Ein Fußballspiel beginnt nicht erst mit dem Anpfiff. Für das Schiedsrichterteam beginnt der Spieltag bereits mit der Ankunft am Sportplatz – und auch hier kann ein Verein zeigen, wie wichtig ihm Respekt und Wertschätzung sind.
Beim SC Oberweikertshofen gehört eine gute Schiedsrichterbetreuung deshalb seit vielen Jahren ganz selbstverständlich zum Spieltag dazu. Mit viel Liebe zum Detail kümmert sich unser Sportfreund Christinan Schöpf darum, dass sich die Unparteiischen bei uns willkommen und gut aufgehoben fühlen.
Doch warum ist diese Betreuung eigentlich so wichtig? Und wo endet Gastfreundschaft und beginnt möglicherweise eine unzulässige Einflussnahme? Ein genauer Blick auf eine oft unterschätzte, aber wichtige Seite unseres Amateurfußballs.
Wieder einmal ein paar Eindrücke vom Spiel in der Bezirksliga Süd Oberbayern zwischen unserem SC Oberweikertshofen und Waldeck/Obermenzing.
Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichter Fridolin Angerer, unterstützt von seinen Assistenten Benedikt Meßmer und Stefan Legelli. Für die Schiedsrichterbetreuung war wie immer unser Sportfreund Christinan Schöpf verantwortlich, der auch diesmal mit viel Liebe und Engagement dafür gesorgt hat, dass sich das Schiedsrichterteam bei uns willkommen fühlt.
Getränke, Obst, kleine Snacks und eine ordentliche Mahlzeit – auf den ersten Blick vielleicht nur eine Kleinigkeit. Aber genau solche Gesten zeigen, welchen Stellenwert wir den Menschen entgegenbringen, die Woche für Woche dafür sorgen, dass unser Fußball überhaupt stattfinden kann.
Warum ist Schiedsrichterbetreuung so wichtig?
Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter übernehmen im Amateurfußball eine große Verantwortung. Sie investieren ihre Freizeit, treffen unter Druck oftmals Entscheidungen innerhalb von Sekunden und stehen dabei nicht selten im Mittelpunkt der Kritik.
Umso wichtiger ist es, ihnen zu vermitteln: Du bist bei uns willkommen. Deine Arbeit wird respektiert.
Eine gute Schiedsrichterbetreuung ist deshalb ein Zeichen von Anerkennung und Respekt. Sie schafft eine angenehme Atmosphäre und gehört für viele Vereine ganz selbstverständlich zu einem guten Gastgeber dazu.
Aber ist das nicht schon Bestechung?
Nein – solange die Grenzen klar eingehalten werden.
Bestechung bedeutet, dass eine Leistung oder ein Vorteil mit einer bestimmten Gegenleistung verbunden ist. Wenn ein Verein einem Schiedsrichter etwas zukommen lässt, damit dieser beispielsweise bei strittigen Situationen zugunsten der eigenen Mannschaft entscheidet, wäre eine klare Grenze überschritten.
Eine normale Schiedsrichterbetreuung funktioniert dagegen völlig anders.
Der Schiedsrichter bekommt seine Verpflegung unabhängig davon, welche Mannschaft gewinnt, welche Entscheidungen er trifft oder ob der Gastgeber mit seiner Spielleitung zufrieden ist. Es gibt keine Erwartung einer Gegenleistung.
Wertschätzung vor dem Spiel – Neutralität während des Spiels – Respekt nach dem Spiel.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Natürlich sollte auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Kleine Aufmerksamkeiten, Getränke, Obst, Snacks oder eine Mahlzeit gehören zur Gastfreundschaft. Teure Geschenke, Geld oder Vorteile mit der Erwartung einer bestimmten Gegenleistung wären dagegen nicht mehr mit einer fairen Schiedsrichterbetreuung vereinbar.
Respekt heißt nicht, jede Entscheidung gutzuheißen
Ein ganz wichtiger Punkt: Respekt gegenüber dem Schiedsrichter bedeutet nicht, dass man jede seiner Entscheidungen gut finden muss.
Auch Schiedsrichter können Fehler machen – genauso wie Spieler, Trainer oder Vereinsverantwortliche. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.
Man kann eine Entscheidung kritisch sehen, darüber diskutieren und trotzdem die Person respektieren, die sie getroffen hat.
Denn ohne Schiedsrichter gibt es keinen geregelten Spielbetrieb.
Deshalb ist eine gute Schiedsrichterbetreuung weit mehr als Essen und Getränke. Sie ist ein kleines, aber wichtiges Zeichen dafür, dass wir die Menschen hinter der Aufgabe sehen und ihre ehrenamtliche beziehungsweise nebenberufliche Arbeit anerkennen.
Schiedsrichter sind keine Gegner. Sie sind Teil unseres Fußballs.
Und genau deshalb sollte eine gute Betreuung keine Ausnahme sein, sondern gelebte Fußballkultur.
Ein herzliches Dankeschön daher an Christinan Schöpf für die stets liebevolle Organisation und natürlich an das gesamte Schiedsrichterteam um Fridolin Angerer, Benedikt Meßmer und Stefan Legelli für seinen Einsatz.
Nach getaner Arbeit ist dann auch noch Zeit für ein warmes Abendessen. Die Betreuung beim SC Oberweikertshofen wird von den Schiedsrichtern sehr geschätzt und immer wieder lobend erwähnt.
Dafür bedanken sich die Schiedsrichterteams recht herzlich bei unserem Sportfreund Christinan Schöpf, der sich mit viel Engagement und Herzblut um die Betreuung kümmert.
Denn auch das gehört für uns zu einem guten Miteinander im Fußball: Nach 90 Minuten voller Konzentration und Verantwortung soll das Schiedsrichterteam in Ruhe zusammensitzen, etwas essen und den Spieltag gemütlich ausklingen lassen.
Wertschätzung, Respekt und Gastfreundschaft – dafür steht die Schiedsrichterbetreuung beim SC Oberweikertshofen.
Fair Play beginnt nicht erst mit dem Anpfiff – sondern bereits beim respektvollen Umgang miteinander.
