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Storks und Zwayer setzen sich an die Spitze

Der erste Bundesliga-Spieltag der Saison 2026/27 ist Geschichte – und aus Sicht der Schiedsrichter fällt das erste Fazit insgesamt positiv aus. Große Aufreger blieben weitgehend aus, die Unparteiischen präsentierten sich entscheidungsfreudig und mit klaren Linien. Gleichzeitig hielten sich die VAR-Teams angenehm zurück.

An der Spitze unserer Bewertung stehen Sören Storks und Felix Zwayer, die am ersten Spieltag besonders überzeugen konnten. Florian Badstübner komplettiert das Podium.

Storks überzeugt im Eröffnungsspiel

Die prestigeträchtige Aufgabe, die neue Bundesliga-Saison zu eröffnen, bekam Sören Storks. Der Westfale leitete am Freitagabend das Duell zwischen Meister Bayern München und dem VfB Stuttgart. Der DFB hatte Storks bereits vor dem Spiel mit dieser besonderen Ansetzung bedacht.

Beim 5:1 der Münchner blieb Storks weitgehend unauffällig – und genau das ist bei einem Eröffnungsspiel ein Kompliment. Der 39-Jährige wirkte präsent, ließ sich von der Bedeutung der Partie nicht beeindrucken und traf seine Entscheidungen mit der nötigen Klarheit.

Storks ist deshalb unsere Nummer eins des Spieltags.

Zwayer ebenfalls souverän

Auch Felix Zwayer lieferte beim Dortmunder 2:0 gegen den Hamburger SV eine überzeugende Vorstellung ab. Die Partie war vor allem nach der frühen Roten Karte gegen Dortmunds Samuele Inácio nicht ganz ohne Brisanz. Zwayer musste früh eine wichtige Entscheidung treffen und behielt auch im weiteren Spielverlauf die Kontrolle.

Seine Erfahrung war in einer Partie gefragt, die nach dem Platzverweis eine andere Dynamik bekam. Zwayer blieb ruhig und konsequent – für uns deshalb Platz zwei.

Badstübner komplettiert das Podium

Auf Rang drei landet Florian Badstübner. Der Nürnberger leitete das Kölner 3:2 gegen Hoffenheim. Auch hier gab es durchaus Situationen, in denen der Unparteiische gefordert war. Unter anderem zeigte Badstübner nach einem Zweikampf auf den Elfmeterpunkt.

Insgesamt blieb seine Spielleitung aber ohne den großen Aufreger. Damit verdient Badstübner für uns den dritten Platz.

Nicht alles ohne Diskussionen

Ganz ohne strittige Szenen verlief der Spieltag allerdings nicht. Daniel Siebert hatte bei Freiburg gegen Bremen eine Szene zu bewerten, die aus unserer Sicht deutlich kritischer ausfällt: Bei einem Einsteigen mit der offenen Sohle in den Bauchbereich wäre eine Rote Karte für uns die richtige Entscheidung gewesen. Schade, dass hier Daniel Siebert nicht den Mut hat hatte

Auch bei Sascha Stegemann gibt es Diskussionsbedarf. Die Rote Karte wegen der Verhinderung einer offensichtlichen Torchance ist zumindest nicht eindeutig. Der andere Verteidiger befindet sich auf gleicher Höhe und etwas zentraler. Damit besteht die Möglichkeit, dass er noch hätte eingreifen können. Ob tatsächlich eine offensichtliche Torchance verhindert wurde, ist deshalb zumindest fraglich.

Beide Szenen zeigen: Auch wenn der erste Bundesliga-Spieltag insgesamt ruhig verlief, war nicht jede Entscheidung über jeden Zweifel erhaben.

VAR: angenehm zurückhaltend

Auffällig ist gleichzeitig, wie zurückhaltend die Videoassistenten bislang agierten. Der VAR griff nicht bei jeder möglicherweise diskutablen Szene ein, sondern ließ die Entscheidungen auf dem Platz weitgehend stehen. Damit setzten die Videoassistenten die von DFB-Schiedsrichterchef Knut Kircher vorgegebene Linie konsequent um: Der VAR soll nicht zum „zweiten Schiedsrichter“ werden, sondern nur bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen eingreifen. Die Entscheidungen auf dem Platz sollen grundsätzlich Bestand haben.

Das entspricht genau dem Gedanken eines guten VAR-Einsatzes: nicht jede falsche oder vermeintlich falsche Entscheidung korrigieren, sondern nur dann eingreifen, wenn ein klarer und offensichtlicher Fehler vorliegt.

Ein gelungener Auftakt

Unterm Strich ist der Einstieg der Bundesliga-Schiedsrichter in die neue Saison gelungen. Die Unparteiischen wirkten präsent, entscheidungsfreudig und ließen sich auch von größeren Aufgaben nicht beeindrucken.

Unser Podium am ersten Spieltag:

🥇 Sören Storks
🥈 Felix Zwayer
🥉 Florian Badstübner

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Abdullah

    Warum war die rote Karte für Dortmund früh? Also live war die in der 77. Minute. Und danach hat sich der Charakter des Spiels überhaupt nicht geändert. Der BVB wollte nicht und der HSV konnte nicht. Zwayer hatte alles im Griff und hat keinen nennenswerten Fehler gemacht aber die Argumentation hier ist hanebüchen

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