entwicklung des Bremers aufmerksam verfolgt werden.

Die UEFA wird bei ihrer Auswahl neben der aktuellen Leistungsfähigkeit auch die internationale Erfahrung, die Konstanz über einen längeren Zeitraum und die Konkurrenz innerhalb der europäischen Schiedsrichterelite berücksichtigen.

Dass Jablonski inzwischen regelmäßig in der Champions League zum Einsatz kommt, ist jedenfalls ein positives Signal.

Ob daraus eine EM-Nominierung wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.

Fazit: Ein weiterer überzeugender Auftritt

Sven Jablonski hat seine nächste internationale Bewährungsprobe bestanden. Seine ruhige Spielleitung, die angemessene Kartenverteilung und insbesondere die korrekte Bewertung der Strafstoßforderung von Como sprechen für einen gelungenen Auftritt.

Unter den Augen von Stéphane Lannoy konnte der Deutsche weitere Argumente für seine internationale Entwicklung sammeln.

Nicht immer sind es spektakuläre Entscheidungen, die einen guten Schiedsrichter auszeichnen. Manchmal ist gerade eine unspektakuläre Spielleitung die beste Werbung in eigener Sache.

Für Jablonski war es ein weiterer Schritt auf dem Weg, sich dauerhaft in der europäischen Spitze zu etablieren.

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