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Daniel Schlager zeigt auf den Punkt.

Schlager-Spiel des Schiedsrichters bei Frankfurt – Dortmund

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 3:3 (SR: Daniel Schlager)

Beim spektakulären 3:3-Unentschieden stand Schiedsrichter Daniel Schlager wenig bis kaum im Mittelpunkt und überzeugte mit einer guten Leistung. So war es auch korrekt, auf Strafstoß für die Eintracht zu entscheiden, den Can Uzun zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte.

Szene 1: Serhou Guirassy (Dortmund) hatte im Strafraum Robin Koch (Frankfurt) klar gefoult – das wurde von Schlager direkt gepfiffen. Das war ein klarer Foulspiel-Kontakt, bei dem Guirassy seinen Gegenspieler am Bein bzw. Körper behindert hat. [TV-Bilder – ab 02:20 Minuten]

Szene 2: Das entscheidende Ausgleichstor von Carney Chukwuemeka (BVB) in der 90.+5. Minute (also tief in der Nachspielzeit) fiel nach einer Flanke, die Chukwuemeka direkt vor dem Tor mit der Brust annahm und dann per Volley oder Direktabnahme ins Tor brachte. Direkt nach dem Treffer hat der VAR explizit auf ein mögliches Handspiel des Torschützen bei der Ballannahme überprüft. Das Ergebnis: alles sauber – der Ball hatte keinen unnatürlichen, regelwidrigen Kontakt mit Arm/Hand. Daher wurde das Tor nicht zurückgenommen und das 3:3 bestätigt. [TV-Bilder – ab 10:40 Minuten]

Wie war die Leistung von Schiedsrichter Daniel Schlager insgesamt?

Fazit: Schlager hat das Spiel gestern Abend insgesamt sehr solide und unauffällig geleitet – eine gute Leistung in einem hochintensiven, torreichen Topspiel, bei dem die großen Entscheidungen saßen. Hier die wichtigsten Punkte für die Bewertung:

  • Der Elfmeter für Frankfurt in der 21./22. Minute (Guirassy foul an Koch) war klar und unstrittig – das wird in fast allen Berichten als korrekt dargestellt. Der VAR-Check vor dem späten 3:3 (mögliches Handspiel Chukwuemeka) war ebenfalls richtig (kein strafbares Handspiel)
  • Das Foulspiel an Schlotterbeck war keine klare rote Karte. Es handelte sich um ein heftiges, intensives Foulspiel mit hoher Geschwindigkeit/Körpereinsatz, aber nicht übermäßig hart oder brutal. Die Szene liegt deutlich im Graubereich zwischen „hartem Gelb“ und „Rot“. Eine Rote Karte wäre vertretbar gewesen (und hätte aus Dortmunder Sicht absolut gepasst), aber keine klare Fehlentscheidung, dass Schlager Gelb gezeigt hat. 
  • Möglicher Handelfmeter, als Theate beim Abwehrversuch Santos mit dem Arm/Ellbogen spielte. Der Regel nach kein Handelfmeter. Hier die wichtigsten Punkte, warum das nach aktueller Handspiel-Regel kein strafbares Handspiel ist:
    • Abwehrversuch + unmittelbare Nähe zum Körper
    • Wenn der Arm/Hand beim Versuch, den Ball mit dem Körper/Bein zu blocken oder zu klären, sehr nah am Körper bleibt und nicht aktiv/unnötig vom Körper weggestreckt wird, gilt das fast immer als nicht strafbar – auch wenn der Ball die Hand berührt und Richtung Tor abgefälscht wird.
    Bei einem klassischen Abwehrversuch, bei dem der Arm nah am Körper bleibt (auch wenn die Hand den Ball berührt und Richtung Tor lenkt), pfeift der Großteil der Schiedsrichter (und der VAR) aktuell keinen Elfmeter.

    Kartenpolitik: Es gab einige gelbe Karten (u. a. Theate, Brown, Kalimuendo, Anton, Süle, Can), die im Rahmen eines hitzigen Spiels mit vielen Zweikämpfen passten. Keine größere Diskussion über eine verpasste Rote Karte oder überzogene/zu milde Karten (im Gegensatz zu manchen früheren „Schlager-Spielen“).

  • Spielleitung insgesamt: Das Spiel war extrem temporeich und emotional (viele Fouls, Comeback, zwei Tore in der Nachspielzeit), aber Schlager hat es gut im Griff gehabt. Er ließ viel laufen, wo es ging, und hat die Kontrolle nie verloren. Keine nennenswerte Kontroverse nach dem Spiel – weder von BVB- noch von Frankfurt-Seite wird er stark kritisiert oder gelobt. Das Spiel stand im Fokus, nicht der Schiedsrichter.
Nach typischem kicker-Schema würde er wahrscheinlich bei einer 1,5 bis 2,5 landen – unauffällig stark in einem Spiel, das man als Schiri eigentlich „nur“ nicht versauen darf. Für ein Bundesliga-Auftaktspiel 2026 mit diesem Tempo und dieser Brisanz eine wirklich gute Vorstellung.

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