Der erste 3. Liga-Spieltag im Jahr 2026 ging zu Ende und die Leistungen der Schiedsrichter waren in den meisten Spielen zufriedenstellend. Richtige Probleme hatte einzig der erfahrene Dr. Robert Kampka der bei der Partie zwischen Hansa Rostock und Erzgebirge Aue im Einsatz war und dort mitein paar Kleinigkeiten verunsicherte. Zudem waren zwei Schiedsrichter mit fremdem Gespann unterwegs, es lässt sich vermuten, das Rose für Wilke in Schweinfurt und Weller für Jürgensen in München im Einsatz war. Hier kommt unsere Top 3 mit drei aus einem Verband:
Platz 🥇 – Leonidas Exuzidis:
Leonidas Exuzidis bekam am Samstagnachmittag eine sehr gute Ansetzung und war bei Saarbrücken – Cottbus im Einsatz. Exuzidis leitete das Spiel souverän, hatte auch sehr viel zu tun. Es war ein chaotisches, intensives Spiel mit vielen Fouls, Zweikämpfen und Emotionen. Exuzidis hatte einiges zu tun, blieb aber ruhig und konsequent. Es gab keine großen Fehlentscheidungen oder Kontroversen, die das Ergebnis beeinflusst hätten. Zudem lag er bei zwei möglichen Elfmetersituationen richtig.
Platz 🥈- Felix Weller:
Für den wahrscheinlich erkrankten Luca Jürgensen war Felix Weller am Samstagnachmittag bei der Partie 1860 München – RW Essen im Einsatz. Wie auch beim Hin als auch zeitgleich das Eröffnungsspiel darf Weller das Spiel leiten. Wie auch beim Spiel in Saarbrücken war es streckenweise ein sehr intensives und ruppiges Spiel. Es gab in der 78. Minute eine Szene zum Diskutieren, jedoch zeigte Weller dort zurecht nicht auf den Punkt für München, da die Szene an Volland für uns zu wenig war und solche Szenen fast 2-3 mal im Spiel vorkommen und nie auf Elfmeter entschieden wird. Zwar gibt es ein leichtes Ziehen, jedoch will kein Fan und Spieler auf der Welt für sowas ein Elfmeter.
Platz 🥉 – Yannick Sager:
Der dritte aus dem Westfalen-Trio ist Yannick Sager der die Partie Ulm – Wiesbaden bekam. Sager lieferte eine gute und unauffällige Leistung ab. Eine diskutabele Szene gab es, als Wehen Wiesbaden zum vermeintlichen 0:1 köpfte, jedoch Assistent Roy Dingler etwas dagegen hatte und auf Abseits entschied. Nach Ansicht der Bilder kann man es nicht zweifelsfrei bestätigen oder erkennen, jedoch kann man vermuten, dass Dingler hier die richtige Entscheidung traf!
SC Verl – SV Waldhof Mannheim 5:2 (SR: Simon Schreiner)
Szene 1: Terrence Boyd flankte in die Mitte und traf den angelegten Arm von Julian Stark (SC Verl) – Schiri Schreiner entschied auf Handelfmeter für den SV Waldhof Mannheim. Eine Fehlentscheidung. Nach aktuellen IFAB-Regeln ist ein Handspiel nur strafbar, wenn der Arm unnatürlich positioniert ist, die Silhouette vergrößert oder aktiv zum Ball geht. Das hier sollte eigentlich kein Handelfmeter darstellen. [TV-Bilder – ab 03:14 Minuten]
TSV 1860 München – FC Rot-Weiss Essen 1:1 (SR: Felix Weller)
Szene 2: In der 78./79. Minute gab’s ein Gezerre/Schubser im Strafraum (Lucas Brumme an Kevin Volland) – wo 1860-Fans lautstark Elfmeter forderten, aber Weller ließ weiterlaufen. Für mich zu zu wenig. Das ist ein handelsüblicher Kontakt in der Box. Zwar wird er durch den Stoß daran gehindert zum Kopfball zu kommen, aber dennoch zu wenig. Ein Strafstoß wäre sehr soft gewesen. Den pfeift man auf dieser professionellen Ebene nicht mehr. [TV-Bilder – ab 01:40 Minuten]
