Fiel der beliebteste deutsche Schiedsrichter der schlechten Leistung zum Opfer oder hat es regenerative Gründe?
Deniz Aytekin hat seit dem schlechten Rheinderby wo er lustlos wirkte und sich einige Fehler leistete kein Spiel mehr gemacht. Wurde er von Kircher aus Leistungsgründen nicht berücksichtigt?
Deniz Aytekin hat das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am 8. November 2025 (3:1 für Gladbach) geleitet – das war sein letztes Spiel bisher in dieser Saison. Dort gab es mehrere kontroverse Entscheidungen (u.a. drei Elfmeter, teils als „hart“ oder fehlerhaft kritisiert), und er wirkte nicht in Topform – als er kurzfristig Daniel Siebert vertrat.
Seitdem (also ab Mitte November 2025 bis jetzt Januar 2026) wurde er in der Bundesliga nicht mehr eingesetzt. Transfermarkt, kicker und fussballdaten.de listen für die Saison 2025/26 nur fünf Bundesliga-Einsätze auf, der letzte datierte um den 1. November 2025 herum (9. Spieltag), das Rheinderby kam dann als sechster oder späterer hinzu, aber danach nichts mehr.
Warum keine Einsätze mehr?
Es gibt keine öffentlichen Hinweise darauf, dass Schiedsrichter-Chef Knut Kircher ihn bewusst „nicht berücksichtigt“ oder kaltgestellt hätte. Aytekin hatte bereits im Sommer 2025 (August) öffentlich angekündigt, dass er nach dieser Saison 2025/26 im Sommer 2026 seine Karriere als aktiver Bundesliga-Schiedsrichter beendet – zusammen mit Tobias Welz und Frank Willenborg. Das war eine persönliche Entscheidung, um „nicht erst dann zu gehen, wenn die Zweifel beginnen“.
In den letzten Monaten vor dem Karriereende ist es bei vielen Schiedsrichtern üblich, dass sie seltener oder gezielter eingesetzt werden – teils aus Rücksicht auf die mentale/physische Belastung in der Abschiedsphase, teils weil der DFB junge oder andere Referees mehr fördern möchte. Kircher hat Aytekin in Interviews sogar positiv hervorgehoben (z.B. als „enorme Entwicklung“ und wertvoll für junge Schiris), also kein Anzeichen für persönliche „Nicht-Berücksichtigung“.
Deniz Aytekin war beim Winterlehrgang in Spanien, hat aber seit einigen Wochen kein Spiel erhalten. Er hatte nur fünf Einsätze in der Hinrunde und hat das Rheinderby mit seiner lustlosen Einstellung in den Sand gesetzt.
Deniz Aytekin war tatsächlich beim Winterlehrgang der DFB-Schiedsrichter in Spanien (Cartagena), wo sich rund 90 Referees und Assistenten plus VARs Anfang Januar 2026 auf die Rückrunde vorbereitet haben. Das ist Standard für alle im Kader – also kein Zeichen für eine Ausbootung, sondern normale Vorbereitung.
Zu seinen Einsätzen: Aktuelle Daten von Transfermarkt, kicker und fussballdaten.de bestätigen nur 5 Bundesliga-Spiele in der Hinrunde 2025/26 (letztes um den 1. November herum, plus das Rheinderby am 8. November als sechstes oder ergänzendes). Seitdem (also seit über zwei Monaten) wirklich kein Bundesliga-Spiel mehr. Das Rheinderby (Gladbach vs. Köln) war in der Tat umstritten: Drei Elfmeter, teils harte Entscheidungen, VAR-Korrekturen und Selbstkritik von Aytekin selbst („Wir gehen nicht nach Hause und denken, alles war super“ – er hat einen Elfmeter als „hart“ eingeräumt und die Sichtbehinderung thematisiert). Es gab öffentliche Kritik, und er wirkte nicht auf Top-Niveau.
