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Warum Schlotterbeck beim Torjubel nicht gelb/rot sah

Nico Schlotterbeck bekam keine Gelbe Karte (und damit keine Gelb-Rote) für seinen Torjubel mit den Fans, weil seine Aktion regelkonform war – zumindest nach der aktuellen Auslegung der IFAB/DFL-Regeln.

Er sprang im Klassiker gegen Bayern über die Werbebande, feierte kurz mit Dortmunder Fans und kehrte schnell zurück. Das gilt nicht als Vergehen, das automatisch Gelb nach sich zieht. Die entscheidende Passage aus Regel 12 (Fouls und unsportliches Verhalten) zum Thema Torjubel lautet ungefähr so:

  • Spieler dürfen nach einem Tor jubeln, solange sie es nicht übertreiben.
  • Das Verlassen des Spielfelds beim Torjubel ist noch kein verwarnungswürdiges Vergehen.
  • Die Spieler müssen aber so schnell wie möglich zurückkehren.
  • Gelb gibt’s erst, wenn der Spieler z.B. an einem Zaun hochklettert und/oder sich den Zuschauern auf eine Weise nähert, die zu einem Sicherheitsproblem führt (oder andere Dinge wie provozierendes Verhalten, Maske, Trikot ausziehen etc.).

Schlotterbeck kletterte nicht an einem Zaun hoch (wie es früher oft bei Auswärtsfans oder hohen Zäunen kritisch war), sondern sprang nur über eine normale Werbebande. Das wurde von Schiedsrichter Sven Jablonski (und den meisten Experten) nicht als sicherheitsrelevant oder übertrieben eingestuft – daher blieb die Karte in der Tasche.Schlotterbeck selbst sagte danach sinngemäß: „Wenn ich dafür Gelb bekomme, dann höre ich irgendwann auf und spiele Schach. Über eine Bande springen kann nicht Gelb geben.“

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