FC Hansa Rostock – FC Hansa Rostock 2:1 (SR: Dr. Robert Kampka)
Szene 3: Ryan Naderi wollte den Ball links im Strafraum aus der Luft runternehmen und kam im Duell mit Ryan Malone (Aue) zu Fal. Schiri Kampka winkte sofort ab. Das ist zu wenig für einen Elfmeter. [TV-Bilder – ab 19:55 Minuten]
Szene 4: Kenan Fatkic (Hansa Rostock) ging im Strafraum zu Boden, nachdem Jonah Fabisch (Aue) ihn leicht mit der Hand gestoßen hat. Robert Kampka der gut positioniert war, winkte wieder schnell ab und gab wie zuvor konsequent keinen Elfmeter. Wieder korrekt. Es handelt sich um einen leichten Schubser/Handkontakt im typischen Strafraum-Gewühl, ohne klares Reißen, Halten oder brutales Foul. Fabisch ist frisch eingewechselt (seit Minute 12), und der Kontakt ist minimal – der Ball ist nicht mal direkt im Spiel, es ist eher ein Positionskampf. [TV-Bilder – ab 31:25 Minuten]
SSV Ulm – SV Wehen Wiesbaden 0:1 (SR: Yannick Sager)
Szene 5: Nach einem Freistoß von Niklas May (Wiesbaden) aus dem rechten Halbfeld mit viel Schnitt kam der Ball auf den Elfmeterpunkt. Florian Hübner (Wiesbaden) ließ ihn über den Scheitel rutschen, und der Ball fiel knapp neben den linken Pfosten ins Netz – oder schien es zumindest. Assistent Roy Dingler hob sofort die Fahne, Yannick Sager pfeift ab und gab Abseits. Das vermeintliche Tor zählte nicht. Eine äußerst knappe Entscheidung. Aus den Kameraeinstellungen ist es schwer nachzuweisen, aber ich ndenke, bei der Freistoßflanke von der rechten Seite stand bei der Kopfballverlängerung im Abseits. [TV-Bilder – ab 01:50 Minute]
TSV Havelse – TSG Hoffenheim II 4:0 (SR: Felix Grund)
Szene 6: Nassim Boujellab schießt im Strafraum aus kurzer Distanz ab und traf dabei Dagdeviren am ausgestreckten Arm, wobei sich Dagdeviren wegdreht und der Ball abgefälscht wird. Der Arm von Dagdeviren war in einer Position, die den Körper unnatürlich vergrößerte → strafbar, auch wenn er sich wegdrehte. Zwar aus kurzer Distanz und durch dem direkten Abschluss hat der Verteidiger nicht mehr sonderlich viel Möglichkeit den Arm wegzubekommen, aber der Arm von Dagdeviren war in einer Position, die den Körper unnatürlich vergrößerte, ist es für mich wegen der klaren Armposition und der Körperflächenvergrößerung strafbar, auch wenn er sich wegdreht. [TV-Bilder – ab 0:40 Minuten]
Szene 7: In der Schlussphase gab es nochmal einen Elfmeter, als Hoffenheims Innenverteidiger Lässig Düker traf. Das ist aber eine sehr harte Entscheidung, da Lässig viel Ball spielte und den Havelser kaum getroffen hatte. Bei minimalem Kontakt nach Ballberührung wird in der Regel weitergespielt. Lässig spielte zunächst deutlich den Ball – das ist das entscheidende Kriterium für „ballorientiert“. Der Kontakt zu Düker ist marginal und trifft ihn kaum, was für mich eher kein strafbares Foul entspricht. Der Elfmeter war sehr hart an der Grenze zu tendenziell falsch oder mindestens übertrieben schmeichelhaft für Havelse. Typische „Kontakt-Elfer“ ohne klare Behinderung – in der Bundesliga mit VAR wahrscheinlich überprüft und aufgehoben. Hier ohne Video hilft nur die On-Field-Entscheidung, die den Hausherren den Deckel draufmachte.
