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Union gelingt die Überraschung gegen die Bayern

Während die Bayern spät gegen Union Berlin zurückkamen und dabei großes Glück bei einem aberkannten Treffer hatte, holte der HSV gegen Borussia Dortmund durch Königsdörffer immerhin noch spät einen Punkt. Meine Einschätzungen zu den gesehenen Bildern der DAZN-Konferenz:

1.FC Bayern München – FC Bayern München 2:2 (SR: Dr. Florian Exner)

Szene 1: Union belohnte sich nach einem engagiertem Start mit dem vermeintlichen Führungstreffer. Im Anschluss eine Ecke, legte Querfeld den Ball vom rechten Pfosten nach links, wo Ilyas Ansah ins rechte Toreck einköpfte. Video-Assistentin Katrion Rafalski überprüfte mit der halbautomatischen Abseitserkennung und nahm den Treffer aufgrund der faktischen Entscheidungen wieder zurück. Eine knappe Nummer die mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmbar ist. Vom Bild sieht es sogar eher nach gleicher Höhe aus, doch die Abseitstechnologie ist unbestechlich. Zwar ist das vielleicht nicht im Sinne des Fußballs, aber das ist der Vorteil wenn man die Technik nutzen kann, die ist dann für alle gleich. Abseits ist Abseits, egal wie knapp.

Szene 2: Konrad Laimer stützte sich im eigenen Strafraum bei Rany Khedira auf, als dieser zum Kopfball hochstieg und bekam den Ball dann auf die Hand. Eine durchaus strittige Entscheidung, aber das Aufstützen ist für mich handelsüblich und zu wenig für ein Foulspiel. In der Folge ist es dann für mich aber auch kein strafbares Handspiel, da der Ball von oben auf die Hand flog, ohne das die Hand sich zum Ball bewegt. Für mich vergrößert Laimer auch nicht durch eine unnatürliche Armhaltung seinen Körper, da der Arm beim Hochspringen nach vorne und nicht zur Seite abgestreckt ist. Das ist für mich eine natürliche Armhaltung.

Szene 3: Nachj einem fälligen Freistoß gingen die Köpenicker erneut in Führung! Dabei landet der Juranović-Freistoß vom linken Flügel eigentlich genau im Bayern-Pulk. Kane köpfte jedoch völlig fahrig Doekhi an, der sich die Kugel mit dem Oberschenkel selbst vorlegte und dann geistesgegenwärtig mit links aus gut sechs Metern im rechten unteren Eck einschob. Da kann auch Neuer nichts mehr machen und der VAR nicht mehr machen, denn es war alles sauber. Weder Abseits, noch ein Handspiel, der er sich den Ball mit dem Oberschenkel selbst an die Hand spielte.

Hamburger SV – Borussia Dortmund1:1 (SR: Tobias Reichel)

Ohne groß klar falsch daneben zu legen, traf Schiedsrichter Reichel einige kleinere fragwürdige Entscheidungen. So wurde Chukwuemeka zum zweiten Mal eindeutig gefoult, ohne dass Reichel auf Foukl entschied. Oder als ein Hamburger mit einem Handspiel außerhalb des Strafraums einen Angriff blockte, erkannte Reichel nicht und ließ weiterspielen, was letztlich genauso falsch ist, als Torunarigha gegen Schlotterbeck den Ball blockte, allerdings traf er auch mit dem gestrecktem Bein den Dortmunder. Das hätte eigentlich Gelb sein müssen. Alles in allem eine eher unbefriedigende Leistung, der heute große Probleme bei der Zweikampfbewertung hatte.

TSG Hoffenheim – RB Leipzig 3:1 (SR: Patrick Ittrich)

Szene 5: Vor dem 2:1 der Hoffenheimer reklamierte Leipzig ein vermeintlichen Foulspiel im eigenem Strafraum. Dieses kurze Schieben in den Rücken ist aber eher ein handelsüblicher Kontakt, der für die großzügige Linie von Schiedsrichter Ittrich auf gar keinen Fall für ein Foul reicht.

Szene 6: Burger fand den 23-Jährigen mit einem butterweichen Ball aus dem Fußgelenk. Asllani tanzt am Leipziger Sechzehner mehrere Gegenspieler aus und netzt aus 17 Metern aus halbrechter Lage über Gulácsi hinweg ins lange Eck. Da Prass jedoch in Abseitsposition steht und dadurch die Sicht des Keeper behindert, wird der Treffer nicht anerkannt.

Werder Bremen – VfL Wolfsburg 2:1 (SR: Felix Zwayer)

Szene 7: Bei diesem Spiel wurde den Grün-Weißen ein vermeintlicher Handelfmeter verwehrt, als Schiedsrichter Zwayer ließ weiterlaufen, nachdem Vinicius Souza den Ball mit dem offensichtlich abgespreizten Ellenbogen berührte. Doch die Videobilder in Köln ließen ein anderes Urteil als die TV-Bilder darstellen. Tatsächlich sieht es im ersten Moment so aus, als würde er den Arm nach oben ziehen und den Ball mit dem Ellenbogen wegspielen. Doch Video-Assistent Patrick Hanslbauer hatte die Szene sehr kleinteilig auseinander genommen und war in der Lage gewesen zu erkennen, dass er den Ball nicht mit dem Ellenbogen, sondern den Oberarm berührte und somit kein strafbares Handspiel vorgelegen hat. Da demnach der Ball laut der VAR-Bilder oberhalb der Achselhöhle an das Schiultergelenk gegangen war und da es nicht als strafbar zu bewerten war, ist das eine faktische Entscheidung, bei dem der Unparteiische sich die Bilder nicht am Monitor anschauen muss. Das hat Patrick Hanslbauer sehr gut heraus gearbeitet und man muss ihn hier ausdrücklich loben.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Dr. Thomas Gaudszun

    Liebe Redaktion,
    Ihre Kommentierung der Abseitsentscheidung beim Spiel Union Berlin gegen Bayern München ist schlichtweg falsch. Die Technik ist nicht unbestechlich. Sowohl ChatGPT als auch die Google-KI geben an, dass bei einem Ball ohne Sensor(so wie in der Bundesliga) mindestens eine Fehlerbreite von +- 5 cm vorliegt. Die VAR-Angabe wird mit 2-3 cm zitiert. Das ist zu wenig für eine eindeutige Entscheidung.
    Wenn die Situation nicht eindeutig ist, gilt „gleiche Höhe“ also kein Abseits.
    M. fr. Gruß Dr. Thomas Gaudszun

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