Ein weitestgehend guter Spieltag geht in der zweiten Liga zu Ende und es gab durchaus positive Leistungen der Schiedsrichter zu sehen. Vorallem die Aufstiegskandidaten lieferten allesamt positive Spiele ab und somit haben wir diese Top 3 des Spieltages ausgewählt:
Platz 🥇 – Dr. Max Burda:
Schiedsrichter des Spieltags ist Dr. Max Burda aus Berlin der die Partie Bielefeld – Braunschweig am Sonntagmittag bekam. Erneut wie auch die Wochen zuvor, war Max Burda jederzeit sicher unterwegs und zeigte eine insgesamt sehr souveräne Leistung ab. Richtig entschieden war die Entscheidung in der 26. Minute, als er zurecht kein Elfmeter für Bielefeld gab.
Platz 🥈 – Lars Erbst:
Auf dem zweiten Platz steht diesmal Lars Erbst aus Gerlingen der am Freitagabend die Partie Fürth – Magdeburg leitete. Diese Partie war wie im Hinspiel unglaublich ereignisreich und es endete wie auch im Hinspiel 4:5 für die Gastmannschaft. Erbst hat alle 9 Tore zurecht gegeben, es gab bei sovielen Toren nie Diskussionen bei dem Schiedsrichter und er war stetig konsequent in seinen Entscheidungen auf dem Platz.
Platz 🥉 – Felix Bickel:
Auf dem dritten Platz haben wir Felix Bickel aus Wolfsburg der bei der Partie Karlsruhe – Düsseldorf im Einsatz war. Wie beide Schiedsrichter zuvor ist auch er ein Aufstiegskandidat der die Nachfolge von Willenborg sein könnte. In Karlsruhe war er in allen strittigen Entscheidungen richtig zur Stelle und lieferte nur 1-2 kleinere Fehler ab, die aber kaum erwähnungswert sind.
SV Darmstadt 98 – 1. FC Kaiserslautern 4:0 (SR: Harm Osmers)
Szene 1: Fabian Nürnberger (Darmstadt) spielte einen präzisen Steckpass links in den Strafraum auf Luca Marseiler. Marseiler nahm den Ball kurz an, legte ihn sich vor und drang in den Sechzehner ein. Paul Joly (Kaiserslautern) kam von hinten zu spät, traf Marseiler unten am Bein/Fuß und brachte ihn zu Fall – ein klassisches Foul von hinten. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte sofort auf den Punkt: Elfmeter für Darmstadt. Unstrittige Entscheidung. Fraser Hornby verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0. [TV-Bilder – ab 0:20 Minuten]
Szene 2: Skyttä drang in den Darmstädter Strafraum ein, versuchte abzuschließen – er kam zu Fall, nachdem er am Fuß getroffen wurde. Sofort forderte er sofort lautstark einen Elfmeter. Der Schiedsrichter pfiff jedoch keinen Strafstoß, da Skyttä dem Darmstädter Verteidiger Hiroki Akiyama eher in die Wade trat, als dass er selbst klar getroffen wurde. Es war also ein Selbstkontakt oder ein Offensivfoul des Finnen – er „hakte“ sich quasi selbst aus, statt Opfer eines klaren Fouls zu werden. Wenn überhaupt hätte Osmers Stürmerfoul geben können, aber kein Elfmeter. [TV-Bilder – ab 04:45 Minuten]
Hannover 96 – Holstein Kiel 3:1 (SR: Konrad Oldhafer)
Szene 3: Kolja Oudenne kam halblinks am Fünfmeterraum zu Fall. Es gab einen Schubser von Andu Kelati, aber Schiedsrichter Konrad Oldhafer ließ weiterlaufen. Solche leichten Schubser im Luftduell oder beim Laufduell werden oft als normaler Körperkontakt gewertet, besonders wenn der Angreifer (Oudenne) etwas übertreibt oder der Schub nicht stark genug ist, um einen Sturz zu verursachen. Für mich läuft der Angreifer eher unten rein. Daher für mich wenn überhaupt Stürmerfoul, weiterspielen ist aber auch okay. [TV-Bilder – ab 01:00 Minuten]
Szene 4: Holstein Kiel startete einen Konter – Adrian Kaprálik wollte halblinks in den Strafraum von Hannover eindringen. Im Zweikampf mit Boris Tomiak (Hannover 96) kam er zu Fall und forderte einen Elfmeter plus roter Karte, da Tomiak vermeintlich als letzter Mann involviert war. Schiedsrichter Oldhafer ließ sofort weiterlaufen. Der VAR checkte die Szene kurz und entschied sich aber gegen ein Eingreifen. Auf den Fernsehbildern und Wiederholungen war kein direkter Kontakt zu erkennen: weder ein klares Bein-Foul noch ein Schubser oder Ziehen, das den Fall verursacht hätte. Es sah eher nach einem eigenen Stolpern oder minimalem Körperkontakt aus (typisch bei schnellen Zweikämpfen), den Oldhafer als kein Foul wertete. Bei fehlendem klaren Kontakt gibt’s keinen Strafstoß. Die Szene war knifflig, weil Kaprálik Tempo hatte und Tomiak nah dran war, aber die Bilder zeigten: kein „clear and obvious error“. [TV-Bilder – ab 02:40 Minuten]
Preußen Münster – VfL Bochum 1:1(SR: Patrick Alt)
Szene 5: Für Irritationen bei VfL-Trainer Uwe Rösler war seine gelbe Karte, die er kurz vor Schluss kassierte. Rösler stand an der Seitenlinie und beschwerte sich lautstark über seinen eigenen Spieler Cajetan Lenz, der einen Zweikampf nicht so ausführte, wie sich das der Trainer vorgestellte hatte. Schiedsrichter Alt dachte wohl, er habe wegen einer Schiedsrichterentscheidung lautstark gemeckert. Ein Missverständnis, aber auch nichts skandalöses.
SC Paderborn 07 – 1. FC Nürnberg 2:1 (SR: Eric Dominic Weisbach)
Szene 6: Mitte der erste Hälfte gab es einen Zweikampf im Strafraum von Nürnberg Paderborns Angreifer Laurin Curda wurde von einem Nürnbergs-Verteidiger Styopa Mkrtchyan zu Fall gebracht – Paderborn reklamierte auf Foul, Schiedsrichter Eric Weisbach (Halle/S.) ließ weiterspielen. Die Bilder zeigten das eindeutige Foul des Nürnbergs, der Curda am rechten Bein getroffen hat. Der Strafstoß mit VAR die richtige Entscheidung. [TV-Bilder – ab 0:30 Minuten]
Szene 7: Sofort ohne VAR schneller als Lucky Luke seinen Colt zücken kann, holte er dann die rote Karte aus der Tasche. Eine harte Entscheidung. Lubach verlor in der eigenen Hälfte unnötig den Ball an einen Paderborner Angreifer. Lubach setzte nach, grätschte zu spät und traf Curda mit dem gestreckten Bein und der offenen Sohle am Knöchel. Die vollkommen richtige Entscheidung! Da zeigen die [TV-Bilder – ab 02:00 Minuten] eine ganz andere Einstellung. Dieser Treffer ist gesundheitsgefährdend. Sehr gut von Weisbach, schnell und richtig entschieden.
Anmerkung: Ich bin auf die Szenen der Zusammenfassungen der „Sportschau“ angewiesen. Solltet ihr weiteres, aussagekräftiges Material besitzen, dann reichen wir eine Einschätzung gerne nach. Eventuelle Spielerverwechslungen im Artikel führen zum Videobeweis. In diesem Fall bitte ich um eine kleine Rückmeldung. Vielen Dank!