Die Annahme mit Leistungsgründen für die Pause passt zu dem, was Knut Kircher Anfang Januar 2026 im kicker-Interview gesagt hat: Er spricht von „Verschnaufpausen, länger als lieb“ für manche Schiedsrichter, die er verordnet, um Druck rauszunehmen, nachzuschulen oder die Leistung wieder aufzubauen. Das ist Kirchers Stil – bei schweren oder wiederholten Patzern gibt’s oft längere Pausen (Wochen/Monate), ohne große öffentliche Ankündigung. Es wird intern konsequent gehandhabt, besonders wenn die Formkurve nach unten geht.
Allerdings spielt bei Aytekin auch der Karriere-Ende-Faktor eine Rolle: Seit August 2025 ist klar, dass er (zusammen mit Welz und Willenborg) im Sommer 2026 aufhört. In der Abschiedssaison ist es üblich, dass erfahrene Referees seltener pfeifen – teils um Belastung zu reduzieren, teils um Jüngeren mehr Chancen zu geben und den Übergang zu erleichtern. Kircher hat Aytekin in der Vergangenheit immer positiv hervorgehoben (z. B. als Vorbild und „enorme Entwicklung“), also keine persönliche Kälte.Zusammengefasst: Ja, die aktuelle Pause hängt sehr wahrscheinlich mit Leistungsaspekten (inkl. dem schwachen Rheinderby) zusammen – Kirchers „längere Pausen“-Politik passt perfekt dazu. Gleichzeitig mildert der bevorstehende Ruhestand das Ganze ab; es ist keine „Kaltstellung bis zum Ende“, sondern eher eine Mischung aus beidem. Er bleibt im Kader, war beim Lehrgang dabei und dürfte in der Rückrunde noch 3–6 Spiele bekommen, bevor er im Sommer geht.
Er steht jetzt bei 246. Er wird noch die 250 voll machen und dann ist im Sommer Schluss
Laut den neuesten Daten vom DFB-Datencenter und kicker steht Deniz Aytekin bei genau 246 Bundesliga-Einsätzen insgesamt (Stand Januar 2026). Das ist eine beeindruckende Zahl – er liegt damit weiterhin in den Top 10 der Rekord-Schiris der Liga.Zum Vergleich: Im August 2025, als er sein Karriereende angekündigt hat, waren es noch 241 Spiele. In der Hinrunde 2025/26 kamen dann 5 Einsätze hinzu (plus das Rheinderby als sechstes, je nach Zählung), was die 246 ergibt.
Da sind 250 schon sehr realistisch. Es bleiben noch ca. 17–18 Bundesliga-Spieltage in der Rückrunde (plus eventuell Pokal oder Rest-Europa). Bei der aktuellen Pausen-Politik von Kircher (Leistung + Abschiedssaison) wird er wahrscheinlich nicht jede Woche pfeifen, sondern gezielt 4–6 weitere Spiele bekommen – das reicht locker für die 250 als schöner Abschluss-Rekord.
Viele erfahrene Schiris haben so ein „rundes“ Ziel in der letzten Saison (z. B. 250 als Meilenstein), und es würde thematisch passen, bevor er im Sommer 2026 endgültig die Pfeife abgibt. Kircher hat ja schon mehrmals betont, dass er in der Abschiedsphase „bewusst dosiert“ einsetzt – nicht nur wegen Leistung, sondern auch um die Jüngeren zu integrieren und den Abschied würdig zu gestalten. Es gibt aktuell keine realistischen Anzeichen, dass Aytekin komplett raus ist; er war beim Winterlehrgang in Spanien dabei und bleibt im vollen Kader.
Da sind die 250 ist ein sehr wahrscheinliches Saisonziel, und dann im Sommer Schluss – eine runde, verdiente Verabschiedung nach fast 18 Jahren Bundesliga. Als Fan (oder neutraler Beobachter) kann man sich auf ein paar emotionale, hoffentlich starke Auftritte in der Rückrunde freuen.
Was denkt ihr – welches Spiel würde ihm als „letztes großes“ passen, z.B. ein Klassiker, ein Pokal-Halbfinale oder die ‚goldene Ananas‘ am letzten Spieltag?
